Furosemid – Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen
Furosemid ist ein stark wirksames Schleifendiuretikum, das zur Behandlung von Wasseransammlungen und Bluthochdruck eingesetzt wird. Es steigert die Harnausscheidung und entlastet so Herz und Kreislauf.
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Furosemid ist ein stark wirksames Schleifendiuretikum, das zur Behandlung von Wasseransammlungen und Bluthochdruck eingesetzt wird. Es steigert die Harnausscheidung und entlastet so Herz und Kreislauf.
Was ist Furosemid?
Furosemid ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Schleifendiuretika (Entwässerungsmittel). Es gehört zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten in der Inneren Medizin und Kardiologie. Furosemid wird eingesetzt, um überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen, den Blutdruck zu senken und die Herzarbeit zu erleichtern. Es ist in Deutschland unter verschiedenen Handelsnamen erhältlich, darunter Lasix.
Wirkmechanismus
Furosemid wirkt im aufsteigenden Teil der Henle-Schleife in der Niere. Es hemmt dort einen bestimmten Transporter (den Na⁺-K⁺-2Cl⁻-Cotransporter), der normalerweise Natrium, Kalium und Chlorid aus dem Harn zurück in den Körper transportiert. Durch die Hemmung dieses Transporters verbleiben mehr Salze und Wasser im Harn, was zu einer stark gesteigerten Urinausscheidung führt. Dieser Effekt setzt rasch ein – bei intravenöser Gabe bereits nach wenigen Minuten.
Anwendungsgebiete
- Ödeme (Wasseransammlungen) bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Ödeme bei Nierenerkrankungen oder Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose)
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), insbesondere wenn andere Mittel nicht ausreichen
- Akutes Lungenödem als Notfallbehandlung
- Hyperkaliämie und hyperkalzämische Krisen (in Kombination mit Flüssigkeitsgabe)
Dosierung und Anwendung
Furosemid ist als Tablette, Injektionslösung und Infusion erhältlich. Die Dosierung richtet sich nach der Grunderkrankung, der Nierenfunktion und dem Ansprechen des Patienten. Typische orale Dosierungen bei Erwachsenen liegen zwischen 20 mg und 80 mg pro Tag, können aber bei schwerer Niereninsuffizienz deutlich höher sein. Die Einnahme sollte nach Anweisung des Arztes erfolgen, da eine Über- oder Unterdosierung gefährliche Folgen haben kann.
Nebenwirkungen
Durch die starke harntreibende Wirkung kann es zu einem Verlust wichtiger Elektrolyte kommen. Häufige Nebenwirkungen sind:
- Hypokaliämie (Kaliummangel) – kann zu Herzrhythmusstörungen führen
- Hyponatriämie (Natriummangel) – Schwäche, Verwirrtheit
- Dehydration (Austrocknung) – Schwindel, Blutdruckabfall
- Erhöhung von Harnsäure – kann Gichtanfälle auslösen
- Störungen des Blutzuckerspiegels
- Hörverlust (Ototoxizität) – insbesondere bei hohen Dosen oder gleichzeitiger Gabe anderer ototoxischer Medikamente
- Lichtempfindlichkeit der Haut
Wechselwirkungen
Furosemid kann mit zahlreichen anderen Arzneimitteln wechselwirken:
- Digitalis-Glykoside: Kaliummangel durch Furosemid verstärkt die Digitalis-Toxizität
- ACE-Hemmer / Sartane: verstärkter Blutdruckabfall möglich
- Aminoglykoside und Cisplatin: erhöhtes Risiko für Hörverlust (Ototoxizität)
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Abschwächung der diuretischen Wirkung
- Lithium: erhöhte Lithiumspiegel im Blut möglich
Gegenanzeigen
Furosemid darf nicht oder nur unter besonderer Vorsicht eingesetzt werden bei:
- Anurie (fehlende Harnproduktion) ohne gesicherte Ursache
- Schwerer Hypovolämie oder Dehydration
- Bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden (mögliche Kreuzreaktivität)
- Schwangerschaft und Stillzeit (nur nach strenger Indikationsstellung)
Quellen
- Mutschler, E. et al. – Arzneimittelwirkungen: Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. 10. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2013.
- European Medicines Agency (EMA) – Furosemide: Summary of Product Characteristics. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu (abgerufen 2024).
- Fauci, A. S. et al. – Harrison's Principles of Internal Medicine. 21. Auflage. McGraw-Hill Education, 2022.
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