Fußrückenreflex – Bedeutung & neurologische Untersuchung
Der Fußrückenreflex ist ein neurologischer Eigenreflex, der durch Beklopfen des Fußrückens ausgelöst wird und Aufschluss über die Funktion des Nervensystems gibt.
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Der Fußrückenreflex ist ein neurologischer Eigenreflex, der durch Beklopfen des Fußrückens ausgelöst wird und Aufschluss über die Funktion des Nervensystems gibt.
Was ist der Fußrückenreflex?
Der Fußrückenreflex (auch als Fußrücken-Reflex bezeichnet) ist ein neurologischer Eigenreflex, der durch mechanische Reizung – in der Regel durch Beklopfen mit einem Reflexhammer – auf der Oberseite des Fußes (Dorsum pedis) ausgelöst wird. Die typische Reflexantwort ist eine leichte Dorsalflexion (Aufwärtsbewegung) der Zehen. Dieser Reflex gehört zur Gruppe der Muskeleigenreflexe und dient in der neurologischen Untersuchung als Hinweis auf die Integrität bestimmter Nerven- und Rückenmarksabschnitte.
Anatomische Grundlagen
Der Fußrückenreflex wird über den Nervus peroneus profundus (tiefer Wadenbeinnnerv) vermittelt. Das zugehörige Rückenmarkssegment liegt im Bereich L4 bis S1. Der Reflexbogen verläuft von den Mechanorezeptoren im Fußrücken über afferente Nervenfasern zum Rückenmark und zurück über efferente Fasern zu den Fußextensoren.
Klinische Bedeutung und Untersuchung
In der neurologischen Diagnostik wird der Fußrückenreflex routinemäßig geprüft, um Hinweise auf Schädigungen des peripheren oder zentralen Nervensystems zu erhalten.
- Normalbefund: Eine regelrechte, seitengleiche Reflexantwort weist auf eine intakte Reflexbahn hin.
- Abgeschwächter oder fehlender Reflex (Hyporeflexie/Areflexie): Kann auf eine periphere Nervenschädigung, eine Radikulopathie (z. B. Bandscheibenvorfall L4/L5 oder L5/S1) oder eine Polyneuropathie hinweisen.
- Übermäßig lebhafter Reflex (Hyperreflexie): Kann ein Zeichen für eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) sein, z. B. bei einem Schlaganfall oder einer Erkrankung des Rückenmarks.
Abgrenzung zu verwandten Reflexen
Der Fußrückenreflex ist vom Babinski-Reflex zu unterscheiden, bei dem der laterale Fußrand gestrichen wird und die Zehen-Reaktion als pathologisches Zeichen bei ZNS-Läsionen gewertet wird. Ebenfalls verwandt ist der Achillessehnenreflex (ASR), der über das Segment S1/S2 vermittelt wird und häufig in Kombination mit dem Fußrückenreflex untersucht wird.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Veränderte Reflexe sollten stets durch einen Neurologen oder Allgemeinmediziner abgeklärt werden. Begleitsymptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln, Muskelschwäche oder Gangstörungen machen eine zeitnahe Untersuchung besonders wichtig. Reflexveränderungen allein sind kein abschließender Befund, sondern immer im klinischen Gesamtbild zu bewerten.
Quellen
- Mumenthaler M., Mattle H. - Neurologie. 13. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2013.
- Duus' Topical Diagnosis in Neurology. Duus P. et al. Thieme Verlag, 5. Auflage, 2012.
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) - Leitlinien zur neurologischen Untersuchung. www.dgn.org
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