Fastenimitationsdiät – Definition und Wirkung
Die Fastenimitationsdiät ist eine kalorienreduzierte Ernährungsform, die die positiven Effekte des Fastens erzeugt, ohne vollständig auf Nahrung zu verzichten.
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Die Fastenimitationsdiät ist eine kalorienreduzierte Ernährungsform, die die positiven Effekte des Fastens erzeugt, ohne vollständig auf Nahrung zu verzichten.
Was ist die Fastenimitationsdiät?
Die Fastenimitationsdiät (englisch: Fasting Mimicking Diet, kurz FMD) ist ein wissenschaftlich entwickeltes Ernährungskonzept, das die biologischen Prozesse des Fastens nachahmt, ohne dass vollständig auf Nahrung verzichtet werden muss. Das Konzept wurde maßgeblich vom Altersforscher Prof. Valter Longo an der University of Southern California entwickelt. Bei dieser Diätform wird die Kalorienzufuhr über einen Zeitraum von typischerweise fünf Tagen stark reduziert, während bestimmte Makronährstoffverhältnisse eingehalten werden.
Wie funktioniert die Fastenimitationsdiät?
Das Grundprinzip beruht auf einer sehr niedrigen Kalorienzufuhr – üblicherweise zwischen 700 und 1100 Kilokalorien pro Tag – kombiniert mit einem hohen Anteil an gesunden Fetten, moderatem Proteingehalt und niedrigem Kohlenhydratanteil. Diese spezifische Nährstoffzusammensetzung signalisiert dem Körper einen Fastenzustand, ohne dass er tatsächlich vollständig auf Energie verzichten muss.
Zelluläre Prozesse
Durch die stark reduzierte Kalorienzufuhr werden wichtige zelluläre Erneuerungsprozesse aktiviert:
- Autophagie: Ein zellulärer Reinigungsprozess, bei dem beschädigte Zellbestandteile abgebaut und recycelt werden.
- Stammzellaktivierung: Es wird angenommen, dass die Fastenimitationsdiät die Aktivierung von Stammzellen fördert, was zur Gewebeerneuerung beitragen kann.
- Reduktion von Wachstumsfaktoren: Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) und andere Wachstumssignale werden gesenkt, was mit einem reduzierten Krankheitsrisiko in Zusammenhang gebracht wird.
Typischer Ablauf
Die Fastenimitationsdiät wird in der Regel zyklisch angewendet. Ein typischer Zyklus sieht folgendermaßen aus:
- Tag 1: ca. 1100 kcal (10 % Protein, 56 % Fett, 34 % Kohlenhydrate)
- Tage 2–5: ca. 700–800 kcal pro Tag mit ähnlichem Makronährstoffprofil
- Nach den fünf Fastentagen: Rückkehr zur normalen Ernährung
Der Zyklus wird je nach individuellem Gesundheitsziel ein- bis mehrmals pro Monat wiederholt. Kommerzielle Programme empfehlen häufig einen Zyklus pro Monat über drei bis sechs Monate.
Mögliche gesundheitliche Vorteile
Wissenschaftliche Studien deuten auf verschiedene potenzielle gesundheitliche Vorteile hin:
- Reduktion von Körpergewicht und Bauchfett
- Verbesserung von Blutzucker- und Insulinwerten
- Senkung von Blutdruck und Cholesterin
- Entzündungshemmende Effekte
- Mögliche unterstützende Wirkung bei der Krebsprävention (in präklinischen Studien)
- Förderung der zellulären Erneuerung durch Autophagie
Für wen ist die Fastenimitationsdiät geeignet?
Die Fastenimitationsdiät kann für gesunde Erwachsene geeignet sein, die von den Vorteilen des Fastens profitieren möchten, aber nicht in der Lage sind, vollständiges Fasten durchzuführen. Sie wird auch als mögliche unterstützende Maßnahme bei chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen diskutiert.
Wer sollte die Fastenimitationsdiät nicht anwenden?
Bestimmte Personengruppen sollten die Fastenimitationsdiät nur nach ärztlicher Rücksprache oder gar nicht durchführen:
- Schwangere und stillende Frauen
- Kinder und Jugendliche
- Personen mit Untergewicht oder Essstörungen
- Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen
- Personen, die Medikamente einnehmen, die eine regelmäßige Nahrungsaufnahme erfordern
Wissenschaftliche Evidenz
Die Forschung zur Fastenimitationsdiät ist vielversprechend, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Viele Studien wurden zunächst an Tiermodellen durchgeführt. Humanklinische Studien zeigen positive Effekte auf Stoffwechselmarker, Gewicht und Entzündungsparameter. Langzeitstudien am Menschen stehen noch weitgehend aus, weshalb allgemeine Ernährungsempfehlungen auf Basis dieser Diätform derzeit noch begrenzt sind.
Quellen
- Longo VD, Mattson MP. Fasting: Molecular Mechanisms and Clinical Applications. Cell Metabolism. 2014;19(2):181-192.
- Wei M, et al. Fasting-mimicking diet and markers/risk factors for aging, diabetes, cancer, and cardiovascular disease. Science Translational Medicine. 2017;9(377):eaai8700.
- Brandhorst S, Longo VD. Fasting and Caloric Restriction in Cancer Prevention and Treatment. Recent Results in Cancer Research. 2016;207:241-266.
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