Fovea – Zentrum des schärfsten Sehens
Die Fovea ist eine kleine Vertiefung in der Netzhaut des Auges und das Zentrum des schärfsten Sehens. Sie enthält die höchste Dichte an Zapfen und ist entscheidend für das Farbsehen.
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Die Fovea ist eine kleine Vertiefung in der Netzhaut des Auges und das Zentrum des schärfsten Sehens. Sie enthält die höchste Dichte an Zapfen und ist entscheidend für das Farbsehen.
Was ist die Fovea?
Die Fovea (lateinisch: Grube) ist eine kleine, grubenartige Vertiefung in der Mitte der Makula lutea (gelber Fleck), dem zentralen Bereich der Netzhaut (Retina) im Auge. Ihr vollständiger anatomischer Name lautet Fovea centralis. Sie ist der Bereich des Auges, in dem das Sehen am schärfsten ist – hier werden Details, Farben und feine Strukturen am präzisesten wahrgenommen.
Anatomie und Aufbau
Die Fovea hat einen Durchmesser von etwa 1,5 Millimetern. In ihrem innersten Kern, der sogenannten Foveola, befinden sich ausschließlich Zapfen – die Sinneszellen, die für das Farbsehen und das scharfe Sehen bei Tageslicht verantwortlich sind. In der Fovea sind keine Stäbchen vorhanden, die hingegen für das Dämmerungs- und Nachtsehen zuständig sind.
- Zapfendichte: In der Fovea beträgt die Dichte der Zapfen bis zu 200.000 pro Quadratmillimeter – die höchste Konzentration im gesamten Auge.
- Keine Blutgefäße: Die Fovea ist gefäßfrei (avaskulär), um die optische Qualität nicht zu beeinträchtigen. Die Ernährung erfolgt durch die darunter liegende Aderhaut (Choroidea).
- Foveola: Der zentrale Bereich der Fovea mit einem Durchmesser von etwa 0,35 mm, in dem die Sehschärfe am höchsten ist.
Funktion der Fovea
Wenn wir etwas direkt anschauen, lenken wir das Licht automatisch auf die Fovea. Dieser Vorgang wird als Fixation bezeichnet. Die Fovea ist verantwortlich für:
- Das zentrale Sehen – z. B. beim Lesen, Schreiben oder Erkennen von Gesichtern
- Das Farbsehen – durch die hohe Zapfendichte
- Die Sehschärfe (Visus) – die Fovea liefert den größten Teil des klaren, detailreichen Seheindrucks
Klinische Bedeutung – Erkrankungen der Fovea
Erkrankungen, die die Fovea betreffen, können zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen führen, da das zentrale Sehen verloren geht. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören:
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Sie betrifft die Makula und damit auch die Fovea. Es wird zwischen einer trockenen und einer feuchten Form unterschieden, wobei die feuchte Form schneller fortschreitet.
Foveamakulopathie
Verschiedene erworbene oder angeborene Veränderungen der Fovea können die Sehschärfe dauerhaft beeinflussen. Dazu zählen z. B. Makulaforamina (Löcher in der Makula) oder epiretinale Membranen.
Diabetische Makulopathie
Bei Diabetes mellitus können Flüssigkeitsansammlungen (Makulaödem) oder Gefäßveränderungen die Fovea schädigen und zu einer deutlichen Verschlechterung des zentralen Sehens führen.
Zentraler Venenverschluss
Ein Verschluss der zentralen Netzhautvene kann zu einem Ödem der Makula und der Fovea führen und das Sehvermögen stark beeinträchtigen.
Diagnose von Fovea-Erkrankungen
Zur Beurteilung der Fovea stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:
- Optische Kohärenztomographie (OCT): Das wichtigste bildgebende Verfahren zur Darstellung der Netzhautschichten einschließlich der Fovea in hoher Auflösung.
- Fundusuntersuchung (Ophthalmoskopie): Direkte Betrachtung des Augenhintergrunds durch den Augenarzt.
- Fluoreszenzangiographie: Darstellung der Blutgefäße der Netzhaut zur Erkennung von Gefäßveränderungen.
- Amsler-Gitter-Test: Ein einfacher Sehtest zur Selbstkontrolle auf Verzerrungen im zentralen Sehfeld.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung der Fovea:
- Anti-VEGF-Injektionen: Bei feuchter AMD oder diabetischem Makulaödem werden Medikamente direkt in den Glaskörper des Auges injiziert, um das Wachstum krankhafter Blutgefäße zu hemmen.
- Laserbehandlung: In bestimmten Fällen wird ein Laser eingesetzt, um krankhaft veränderte Netzhautbereiche zu behandeln.
- Chirurgische Eingriffe: Bei Makulaforamina kann eine operative Behandlung (Vitrektomie) die Fovea wieder verschließen.
- Behandlung der Grunderkrankung: Insbesondere bei diabetischen Veränderungen ist eine gute Blutzuckereinstellung essenziell.
Quellen
- Kolb H., Fernandez E., Nelson R. (Hrsg.) – Webvision: The Organization of the Retina and Visual System. University of Utah Health Sciences Center, 2011.
- Lang G.E. – Diabetische Retinopathie. Deutsches Ärzteblatt, 2004.
- Bressler N.M. – Age-Related Macular Degeneration is the Leading Cause of Blindness. JAMA, 2004.
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