Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist auf Erkrankungen der Haut, Haare, Nägel und Schleimhäute sowie sexuell übertragbare Infektionen spezialisiert.
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Ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist auf Erkrankungen der Haut, Haare, Nägel und Schleimhäute sowie sexuell übertragbare Infektionen spezialisiert.
Was ist ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten?
Ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, auch Dermatologe oder Dermatovenereologe genannt, ist ein Mediziner, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Haut, Haare, Nägel und Schleimhäute spezialisiert hat. Darüber hinaus umfasst das Fachgebiet die Erkennung und Therapie von sexuell übertragbaren Infektionen (STI), früher auch als Geschlechtskrankheiten bezeichnet.
Nach dem Studium der Humanmedizin und der Approbation als Arzt absolviert ein angehender Dermatologe in Deutschland eine mindestens fünfjährige Facharztausbildung (Weiterbildung) in einer anerkannten Einrichtung, die mit der Facharztprüfung vor der zuständigen Ärztekammer abgeschlossen wird.
Tätigkeitsschwerpunkte
Das Spektrum eines Facharztes für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist sehr breit und umfasst unter anderem:
- Entzündliche Hauterkrankungen: z. B. Neurodermitis (atopische Dermatitis), Schuppenflechte (Psoriasis), Kontaktallergien und Ekzeme
- Infektionskrankheiten der Haut: Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen (z. B. Impetigo), virale Erkrankungen (z. B. Herpes, Warzen)
- Sexuell übertragbare Infektionen (STI): Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien, Genitalherpes, HPV, HIV-Begleiterkrankungen
- Hauttumore und Hautkrebsvorsorge: Diagnose und Behandlung von malignem Melanom, Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und gutartigen Hauttumoren
- Haarerkrankungen: Alopezie (Haarausfall), Haarerkrankungen der Kopfhaut
- Nagelerkrankungen: z. B. eingewachsene Nägel, Nagelpilz
- Allergologische Abklärung: Epikutantests, Prick-Tests, Abklärung von Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten
- Ästhetische Dermatologie: Behandlung von Akne, Narben, Falten, Pigmentstörungen und Laserbehandlungen
Wann sollte man einen Dermatologen aufsuchen?
Ein Besuch beim Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist empfehlenswert bei:
- Hautveränderungen, die neu auftreten, sich verändern oder nicht abheilen
- Anhaltendem Juckreiz, Rötungen, Schuppung oder Bläschenbildung
- Verdacht auf sexuell übertragbare Infektionen
- Starkem oder flächigem Haarausfall
- Veränderungen an Muttermalen oder Pigmentflecken (Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung)
- Chronischen Hauterkrankungen, die einer spezialisierten Therapie bedürfen
Diagnostische Methoden
Zur Diagnosestellung stehen dem Dermatologen verschiedene Methoden zur Verfügung:
- Dermatoskopie: Lupenuntersuchung von Hautveränderungen mithilfe eines Dermatoskops
- Hautbiopsie: Entnahme einer kleinen Gewebsprobe zur histologischen Untersuchung
- Allergietests: Epikutantest (Pflastertest), Prick-Test oder Intrakutantest
- Abstrich und Laboruntersuchungen: bei Verdacht auf Infektionen oder STI
- Blutuntersuchungen: z. B. serologische Tests bei Syphilis oder HIV
Behandlungsmethoden
Je nach Diagnose kommen unterschiedliche Therapieformen zum Einsatz:
- Topische Therapie: Cremes, Salben, Lotionen oder Gele, die direkt auf die Haut aufgetragen werden
- Systemische Therapie: Tabletten, Injektionen oder Infusionen mit Antibiotika, Antimykotika, Immunsuppressiva oder Biologika
- Lichttherapie (Phototherapie): UV-Licht zur Behandlung von Schuppenflechte, Neurodermitis und weiteren Erkrankungen
- Operative Eingriffe: Entfernung von Hauttumoren, Zysten oder Warzen
- Laserbehandlungen: bei Pigmentveränderungen, Narben, Gefäßveränderungen oder zur Haarentfernung
Abgrenzung zur Kosmetologie und ästhetischen Medizin
Im Unterschied zu nicht-ärztlichen Kosmetikern oder ästhetischen Behandlern ist der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten medizinisch ausgebildet und berechtigt, Diagnosen zu stellen, Medikamente zu verschreiben und operative Eingriffe durchzuführen. Die ästhetische Dermatologie ist ein anerkannter Teilbereich des Fachgebiets und umfasst z. B. Botulinumtoxin-Injektionen, Filler oder Laserbehandlungen.
Quellen
- Bundesärztekammer: Musterweiterbildungsordnung 2018 -- Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. www.bundesaerztekammer.de
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Leitlinien und Fachinformationen. www.derma.de
- Moll I. (Hrsg.): Duale Reihe Dermatologie. 8. Auflage, Thieme Verlag, Stuttgart 2016.
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