Fettspeicherung: Ursachen, Hormone & Tipps
Fettspeicherung bezeichnet den Prozess, bei dem der Körper überschüssige Energie in Form von Fett in Fettzellen einlagert. Sie ist ein natürlicher Vorgang, der bei Überernährung zu Übergewicht führen kann.
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Fettspeicherung bezeichnet den Prozess, bei dem der Körper überschüssige Energie in Form von Fett in Fettzellen einlagert. Sie ist ein natürlicher Vorgang, der bei Überernährung zu Übergewicht führen kann.
Was ist Fettspeicherung?
Fettspeicherung ist ein grundlegender biologischer Prozess, bei dem der menschliche Körper überschüssige Energie in Form von Triglyzeriden in speziellen Fettzellen, den sogenannten Adipozyten, speichert. Dieses Fettgewebe dient als Energiereserve, schützt innere Organe und erfüllt wichtige hormonelle sowie isolierende Funktionen. Der Körper greift auf diese Reserven zurück, wenn die Nahrungszufuhr nicht ausreicht, um den aktuellen Energiebedarf zu decken.
Wie funktioniert die Fettspeicherung?
Wenn wir mehr Kalorien aufnehmen, als der Körper verbraucht, wandelt die Leber überschüssige Kohlenhydrate und Proteine in Fettsäuren um. Diese werden zusammen mit Glycerin zu Triglyzeriden zusammengefügt und über das Blut zu den Fettzellen transportiert. Dort werden sie eingelagert. Das Hormon Insulin spielt dabei eine zentrale Rolle: Es fördert aktiv die Aufnahme von Glukose und Fettsäuren in die Zellen und hemmt gleichzeitig den Fettabbau (Lipolyse).
Rolle des Insulins
Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, sobald der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit ansteigt. Es aktiviert das Enzym Lipoproteinlipase, das Fettsäuren aus dem Blut in die Fettzellen einschleust. Gleichzeitig hemmt Insulin die Hormonsensitive Lipase, die normalerweise gespeichertes Fett abbaut. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel, etwa durch häufige kohlenhydratreiche Mahlzeiten, begünstigt daher die langfristige Fettspeicherung.
Rolle weiterer Hormone
Neben Insulin beeinflussen weitere Hormone die Fettspeicherung:
- Cortisol: Das Stresshormon fördert die Einlagerung von Bauchfett (viszerales Fett) bei chronischem Stress.
- Leptin: Dieses von Fettzellen produzierte Hormon signalisiert dem Gehirn Sättigung und reguliert den Energiehaushalt.
- Östrogen und Testosteron: Geschlechtshormone beeinflussen die Verteilung des Körperfetts (z. B. Hüft- vs. Bauchfett).
- Schilddrüsenhormone: Sie steuern den Grundumsatz und beeinflussen damit, wie schnell der Körper Energie verbrennt oder speichert.
Arten von Fettgewebe
Der menschliche Körper unterscheidet zwei Haupttypen von Fettgewebe:
- Weißes Fettgewebe: Dient hauptsächlich der Energiespeicherung und ist der größte Anteil des Körperfetts. Es wird unterteilt in subkutanes Fett (unter der Haut) und viszerales Fett (um die Organe).
- Braunes Fettgewebe: Ist besonders bei Neugeborenen vorhanden und dient der Wärmeproduktion durch Verbrennung von Fettsäuren. Auch Erwachsene besitzen geringe Mengen davon.
Wann wird Fettspeicherung zum Problem?
Eine gewisse Fettspeicherung ist lebensnotwendig und gesund. Problematisch wird sie, wenn über einen längeren Zeitraum mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird. Dies führt zu Übergewicht und Adipositas, die das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöhen:
- Typ-2-Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Bluthochdruck
- Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD)
- Schlafapnoe
Besonders das viszerale Fett (Bauchfett), das sich um die inneren Organe ansammelt, gilt als metabolisch besonders aktiv und risikobehaftet, da es entzündungsfördernde Botenstoffe ausschüttet.
Einflussfaktoren auf die Fettspeicherung
Die Neigung zur Fettspeicherung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Ernährung: Hochkalorische, zuckerreiche oder fettreiche Ernährung fördert die Fettspeicherung.
- Bewegungsmangel: Wenig körperliche Aktivität senkt den Energieverbrauch.
- Genetik: Genetische Veranlagung beeinflusst Stoffwechsel und Fettverteilung.
- Schlaf: Schlafmangel erhöht den Spiegel des Hungerhormons Ghrelin und fördert die Fettspeicherung.
- Stress: Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel und begünstigt Bauchfett.
- Alter: Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, was die Fettspeicherung begünstigt.
Fettspeicherung reduzieren
Um die Fettspeicherung zu reduzieren oder einer übermäßigen Einlagerung entgegenzuwirken, empfehlen Ernährungsexperten und Mediziner:
- Eine kalorienreduzierte, nährstoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Ballaststoffen und hochwertigen Proteinen
- Regelmäßige körperliche Aktivität (Ausdauer- und Krafttraining)
- Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden pro Nacht)
- Stressmanagement durch Entspannungstechniken
- Reduktion von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln
Quellen
- World Health Organization (WHO): Obesity and Overweight. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight (2024)
- Frayn K.N.: Metabolic Regulation -- A Human Perspective. 3. Auflage, Wiley-Blackwell, 2010.
- Hauner H. et al.: Prävention und Therapie der Adipositas. S3-Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG), 2014.
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