Hepatitis B: Ursachen, Symptome und Behandlung
Hepatitis B ist eine virale Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis-B-Virus (HBV). Sie kann akut oder chronisch verlaufen und zu schwerwiegenden Leberschäden führen.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Hepatitis B"
Hepatitis B ist eine virale Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis-B-Virus (HBV). Sie kann akut oder chronisch verlaufen und zu schwerwiegenden Leberschäden führen.
Was ist Hepatitis B?
Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Das Virus greift die Leberzellen an und kann eine akute oder chronische Entzündung der Leber auslösen. Chronische Verläufe können langfristig zu Leberzirrhose (Vernarbung der Leber) oder Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom) führen. Weltweit sind schätzungsweise 296 Millionen Menschen chronisch mit HBV infiziert.
Ursachen und Übertragung
Das Hepatitis-B-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Die häufigsten Übertragungswege sind:
- Sexueller Kontakt mit einer infizierten Person
- Gemeinsame Nutzung von Nadeln oder Spritzen (z. B. beim Drogenkonsum)
- Mutter-Kind-Übertragung während der Geburt (perinatale Übertragung)
- Kontakt mit infiziertem Blut, z. B. durch medizinische Eingriffe oder Tätowierungen unter unhygienischen Bedingungen
Das Virus ist nicht durch Husten, Niesen, Händeschütteln oder gemeinsames Essen übertragbar.
Symptome
Viele Menschen bemerken eine akute Hepatitis-B-Infektion zunächst nicht, da sie symptomlos verlaufen kann. Wenn Symptome auftreten, können diese Folgendes umfassen:
- Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein
- Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht / Ikterus)
- Dunkler Urin und heller Stuhl
- Oberbauchschmerzen (im Bereich der Leber)
- Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit
- Gelenkschmerzen und Fieber
Bei einem chronischen Verlauf können über Jahre hinweg kaum Symptome auftreten, bis es zu ernsthaften Leberschäden kommt.
Diagnose
Die Diagnose von Hepatitis B erfolgt in erster Linie durch Blutuntersuchungen. Dabei werden spezifische Marker im Blut bestimmt:
- HBsAg (Hepatitis-B-Oberflächenantigen): Zeigt eine aktive Infektion an.
- Anti-HBs (Antikörper gegen HBsAg): Nachweis einer Immunität (nach Infektion oder Impfung).
- HBeAg und Anti-HBe: Geben Auskunft über die Replikationsaktivität des Virus.
- HBV-DNA (Viruslast): Misst die Menge des Virus im Blut und ist wichtig für die Therapieentscheidung.
- Leberwerte (ALT, AST): Zeigen das Ausmaß der Leberschädigung an.
Ergänzend können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder eine Leberbiopsie zur Beurteilung des Leberschadens eingesetzt werden.
Behandlung
Akute Hepatitis B
Bei einer akuten Infektion ist in den meisten Fällen keine spezifische antivirale Therapie erforderlich. Die Behandlung ist symptomatisch und umfasst Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und den Verzicht auf Alkohol sowie leberschädigende Medikamente. Die meisten Erwachsenen erholen sich vollständig.
Chronische Hepatitis B
Eine chronische Hepatitis-B-Infektion erfordert in vielen Fällen eine antivirale Therapie, um die Virusvermehrung zu hemmen und Leberschäden zu verlangsamen. Zu den eingesetzten Medikamenten gehören:
- Nukleos(t)idanaloga wie Tenofovir und Entecavir: Diese Medikamente hemmen die Replikation des Virus und werden in der Regel langfristig eingenommen.
- Pegyliertes Interferon alfa-2a: Eine Alternative für ausgewählte Patienten, die auf eine zeitlich begrenzte Therapie ansprechen könnten.
Eine vollständige Heilung der chronischen Hepatitis B ist mit den aktuell verfügbaren Therapien nur in seltenen Fällen möglich, jedoch kann die Erkrankung gut kontrolliert werden.
Prävention und Impfung
Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung von Hepatitis B ist die Schutzimpfung. Die Hepatitis-B-Impfung ist sicher, hochwirksam und wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Säuglinge, Kinder und gefährdete Erwachsene empfohlen. Der Impfschutz hält in der Regel lebenslang an. Weitere Präventionsmaßnahmen umfassen:
- Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr
- Keine gemeinsame Nutzung von Nadeln oder persönlichen Hygieneartikeln
- Einhaltung hygienischer Standards bei medizinischen oder kosmetischen Eingriffen
Quellen
- World Health Organization (WHO): Hepatitis B Fact Sheet. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hepatitis-b (Stand: 2023)
- Robert Koch-Institut (RKI): Hepatitis B – RKI-Ratgeber. Verfügbar unter: https://www.rki.de (Stand: 2023)
- European Association for the Study of the Liver (EASL): EASL 2017 Clinical Practice Guidelines on the management of hepatitis B virus infection. Journal of Hepatology, 2017; 67(2): 370–398.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieHeerfordt-Syndrom
Immunglobulin G
Herzklappenfehler
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Hepatitis B + Hepatitis-B + HBV