Thrombose Symptome: Anzeichen, Ursachen und Behandlung
Thrombose-Symptome wie Schwellung, Schmerz und Rötung am Bein sind wichtige Warnsignale. Erfahren Sie, wann ärztliche Hilfe notwendig ist.
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Thrombose-Symptome wie Schwellung, Schmerz und Rötung am Bein sind wichtige Warnsignale. Erfahren Sie, wann ärztliche Hilfe notwendig ist.
Was ist eine Thrombose?
Eine Thrombose entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet und den Blutfluss blockiert oder einschränkt. Am häufigsten sind die tiefen Venen der Beine betroffen – man spricht dann von einer tiefen Venenthrombose (TVT). Thrombosen können jedoch auch in anderen Körperbereichen auftreten, etwa in den Armen, im Beckenbereich oder in Organen.
Symptome einer Thrombose
Die Symptome einer Thrombose können je nach Lage und Ausmaß des Gerinnsels sehr unterschiedlich sein. Häufig sind die Beschwerden zunächst unspezifisch oder werden als harmloses Ziehen fehlgedeutet. Typische Anzeichen einer tiefen Venenthrombose im Bein sind:
- Schwellung des betroffenen Beins, Unterschenkels oder Fußes
- Schmerzen oder Druckgefühl im Bein, oft in der Wade
- Rötung und Wärme der Haut über dem betroffenen Bereich
- Spannungsgefühl oder Schweregefühl im Bein
- Sichtbar erweiterte, oberflächliche Venen
- Bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose) in schweren Fällen
Symptome bei anderen Thromboseformen
Je nach betroffener Körperregion können die Symptome variieren:
- Armthrombose: Schwellung, Schmerzen und Schwächegefühl im Arm
- Beckenvenenthrombose: Schmerzen im Unterleib oder in der Leiste, einseitige Beinschwellung
- Oberflächliche Thrombophlebitis: geröteter, schmerzhafter und verhärteter Venenstrang unter der Haut
Gefährliche Komplikation: Lungenembolie
Die schwerwiegendste Komplikation einer Thrombose ist die Lungenembolie. Dabei löst sich ein Teil des Blutgerinnsels, gelangt über den Blutkreislauf in die Lunge und blockiert dort ein Blutgefäß. Symptome einer Lungenembolie sind:
- Plötzliche Atemnot
- Stechende Brustschmerzen, die sich bei Einatmen verstärken
- Rascher Herzschlag (Tachykardie)
- Bluthusten
- Schwindel oder Ohnmacht
Bei diesen Symptomen ist sofort der Notruf (112) zu verständigen, da eine Lungenembolie lebensbedrohlich ist.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren
Thrombosen entstehen häufig durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die unter dem Begriff Virchow-Trias zusammengefasst werden:
- Verlangsamter Blutfluss: z. B. durch längeres Liegen, Sitzen (Langstreckenflüge, Bettlägerigkeit) oder Bewegungsmangel
- Veränderungen der Gefäßwand: z. B. durch Verletzungen oder Entzündungen
- Erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes: z. B. durch Thrombophilie, Hormonpräparate oder bestimmte Erkrankungen
Weitere Risikofaktoren umfassen Übergewicht, Rauchen, fortgeschrittenes Alter, Schwangerschaft, Operationen sowie Tumorerkrankungen.
Diagnose
Bei Verdacht auf eine Thrombose werden verschiedene diagnostische Methoden eingesetzt:
- Klinische Untersuchung: Beurteilung von Schwellung, Schmerz und Hautverfärbung
- D-Dimer-Test: Bluttest zur Messung von Abbauprodukten von Blutgerinnseln; ein erhöhter Wert kann auf eine Thrombose hinweisen
- Kompressionsultraschall (Duplexsonografie): bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Blutflusses und von Gerinnseln in den Venen
- Phlebografie: Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur genauen Darstellung der Venen (bei unklaren Befunden)
Behandlung
Die Behandlung einer Thrombose richtet sich nach Ausmaß und Lokalisation des Gerinnsels. Ziele sind die Verhinderung einer Ausbreitung, die Auflösung des Gerinnsels und die Vorbeugung von Komplikationen:
- Blutverdünner (Antikoagulanzien): Medikamente wie Heparin, Warfarin oder direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) hemmen die Blutgerinnung und verhindern das Wachstum des Thrombus
- Kompressionsstrümpfe: fördern den Blutfluss und reduzieren Schwellung und Schmerz
- Thrombolyse: medikamentöse Auflösung des Gerinnsels bei schweren Verläufen
- Thrombektomie: operative Entfernung des Gerinnsels in besonderen Fällen
- Frühe Mobilisation: Bewegung und Gehen werden nach Möglichkeit frühzeitig empfohlen
Wann sollte man sofort zum Arzt?
Bei folgenden Symptomen sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht oder der Notruf gewählt werden:
- Plötzliche, starke Beinschwellung mit Schmerzen
- Atemnot oder Brustschmerzen
- Verdacht auf Lungenembolie (s. oben)
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL) - S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der tiefen Venenthrombose und Lungenembolie (2023)
- European Society of Cardiology (ESC) - Guidelines on acute pulmonary embolism (2019)
- Kasper, D. et al. - Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage, McGraw-Hill Education (2022)
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