Ferritinanalyse – Bluttest zur Eisenspeichermessung
Die Ferritinanalyse ist ein Bluttest zur Messung des Ferritinspiegels, der den Eisenspeicher des Körpers widerspiegelt. Sie dient der Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
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Die Ferritinanalyse ist ein Bluttest zur Messung des Ferritinspiegels, der den Eisenspeicher des Körpers widerspiegelt. Sie dient der Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
Was ist die Ferritinanalyse?
Die Ferritinanalyse ist ein labordiagnostisches Verfahren, bei dem die Konzentration von Ferritin im Blut gemessen wird. Ferritin ist ein Speicherprotein, das Eisen in Zellen – vor allem in der Leber, der Milz und dem Knochenmark – gebunden hält und bei Bedarf freisetzt. Der Ferritinwert im Blut gilt als zuverlässiger Marker für die Eisenspeicher des gesamten Körpers und ist ein zentraler Bestandteil der Diagnostik bei Verdacht auf Eisenstoffwechselstörungen.
Wie funktioniert der Test?
Für die Ferritinanalyse wird eine venöse Blutprobe entnommen. Im Labor wird die Ferritinkonzentration im Blutserum oder Blutplasma mittels immunologischer Methoden, typischerweise einem Immunoassay (z. B. ELISA oder Chemilumineszenz-Immunoassay), bestimmt. Der Test ist einfach durchführbar, schnell auswertbar und erfordert in der Regel keine besondere Vorbereitung durch den Patienten, obwohl ein nüchterner Zustand die Aussagekraft verbessern kann.
Referenzwerte
Die Normalwerte für Ferritin variieren je nach Alter, Geschlecht und Labor. Typische Referenzbereiche für Erwachsene sind:
- Frauen (prämenopausal): ca. 12–150 µg/l
- Frauen (postmenopausal): ca. 12–263 µg/l
- Männer: ca. 30–400 µg/l
- Kinder: altersabhängig, in der Regel 7–140 µg/l
Werte unterhalb des Referenzbereichs deuten auf erschöpfte Eisenspeicher hin, während erhöhte Werte auf eine Eisenüberladung oder entzündliche Prozesse hinweisen können.
Wann wird die Ferritinanalyse eingesetzt?
Die Ferritinanalyse wird in verschiedenen klinischen Situationen angeordnet:
- Verdacht auf Eisenmangel oder Eisenmangelanämie
- Abklärung von Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsminderung
- Überwachung einer Eisenersatztherapie
- Verdacht auf Hämochromatose (erbliche Eisenüberladungskrankheit)
- Beurteilung chronischer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nierenerkrankungen
- Screening bei Risikogruppen (z. B. Schwangere, Frauen mit starker Menstruation, Sportler)
- Verlaufskontrolle bei bekannten Eisenstoffwechselstörungen
Interpretation der Ergebnisse
Niedriger Ferritinwert
Ein erniedrigter Ferritinwert ist ein spezifischer Hinweis auf leere Eisenspeicher. Er kann bei folgenden Zuständen auftreten:
- Eisenmangel durch unzureichende Zufuhr (z. B. vegetarische oder vegane Ernährung)
- Erhöhter Eisenbedarf (Schwangerschaft, Wachstumsphase)
- Chronischer Blutverlust (z. B. starke Menstruation, gastrointestinale Blutungen)
- Malabsorption (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
Erhöhter Ferritinwert
Ein erhöhter Ferritinwert muss nicht zwingend auf eine Eisenüberladung hindeuten. Da Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein ist, steigt es bei entzündlichen Erkrankungen, Infektionen, Lebererkrankungen, Tumorerkrankungen oder nach Gewebeschäden an. Mögliche Ursachen erhöhter Ferritinwerte umfassen:
- Hämochromatose (primäre oder sekundäre Eisenüberladung)
- Chronische Lebererkrankungen (z. B. Alkoholische Lebererkrankung, NASH)
- Entzündliche oder Autoimmunerkrankungen (z. B. Rheumatoide Arthritis)
- Maligne Erkrankungen (z. B. Lymphome, Leukämien)
- Hämolytische Anämie
Klinische Bedeutung und Grenzen
Die Ferritinanalyse ist ein äußerst wertvolles diagnostisches Werkzeug, jedoch sollte das Ergebnis immer im Zusammenhang mit anderen Laborwerten interpretiert werden. Dazu gehören insbesondere Serumeisen, Transferrin, Transferrinsättigung, löslicher Transferrinrezeptor (sTfR) und das Blutbild. Allein ein normaler oder erhöhter Ferritinwert schließt einen funktionellen Eisenmangel nicht aus, da bei chronischer Entzündung die Ferritinkonzentration trotz unzureichender Eisenversorgung der Zellen erhöht sein kann.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Serum ferritin concentrations for the assessment of iron status and iron deficiency in populations. WHO/NMH/NHD/MNM/11.2. Genf, 2011.
- Ganz T. Systemic iron homeostasis. Physiological Reviews. 2013;93(4):1721–1741. PubMed PMID: 24137020.
- Dignass A. et al. S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Eisenmangelanämie. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), 2023.
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