Fettmalabsorption: Ursachen, Symptome & Behandlung
Fettmalabsorption bezeichnet die gestörte Aufnahme von Nahrungsfetten im Darm. Sie kann zu Gewichtsverlust, Fettstuhl und Nährstoffmängeln führen.
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Fettmalabsorption bezeichnet die gestörte Aufnahme von Nahrungsfetten im Darm. Sie kann zu Gewichtsverlust, Fettstuhl und Nährstoffmängeln führen.
Was ist Fettmalabsorption?
Fettmalabsorption beschreibt eine Störung, bei der der Dünndarm Nahrungsfette nicht ausreichend aufnehmen (resorbieren) kann. Normalerweise werden Fette im Dünndarm durch Gallensäuren emulgiert, durch Bauchspeicheldrüsenenzyme (Lipasen) gespalten und anschließend über die Darmschleimhaut ins Blut transportiert. Ist einer dieser Schritte gestört, kommt es zur Fettmalabsorption. Die unverdauten Fette gelangen dann in den Dickdarm und werden ausgeschieden, was zu den typischen Symptomen führt.
Ursachen
Fettmalabsorption kann viele verschiedene Ursachen haben, die sich in drei Hauptgruppen einteilen lassen:
Mangelhafte Fettverdauung
- Pankreasinsuffizienz: Bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (z. B. chronische Pankreatitis, Mukoviszidose) werden zu wenig Verdauungsenzyme produziert.
- Gallensäuremangel: Erkrankungen der Leber oder der Gallenwege (z. B. Leberzirrhose, Gallensteine) reduzieren die verfügbare Menge an Gallensäuren.
Gestörte Darmschleimhaut
- Zöliakie: Eine Autoimmunreaktion auf Gluten schädigt die Darmzotten und verringert die Resorptionsfläche.
- Morbus Crohn: Chronische Entzündungen können die Darmschleimhaut dauerhaft schädigen.
- Kurzdarmsyndrom: Nach operativer Entfernung von Dünndarmabschnitten steht weniger Resorptionsfläche zur Verfügung.
Gestörter Fetttransport
- Lymphatische Erkrankungen: Störungen im Lymphsystem (z. B. Lymphangiektasie) behindern den Abtransport von resorbierten Fetten.
- Abetalipoproteinämie: Ein seltener genetischer Defekt, der die Bildung von Lipoproteinen verhindert.
Symptome
Die Symptome der Fettmalabsorption können je nach Ursache und Schweregrad variieren. Typische Zeichen sind:
- Steatorrhoe (Fettstuhl): Heller, übelriechender, fettglänzender und schwimmender Stuhl ist das Leitsymptom.
- Durchfall: Häufige, weiche oder flüssige Stuhlgänge.
- Gewichtsverlust: Durch den Verlust von Kalorien und Nährstoffen.
- Blähungen und Bauchschmerzen: Durch die bakterielle Zersetzung unverdauter Fette im Dickdarm.
- Mangelzustände: Da fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) an Fette gebunden transportiert werden, kann es zu deren Mangel kommen, was sich in Sehstörungen, Knochenschwäche, Blutungsneigung oder neurologischen Symptomen äußern kann.
Diagnose
Zur Diagnose einer Fettmalabsorption stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung:
- Stuhluntersuchung (Stuhlfettbestimmung): Der Sudan-III-Test oder die quantitative 72-Stunden-Stuhlfettbestimmung weist erhöhte Fettmengen im Stuhl nach. Ein Wert über 7 g Fett pro Tag gilt als pathologisch.
- Blutuntersuchungen: Bestimmung von fettlöslichen Vitaminen, Albumin, Cholesterin und anderen Parametern zum Nachweis von Mangelzuständen.
- Atemtests: Der 13C-Triglycerid-Atemtest kann die Fettresorption indirekt messen.
- Bildgebung und Endoskopie: Ultraschall, MRT oder Dünndarmspiegelung zur Beurteilung von Pankreas, Gallenwegen und Darmschleimhaut.
- Biopsie: Eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm kann eine Zöliakie oder andere Schleimhauterkrankungen bestätigen.
Behandlung
Die Therapie der Fettmalabsorption richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Ursache:
Behandlung der Grunderkrankung
- Bei Pankreasinsuffizienz: Enzymersatztherapie mit Pankreatin-Präparaten zu jeder Mahlzeit.
- Bei Zöliakie: Strikte, lebenslange glutenfreie Ernährung.
- Bei Gallensäuremangel: Behandlung der Lebererkrankung oder ggf. Gallensäuresubstitution.
- Bei Morbus Crohn: Entzündungshemmende Medikamente (z. B. Kortikosteroide, Biologika).
Ernährungstherapie
- Reduktion der Fettzufuhr und ggf. Einsatz von MCT-Fetten (mittelkettige Triglyceride), die ohne Gallensäuren und Lipasen resorbiert werden können.
- Substitution der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.
- Ausreichende Kalorienzufuhr, ggf. durch hochkalorische Trinknahrung oder enterale Ernährung.
Quellen
- Kasper, H. & Burghardt, W. (2014): Ernährungsmedizin und Diätetik. 12. Auflage. Urban & Fischer, München.
- Leifeld, L. et al. (2021): S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom und Malassimilation. Zeitschrift für Gastroenterologie, AWMF-Registernummer 021-016.
- World Gastroenterology Organisation (WGO) Global Guidelines: Celiac Disease (2016). Verfügbar unter: https://www.worldgastroenterology.org
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