TURP – Transurethrale Resektion der Prostata
Die TURP (Transurethrale Resektion der Prostata) ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung der gutartigen Prostatavergroesserung. Dabei wird ueberschuessiges Prostatagewebe durch die Harnroehre entfernt.
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Die TURP (Transurethrale Resektion der Prostata) ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung der gutartigen Prostatavergroesserung. Dabei wird ueberschuessiges Prostatagewebe durch die Harnroehre entfernt.
Was ist die TURP?
Die TURP (Transurethrale Resektion der Prostata) ist ein etabliertes urologisches Operationsverfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH), also der gutartigen Vergrosserung der Prostata. Bei diesem Eingriff wird ueberschuessiges Prostatagewebe, das die Harnroehre einengt und den Urinfluss behindert, durch die Harnroehre entfernt -- ohne einen ausseren Hautschnitt. Die TURP gilt seit Jahrzehnten als Goldstandard der operativen BPH-Behandlung.
Wann wird die TURP angewendet?
Die TURP wird empfohlen, wenn konservative oder medikamentoese Massnahmen bei einer benignen Prostatahyperplasie nicht ausreichend wirken. Typische Indikationen sind:
- Starke Einschraenkung des Harnflusses (Harnwegsobstruktion)
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen infolge von Harnrueckstau
- Blasensteine durch unvollstaendige Blasenentleerung
- Nierenschaeden durch chronischen Harnrueckstau
- Haematuurie (Blut im Urin) durch vergroesserte Prostata
- Versagen medikamentoser Therapien (z. B. Alpha-Blocker, 5-Alpha-Reduktasehemmer)
Wie laeuft die TURP ab?
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder Spinalanaesthesie. Der Arzt fuehrt ein spezielles Instrument, das sogenannte Resektoskop, durch die Harnroehre bis zur Prostata vor. Mithilfe einer elektrischen Drahtschlinge (Elektrokauter) oder modernerer Techniken wie dem Laserverfahren wird das ueberschuessige Prostatagewebe schrittweise abgetragen und abgesaugt. Der Eingriff dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten.
Klassische und moderne Varianten
- Monopolare TURP: Klassisches Verfahren mit elektrischer Schlinge; es wird eine Spuelflussigkeit ohne Kochsalz verwendet.
- Bipolare TURP: Modernere Methode, bei der physiologische Kochsalzloesung verwendet wird; geringeres Risiko fuer das sogenannte TUR-Syndrom.
- Laser-TURP (HoLEP/ThuLEP): Einsatz von Lasertechnologie zur praezisen Gewebeentfernung; geringerer Blutverlust, auch fuer groessere Prostatavolumina geeignet.
Vorbereitung und stationaerer Aufenthalt
Vor dem Eingriff werden Blutuntersuchungen, eine Urinanalyse und haeufig eine Ultraschalluntersuchung der Prostata durchgefuehrt. Blutverduennende Medikamente muessen in der Regel einige Tage vor der Operation abgesetzt werden. Nach dem Eingriff verbleibt fuer einige Tage ein Blasenkatheter, um den Urinabfluss zu gewaehrleisten. Der stationaere Aufenthalt betraegt ueblicherweise 2 bis 5 Tage.
Ergebnisse und Wirksamkeit
Die TURP fuehrt bei den meisten Patienten zu einer deutlichen Verbesserung des Harnflusses und der Lebensqualitaet. Studien zeigen, dass rund 85 bis 90 Prozent der operierten Patienten eine signifikante Linderung ihrer Beschwerden erleben. Die Wirkung haelt in der Regel langfristig an.
Moegliche Risiken und Nebenwirkungen
Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch bei der TURP bestimmte Risiken zu beachten:
- Retrograde Ejakulation: Haeufigste Nebenwirkung; Samenflussigkeit gelangt bei der Ejakulation in die Blase statt nach aussen (tritt bei bis zu 90 % der Faelle auf).
- Erektile Dysfunktion: Seltener, kann in einigen Faellen auftreten.
- Inkontinenz: Voruebergehende oder (selten) dauerhafter Harnverlust.
- TUR-Syndrom: Einschwemmung von Spuelfluessigkeit ins Blut (vor allem bei monopolarer Technik); durch bipolare Methoden weitgehend vermieden.
- Blutungen und Infektionen: Allgemeine Operationsrisiken.
- Harnroehrenverengung (Striktur): Langzeitkomplikation moeglich.
Nachsorge und Erholung
Nach der Entlassung sollten Patienten koerperliche Schonung einhalten, reichlich trinken und starke koerperliche Belastung fuer mehrere Wochen vermeiden. Leichte Blutungen im Urin oder ein brennendes Gefuehl beim Wasserlassen in den ersten Wochen sind normal. Regelmaessige Nachsorgeuntersuchungen beim Urologen sind empfehlenswert.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft fuer Urologie (DGU): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des benignen Prostatasyndroms (BPS), 2023. Verfuegbar unter: https://www.awmf.org
- Gravas S et al. -- EAU Guidelines on Management of Non-Neurogenic Male Lower Urinary Tract Symptoms (LUTS). European Association of Urology, 2023.
- Rassweiler J, Teber D, Kuntz R, Hofmann R. -- Complications of Transurethral Resection of the Prostate (TURP) -- Incidence, Management, and Prevention. European Urology, 2006;50(5):969-980.
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