Tachypnoe: Ursachen, Symptome und Behandlung
Tachypnoe bezeichnet eine krankhaft erhöhte Atemfrequenz. Sie kann auf verschiedene Erkrankungen der Lunge, des Herzens oder des Stoffwechsels hinweisen.
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Tachypnoe bezeichnet eine krankhaft erhöhte Atemfrequenz. Sie kann auf verschiedene Erkrankungen der Lunge, des Herzens oder des Stoffwechsels hinweisen.
Was ist Tachypnoe?
Tachypnoe bezeichnet eine erhöhte Atemfrequenz, bei der ein Erwachsener mehr als 20 Atemzüge pro Minute aufweist. Bei Kindern gelten altersspezifische Grenzwerte. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: tachys (schnell) und pnoe (Atem). Tachypnoe ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das auf eine Vielzahl von Grunderkrankungen hinweisen kann.
Ursachen
Tachypnoe kann durch zahlreiche Erkrankungen und Zustände ausgelöst werden. Häufige Ursachen sind:
- Lungenerkrankungen: Pneumonie (Lungenentzündung), Asthma bronchiale, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenembolie, Pneumothorax
- Herzerkrankungen: Herzinsuffizienz, akutes Koronarsyndrom
- Stoffwechselstörungen: Diabetische Ketoazidose, metabolische Azidose
- Infektionen und Sepsis: Schwere systemische Infektionen können die Atemfrequenz stark erhöhen
- Neurologische Ursachen: Schädel-Hirn-Trauma, Hirnstammbeteiligung
- Psychische Ursachen: Angststörungen, Panikattacken (Hyperventilation)
- Anämie: Sauerstoffmangel im Blut führt zu kompensatorisch erhöhter Atemfrequenz
- Fieber: Erhöhte Körpertemperatur steigert den Sauerstoffbedarf
Symptome und Begleiterscheinungen
Tachypnoe tritt häufig gemeinsam mit weiteren Symptomen auf, die auf die Grunderkrankung hinweisen:
- Kurzatmigkeit oder Dyspnoe (Atemnot)
- Zyanose (Blaufärbung der Lippen oder Fingernägel bei Sauerstoffmangel)
- Brustschmerzen
- Husten
- Schwindel oder Benommenheit
- Herzrasen (Tachykardie)
- Angstgefühl
Eine Tachypnoe beim Neugeborenen (transitorische Tachypnoe des Neugeborenen, TTN) ist ein eigenes Krankheitsbild, das kurz nach der Geburt auftreten kann und meist selbstlimitierend ist.
Diagnose
Die Diagnose einer Tachypnoe beginnt mit der klinischen Untersuchung. Die Atemfrequenz wird durch Zählen der Atemzüge pro Minute bestimmt. Zur Abklärung der Ursache kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
- Pulsoxymetrie: Messung der Sauerstoffsättigung im Blut
- Arterielle Blutgasanalyse (BGA): Beurteilung von Sauerstoff-, Kohlendioxidgehalt und Säure-Basen-Haushalt
- Röntgen des Thorax: Darstellung von Lunge und Herz
- EKG: Beurteilung der Herzfunktion
- Blutuntersuchungen: Entzündungsparameter, Blutbild, Stoffwechselwerte
- CT-Thorax: Bei Verdacht auf Lungenembolie oder andere strukturelle Veränderungen
Behandlung
Die Behandlung der Tachypnoe richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Sauerstoffgabe: Bei Hypoxie (Sauerstoffmangel) wird Sauerstoff über eine Nasensonde oder Maske verabreicht
- Behandlung der Grunderkrankung: z. B. Antibiotika bei Pneumonie, Bronchodilatatoren bei Asthma, Antikoagulanzien bei Lungenembolie
- Beatmungsunterstützung: In schweren Fällen kann eine nicht-invasive oder invasive Beatmung notwendig sein
- Atemübungen: Bei psychogen bedingter Hyperventilation können gezielte Atemtechniken helfen
Eine Tachypnoe, die plötzlich auftritt oder mit starker Atemnot, Brustschmerzen oder Bewusstseinsveränderungen einhergeht, ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige ärztliche Hilfe.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Integrated Management of Childhood Illness (IMCI) - Tachypnoea thresholds in children. WHO, Genf, 2014.
- Longo DL et al. (Hrsg.): Harrison's Principles of Internal Medicine, 20. Auflage. McGraw-Hill Education, 2018.
- Kasper DL et al.: Dyspnoe und Tachypnoe. In: Harrisons Innere Medizin, 19. Auflage. ABW Wissenschaftsverlag, Berlin, 2016.
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