FSME-Impfung: Schutz vor Zecken-Erkrankung
Die FSME-Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer durch Zecken übertragenen Viruserkrankung. Sie ist in Risikogebieten besonders empfohlen.
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Die FSME-Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer durch Zecken übertragenen Viruserkrankung. Sie ist in Risikogebieten besonders empfohlen.
Was ist die FSME-Impfung?
Die FSME-Impfung ist eine Schutzimpfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das zentrale Nervensystem befallen kann. Der Erreger ist das FSME-Virus, ein Flavivirus, das hauptsächlich durch den Stich der Gemeinen Holzzecke (Ixodes ricinus) übertragen wird. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die FSME-Impfung als wichtige Präventionsmaßnahme, insbesondere in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten.
Wie wirkt die FSME-Impfung?
Die FSME-Impfung ist ein Totimpfstoff, der inaktivierte FSME-Viruspartikel enthält. Nach der Injektion erkennt das Immunsystem des Körpers diese harmlosen Virusbestandteile und bildet spezifische Antikörper. Im Falle einer tatsächlichen Infektion durch einen Zeckenstich kann das Immunsystem das Virus dann schnell und effektiv bekämpfen, bevor es zu einer schweren Erkrankung kommt.
Impfschema und Dosierung
Für einen vollständigen Grundschutz sind drei Impfdosen erforderlich:
- 1. Dosis: Zu einem beliebigen Zeitpunkt (Beginn der Impfserie)
- 2. Dosis: 1 bis 3 Monate nach der ersten Dosis
- 3. Dosis: 5 bis 12 Monate nach der zweiten Dosis
Es gibt auch ein Schnellschema für Personen, die kurzfristig Schutz benötigen. Dabei wird die zweite Dosis bereits nach 14 Tagen verabreicht. Der Impfschutz hält nach der Grundimmunisierung in der Regel 3 Jahre an, danach sind regelmäßige Auffrischimpfungen alle 3 bis 5 Jahre empfohlen, je nach Alter und Impfstoffhersteller.
Verfügbare Impfstoffe
In Deutschland und Österreich sind hauptsächlich zwei zugelassene Impfstoffe verfügbar:
- FSME-IMMUN (Pfizer/Baxter): Für Erwachsene und eine Kinderformulierung ab 1 Jahr
- Encepur (Bavarian Nordic): Für Erwachsene und eine Kinderformulierung ab 1 Jahr
Beide Impfstoffe sind hochwirksam und gut verträglich. Sie bieten nach vollständiger Grundimmunisierung einen Schutz von über 95 %.
Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für:
- Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder diese bereisen
- Personen, die sich beruflich oder in der Freizeit häufig im Freien aufhalten (z. B. Wanderer, Förster, Landwirte)
- Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr in Risikogebieten
- Reisende in betroffene Regionen Europas und Asiens
Nebenwirkungen
Die FSME-Impfung wird in der Regel gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind:
- Lokale Reaktionen: Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle
- Allgemeine Symptome: Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Gliederschmerzen
- Seltene Reaktionen: Allergische Reaktionen (sehr selten)
Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab und sind ein Zeichen der normalen Immunreaktion des Körpers.
Wann ist die Impfung nicht geeignet?
Es gibt einige Kontraindikationen, bei denen die FSME-Impfung nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache verabreicht werden sollte:
- Bekannte schwere Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Hühnereiweiß)
- Akute fieberhafte Erkrankungen (Impfung sollte verschoben werden)
- Schwere angeborene oder erworbene Immundefekte (nach ärztlicher Beurteilung)
FSME-Impfung und Reisen
Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz sind FSME-Risikogebiete in weiten Teilen Osteuropas, im Baltikum, in Russland, der Mongolei und in Teilen Asiens verbreitet. Reisende in diese Regionen sollten frühzeitig vor der Reise mit dem Impfschutz beginnen, da der vollständige Grundschutz mehrere Monate in Anspruch nimmt.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur FSME-Impfung. www.rki.de (2024)
- World Health Organization (WHO): Vaccines and vaccination against tick-borne encephalitis. Weekly Epidemiological Record, 2011.
- Dobler G., Erber W., Bröker M., Schmitt H.J. (Hrsg.): The TBE Book. 4. Auflage. Global Health Press, Singapore, 2022.
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