Fibrose – Ursachen, Symptome und Behandlung
Fibrose bezeichnet die krankhafte Vermehrung von Bindegewebe in Organen, die zu Vernarbung und Funktionsverlust führt. Sie kann viele Organe betreffen.
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Fibrose bezeichnet die krankhafte Vermehrung von Bindegewebe in Organen, die zu Vernarbung und Funktionsverlust führt. Sie kann viele Organe betreffen.
Was ist Fibrose?
Fibrose bezeichnet die übermäßige Ablagerung von Bindegewebsfasern – insbesondere Kollagen – in einem Organ oder Gewebe. Dieser Prozess entsteht als Reaktion auf Verletzungen, chronische Entzündungen oder anhaltende Schädigungen und führt zur Vernarbung des betroffenen Gewebes. Im Gegensatz zur normalen Wundheilung ist die Fibrose ein unkontrollierter Prozess, der die ursprüngliche Gewebestruktur dauerhaft verändert und die Organfunktion beeinträchtigen kann.
Ursachen
Fibrose kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Chronische Entzündungen (z. B. bei Autoimmunerkrankungen)
- Wiederholte Gewebeschäden (z. B. durch Alkohol, Toxine oder Medikamente)
- Infektionen (z. B. Hepatitis B oder C bei der Leberfibrose)
- Sauerstoffmangel im Gewebe
- Mechanische Belastung oder Druck auf Gewebe
- Genetische Faktoren (z. B. bei der zystischen Fibrose)
Aktivierte Fibroblasten und Myofibroblasten spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie produzieren übermäßig viel Kollagen und andere Matrixproteine, die sich im Gewebe einlagern.
Häufige Formen der Fibrose
Leberfibrose und Leberzirrhose
Die Leberfibrose entsteht häufig durch chronischen Alkoholmissbrauch, Virushepatitis oder nichtalkoholische Fettlebererkrankung. Im fortgeschrittenen Stadium spricht man von Leberzirrhose, bei der das Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt wird.
Lungenfibrose
Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine schwere Erkrankung der Lunge, bei der das Lungengewebe vernarbt und die Atmung zunehmend erschwert wird. Die Ursache ist oft unbekannt, kann aber auch durch Inhalation von Schadstoffen oder Autoimmunprozesse ausgelöst werden.
Nierenfibrose
Chronische Nierenerkrankungen können zur Nierenfibrose führen, bei der das Nierengewebe zunehmend vernarbt und die Filterfunktion der Nieren abnimmt.
Herzfibrose
Nach einem Herzinfarkt oder bei chronischer Herzinsuffizienz kann es zur Herzfibrose kommen. Das Narbengewebe beeinträchtigt die Pumpfunktion des Herzens und kann zu Herzrhythmusstörungen führen.
Zystische Fibrose
Die zystische Fibrose (auch Mukoviszidose) ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die vor allem die Lunge und das Verdauungssystem betrifft. Sie wird durch Mutationen im CFTR-Gen verursacht und führt zur Bildung von zähem Schleim in verschiedenen Organen.
Symptome
Die Symptome der Fibrose hängen stark vom betroffenen Organ ab. Allgemeine Zeichen können sein:
- Eingeschränkte Organfunktion (z. B. Atemnot bei Lungenfibrose)
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Schmerzen im betroffenen Bereich
- Verhärtung oder Verdickung des Gewebes (z. B. bei Hautfibrose)
- Gelbsucht und Bauchschwellung (bei Leberfibrose)
Diagnose
Zur Diagnose einer Fibrose kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:
- Bildgebende Verfahren: Ultraschall, MRT oder CT zur Beurteilung der Gewebeveränderungen
- Blutuntersuchungen: Bestimmung von Entzündungsmarkern und organspezifischen Werten (z. B. Leberwerte)
- Gewebebiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung – gilt als Goldstandard
- Elastographie: Nicht-invasives Verfahren zur Messung der Gewebesteifigkeit, besonders bei Leberfibrose eingesetzt
Behandlung
Eine vollständige Heilung der Fibrose ist in den meisten Fällen bisher nicht möglich. Die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten zu verlangsamen, die Ursachen zu behandeln und die Symptome zu lindern:
- Ursachenbehandlung: z. B. antivirale Therapie bei Hepatitis, Alkoholverzicht bei alkoholbedingter Leberfibrose
- Antifibrotische Medikamente: Wirkstoffe wie Pirfenidon und Nintedanib werden bei idiopathischer Lungenfibrose eingesetzt
- Entzündungshemmende Therapie: Kortikosteroide oder Immunsuppressiva bei entzündungsbedingter Fibrose
- Symptomatische Behandlung: Sauerstofftherapie bei Lungenfibrose, diuretische Therapie bei Herzfibrose
- Organtransplantation: In schweren Fällen (z. B. Leber- oder Lungentransplantation) als letzte Option
Quellen
- Weiskirchen R, Weiskirchen S, Tacke F. Organ and tissue fibrosis: Molecular signals, cellular mechanisms and translational implications. Molecular Aspects of Medicine, 2019.
- Richeldi L, Collard HR, Jones MG. Idiopathic pulmonary fibrosis. The Lancet, 2017;389(10082):1941–1952.
- World Health Organization (WHO). Chronic diseases and health promotion. Verfügbar unter: https://www.who.int (abgerufen 2024).
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