Fiebermessung – Methoden, Normalwerte & Tipps
Die Fiebermessung erfasst die Körpertemperatur zur Erkennung von Fieber. Sie ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel in der medizinischen Grundversorgung.
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Die Fiebermessung erfasst die Körpertemperatur zur Erkennung von Fieber. Sie ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel in der medizinischen Grundversorgung.
Was ist die Fiebermessung?
Die Fiebermessung ist ein einfaches diagnostisches Verfahren zur Bestimmung der Körpertemperatur. Sie dient dazu, erhöhte Körpertemperaturen – sogenanntes Fieber – frühzeitig zu erkennen. Fieber gilt als Körpertemperatur von 38,0 °C oder höher und ist häufig ein Zeichen dafür, dass der Organismus auf eine Infektion oder Entzündung reagiert. Die Messung kann zu Hause oder in medizinischen Einrichtungen durchgeführt werden.
Methoden der Fiebermessung
Je nach Messstelle und verwendetem Thermometer gibt es verschiedene Methoden der Fiebermessung. Die Wahl der Methode beeinflusst die Genauigkeit des Messergebnisses.
Rektale Messung
Die rektale Messung (im After) gilt als die genaueste Methode und wird besonders bei Säuglingen und Kleinkindern empfohlen. Der Normalwert liegt hier bei 36,5 °C bis 37,5 °C.
Axilläre Messung
Bei der axillären Messung wird das Thermometer in die Achselhöhle gelegt. Diese Methode ist weniger präzise; der gemessene Wert liegt in der Regel etwa 0,5 °C unter dem rektalen Wert.
Orale Messung
Die orale Messung erfolgt unter der Zunge. Sie eignet sich für Erwachsene und ältere Kinder und liefert zuverlässige Ergebnisse, wenn der Mund vor der Messung mindestens 15 Minuten lang weder sehr heiße noch sehr kalte Speisen oder Getränke aufgenommen hat.
Ohrmessung (tympanal)
Infrarot-Ohrthermometer messen die Wärmestrahlung des Trommelfells. Diese Methode ist schnell und einfach anwendbar, kann jedoch bei falscher Positionierung ungenaue Ergebnisse liefern.
Stirnmessung (temporal)
Stirnthermometer messen berührungslos oder mit leichtem Kontakt die Temperatur der Schläfenarterie. Sie sind besonders praktisch, jedoch etwas weniger präzise als rektale oder orale Methoden.
Normale Körpertemperatur und Fieberdefinition
Die normale Körpertemperatur liegt bei den meisten Erwachsenen zwischen 36,0 °C und 37,4 °C, kann jedoch je nach Tageszeit, körperlicher Aktivität und Messmethode variieren. Medizinisch wird unterschieden zwischen:
- Erhöhter Temperatur (subfebrile Temperatur): 37,5 °C – 37,9 °C
- Fieber: ab 38,0 °C
- Hohes Fieber: ab 39,0 °C
- Sehr hohes Fieber (Hyperpyrexie): ab 41,0 °C – medizinischer Notfall
Wann sollte Fieber gemessen werden?
Eine Fiebermessung ist sinnvoll, wenn folgende Symptome auftreten:
- Allgemeines Krankheitsgefühl oder Abgeschlagenheit
- Schüttelfrost oder Schwitzen
- Heiße, gerötete Haut
- Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen
- Verdacht auf eine Infektion
Besonderheiten bei Kindern
Bei Säuglingen unter drei Monaten sollte jede Temperatur ab 38,0 °C sofort ärztlich abgeklärt werden, da das Immunsystem in diesem Alter noch nicht vollständig ausgereift ist. Bei Kleinkindern kann Fieber gelegentlich Fieberkrämpfe auslösen, die zwar meist harmlos sind, aber umgehend medizinisch beurteilt werden sollten.
Diagnostische Bedeutung
Die Fiebermessung ist ein wichtiger erster Schritt in der klinischen Beurteilung von Patienten. In Kombination mit anderen Symptomen und Untersuchungsbefunden hilft sie Ärzten, mögliche Ursachen wie Infektionskrankheiten (z. B. Grippe, COVID-19, Harnwegsinfektionen), entzündliche Erkrankungen oder andere Erkrankungen einzugrenzen und die geeignete Therapie einzuleiten.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Fieber und Infektionskrankheiten – Informationen für die Bevölkerung. www.rki.de
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 268. Auflage, De Gruyter Verlag, Berlin 2020.
- World Health Organization (WHO): Integrated Management of Childhood Illness (IMCI) – Guidelines on fever management. Geneva, 2014.
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