Kalkschulter: Ursachen, Symptome & Behandlung
Die Kalkschulter ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Schulter bilden. Sie verursacht starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
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Die Kalkschulter ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Schulter bilden. Sie verursacht starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Was ist eine Kalkschulter?
Die Kalkschulter (medizinisch: Tendinosis calcarea oder Tendinitis calcarea) ist eine Erkrankung der Schulter, bei der sich Kalziumkristalle in den Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette ablagern. Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Muskeln und deren Sehnen, die das Schultergelenk umgeben und stabilisieren. Am häufigsten betroffen ist die Supraspinatussehne. Die Erkrankung tritt vor allem bei Erwachsenen zwischen 30 und 60 Jahren auf und kann eine oder beide Schultern betreffen.
Ursachen
Die genaue Ursache der Kalkschulter ist noch nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren werden als mögliche Auslöser diskutiert:
- Minderdurchblutung der Sehnen: Eine unzureichende Blutversorgung kann zur Gewebsveränderung und anschließend zur Kalkeinlagerung führen.
- Sehnendegeneration: Altersbedingte Abnutzung der Sehnenfasern begünstigt Kalkablagerungen.
- Mechanische Überbelastung: Wiederholende Bewegungen oder anhaltende Fehlbelastungen der Schulter, etwa bei bestimmten Berufen oder Sportarten.
- Stoffwechselstörungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenstörungen gelten als Risikofaktoren.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung wurde beobachtet.
Symptome
Die Kalkschulter verläuft typischerweise in Phasen und kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen:
- Starke Schmerzen: Besonders bei Bewegungen des Arms, vor allem beim Heben oder Drehen. Die Schmerzen können auch in Ruhe oder nachts auftreten.
- Bewegungseinschränkung: Betroffene können den Arm oft nicht vollständig heben oder zur Seite strecken.
- Akuter Schmerzanfall: Wenn sich die Kalkdepots auflösen, kann es zu einem plötzlichen, sehr intensiven Schmerzereignis kommen.
- Druckschmerz: Der Bereich um die Schulter ist häufig auf Druck empfindlich.
- Muskelschwäche: Durch Schonhaltung kann es zu einer Schwächung der Schultermuskulatur kommen.
Diagnose
Die Diagnose der Kalkschulter erfolgt durch mehrere Untersuchungsschritte:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Befragung zu Beschwerden, Beruf und Sportaktivitäten sowie Überprüfung von Beweglichkeit und Schmerzpunkten.
- Röntgenaufnahme: Die zuverlässigste Methode zum Nachweis von Kalkablagerungen in den Sehnen.
- Ultraschall (Sonografie): Ermöglicht die genaue Lokalisation und Beurteilung der Kalkdepots sowie der umgebenden Weichteile.
- MRT (Magnetresonanztomografie): Wird eingesetzt, um Begleitverletzungen der Rotatorenmanschette oder andere Schultererkrankungen auszuschließen.
Behandlung
Konservative Behandlung
In den meisten Fällen heilt die Kalkschulter ohne Operation. Folgende Maßnahmen kommen zum Einsatz:
- Schmerztherapie: Entzündungshemmende Medikamente (NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac) lindern Schmerzen und Entzündung.
- Physiotherapie: Gezielte Übungen verbessern die Beweglichkeit und stärken die Schultermuskulatur.
- Stoßwellentherapie (ESWT): Hochenergetische Schallwellen können die Kalkdepots auflösen und sind eine bewährte, nicht-operative Methode.
- Kortison-Injektionen: Können bei starken Entzündungsschüben kurzfristig Schmerzen lindern.
- Kältetherapie und Wärmebehandlung: Je nach Krankheitsphase zur Schmerzlinderung.
Operative Behandlung
Wenn konservative Maßnahmen nach etwa sechs bis zwölf Monaten keine ausreichende Besserung bringen, kann eine Operation notwendig werden:
- Arthroskopie (Schultergelenkspiegelung): Bei diesem minimalinvasiven Eingriff werden die Kalkdepots unter Kamera-Sicht entfernt. Die Ergebnisse sind in der Regel gut.
- Nadelaspiration (Barbotage): Unter Ultraschallkontrolle wird die Kalkablagerung mit einer Nadel aufgelöst und abgesaugt.
Verlauf und Prognose
Die Kalkschulter kann sich in manchen Fällen spontan zurückbilden, da der Körper die Kalkdepots teilweise selbst abbaut. Bei konsequenter Behandlung ist die Prognose insgesamt gut. Die meisten Betroffenen erreichen mit konservativen Methoden eine vollständige oder weitgehende Beschwerdefreiheit. Nur ein kleiner Teil der Patienten benötigt eine Operation.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Leitlinie zur Tendinosis calcarea der Schulter, 2022.
- Gerdesmeyer L. et al. - Extracorporeal Shock Wave Therapy for the Treatment of Chronic Calcifying Tendonitis of the Rotator Cuff. JAMA. 2003;290(19):2573-2580.
- Uhlig BE, Troger A - Schultererkrankungen in der Praxis. Springer Medizin Verlag, 2020.
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