Schwarzer Hautkrebs – Symptome, Ursachen & Behandlung
Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) ist die gefährlichste Form von Hautkrebs, die aus pigmentbildenden Zellen entsteht. Früherkennung ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
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Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) ist die gefährlichste Form von Hautkrebs, die aus pigmentbildenden Zellen entsteht. Früherkennung ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Was ist schwarzer Hautkrebs?
Schwarzer Hautkrebs, medizinisch als malignes Melanom bezeichnet, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Haut, die aus den pigmentbildenden Zellen, den sogenannten Melanozyten, entsteht. Er gilt als die aggressivste und gefährlichste Form von Hautkrebs, da er früh Metastasen in andere Organe bilden kann. In Deutschland erkranken jährlich etwa 24.000 Menschen neu an einem malignen Melanom.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Entstehung von schwarzem Hautkrebs ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- UV-Strahlung: Intensive und wiederholte Sonnenexposition sowie die Nutzung von Solarien sind die Hauptrisikofaktoren.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko deutlich.
- Heller Hauttyp: Menschen mit heller Haut, hellen Augen und roten oder blonden Haaren sind häufiger betroffen.
- Viele oder atypische Muttermale: Eine hohe Anzahl an Muttermalen (Nävus) sowie das Vorhandensein von dysplastischen Nävi gelten als Risikofaktoren.
- Frühere Hautkrebs-Erkrankungen: Wer bereits an Hautkrebs erkrankt war, hat ein erhöhtes Rückfallrisiko.
- Geschwächtes Immunsystem: Immunsupprimierte Personen tragen ein höheres Risiko.
Symptome
Schwarzer Hautkrebs zeigt sich häufig als verändertes oder neu entstandenes Muttermal. Die ABCDE-Regel hilft bei der Selbstuntersuchung:
- A – Asymmetrie: Die Hautveränderung ist nicht gleichmäßig geformt.
- B – Begrenzung: Der Rand ist unregelmäßig, ausgefranst oder unscharf.
- C – Colour (Farbe): Mehrere Farbtöne innerhalb eines Mals (braun, schwarz, rot, weiß).
- D – Durchmesser: Durchmesser größer als 5 mm.
- E – Erhabenheit / Entwicklung: Das Mal verändert sich innerhalb kurzer Zeit in Form, Größe oder Farbe.
Weitere mögliche Warnsignale sind Juckreiz, Blutungen oder Krustenbildung an einem Muttermal.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten:
- Sichtuntersuchung und Dermatoskopie: Der Hautarzt beurteilt verdächtige Hautveränderungen mit einem speziellen Auflichtmikroskop (Dermatoskop).
- Exzisionsbiopsie: Die verdächtige Hautveränderung wird chirurgisch vollständig entfernt und feingeweblich (histologisch) untersucht.
- Staging: Bei bestätigter Diagnose wird das Ausbreitungsstadium (Staging) mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT bestimmt.
- Sentinel-Lymphknoten-Biopsie: Bei tieferen Tumoren wird der sogenannte Wächterlymphknoten entnommen und untersucht, um eine Ausbreitung in das Lymphsystem zu erkennen.
Behandlung
Chirurgische Entfernung
Die operative Entfernung des Tumors mit ausreichendem Sicherheitsabstand ist die Grundlage der Behandlung. Der Sicherheitsabstand richtet sich nach der Eindringtiefe des Tumors (Breslow-Dicke).
Immuntherapie
Moderne Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab oder Nivolumab aktivieren das körpereigene Immunsystem, um Krebszellen zu bekämpfen. Sie haben die Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms revolutioniert.
Zielgerichtete Therapie (Targeted Therapy)
Bei Tumoren mit einer BRAF-Mutation (bei etwa 50 % der Melanome vorhanden) können zielgerichtete Medikamente wie BRAF-Inhibitoren (z. B. Vemurafenib, Dabrafenib) eingesetzt werden.
Strahlentherapie und Chemotherapie
Strahlentherapie wird bei Hirnmetastasen oder palliativ eingesetzt. Chemotherapie spielt heute aufgrund wirksamerer Alternativen eine untergeordnete Rolle.
Vorbeugung und Früherkennung
Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von schwarzem Hautkrebs sind:
- Konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher)
- Vermeidung von intensiver Sonneneinstrahlung, besonders zwischen 11 und 15 Uhr
- Verzicht auf Solarienbesuche
- Regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut nach der ABCDE-Regel
- Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt ab dem 35. Lebensjahr (alle 2 Jahre, in Deutschland gesetzlich versichert)
Prognose
Die Heilungschancen beim schwarzen Hautkrebs hängen stark vom Stadium bei der Diagnose ab. Im Frühstadium (dünner Tumor, keine Metastasen) liegen die 10-Jahres-Überlebensraten bei über 90 %. Bei fortgeschrittener Erkrankung mit Fernmetastasen ist die Prognose deutlich schlechter, hat sich aber durch moderne Therapien (Immuntherapie, zielgerichtete Therapie) erheblich verbessert.
Quellen
- Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, AWMF): S3-Leitlinie Melanom, Version 3.3, 2023. Verfügbar unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/melanom/
- Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland – Melanom der Haut. Berlin, 2023.
- WHO International Agency for Research on Cancer (IARC): Skin Cancer – Melanoma. Lyon, 2022. Verfügbar unter: https://www.iarc.who.int/
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