Knochenzyste – Ursachen, Symptome und Behandlung
Eine Knochenzyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Knochen. Sie kann Schmerzen, Schwellungen oder Frakturen verursachen und tritt häufig bei Kindern auf.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Knochenzyste"
Eine Knochenzyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Knochen. Sie kann Schmerzen, Schwellungen oder Frakturen verursachen und tritt häufig bei Kindern auf.
Was ist eine Knochenzyste?
Eine Knochenzyste ist ein gutartiger, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, der sich im Inneren eines Knochens bildet. Sie zählt zu den häufigsten gutartigen Knochenläsionen und tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf. In den meisten Fällen ist eine Knochenzyste harmlos, kann jedoch den Knochen schwächen und das Risiko für einen Knochenbruch (Fraktur) erhöhen.
Arten von Knochenzysten
Solitäre (einfache) Knochenzyste
Die solitäre Knochenzyste (auch juvenile oder einfache Knochenzyste genannt) ist die häufigste Form. Sie entsteht meist in den langen Röhrenknochen, insbesondere im Oberarmknochen (Humerus) und im Oberschenkelknochen (Femur). Betroffen sind vorwiegend Kinder zwischen 5 und 15 Jahren.
Aneurysmatische Knochenzyste
Die aneurysmatische Knochenzyste ist eine seltenere, aber aggressiver wachsende Form. Sie enthält blutgefüllte Kammern und kann an verschiedenen Knochen auftreten, darunter die Wirbelsäule. Sie betrifft ebenfalls häufig Kinder und junge Erwachsene.
Ursachen
Die genaue Ursache von Knochenzysten ist noch nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren werden diskutiert:
- Störungen im Knochenwachstum und in der Knochenentwicklung
- Lokale Durchblutungsstörungen im Knochen
- Traumata oder Verletzungen, die zur Bildung von Gewebeflüssigkeit führen
- Genetische Faktoren (vor allem bei aneurysmatischen Zysten)
Symptome
Viele Knochenzysten verursachen zunächst keine Beschwerden und werden zufällig bei einer Röntgenaufnahme entdeckt. Mögliche Symptome sind:
- Dumpfe oder anhaltende Schmerzen im betroffenen Bereich
- Schwellung oder tastbare Vorwölbung
- Eingeschränkte Beweglichkeit des angrenzenden Gelenks
- Pathologische Fraktur – ein Knochenbruch durch minimale Krafteinwirkung, oft das erste Anzeichen
Diagnose
Die Diagnose einer Knochenzyste erfolgt durch verschiedene bildgebende Verfahren:
- Röntgenaufnahme: Erste Untersuchungsmethode, zeigt einen klar abgegrenzten Hohlraum im Knochen
- Magnetresonanztomographie (MRT): Detaillierte Darstellung von Größe, Lage und Inhalt der Zyste
- Computertomographie (CT): Besonders geeignet zur Beurteilung der Knochenstruktur und zur OP-Planung
- Biopsie: Gewebeentnahme zur Unterscheidung von bösartigen Knochentumoren
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Art, Größe und Lage der Zyste sowie nach dem Alter des Patienten und dem Vorliegen von Beschwerden.
Abwartende Beobachtung
Kleine, asymptomatische Zysten bei Kindern können zunächst regelmäßig beobachtet werden, da sie sich mit dem Knochenwachstum spontan zurückbilden können.
Kortikosteroid-Injektionen
Bei der solitären Knochenzyste wird häufig eine Behandlung mit Kortikosteroiden (z. B. Methylprednisolon) in die Zyste durchgeführt. Mehrere Injektionen können notwendig sein, um die Zyste zum Ausheilen zu bringen.
Knochenmarkaspiration und -injektion
Eine neuere Methode ist die Injektion von autologem Knochenmark, das Wachstumsfaktoren enthält und die Knochenheilung fördern kann.
Chirurgische Behandlung
Bei großen Zysten, drohenden Frakturen oder ausbleibendem Therapieerfolg kann eine operative Behandlung notwendig sein. Dabei wird die Zyste ausgeräumt (Kürettage) und mit Knochentransplantat oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt.
Behandlung bei Fraktur
Bei einem Knochenbruch infolge einer Knochenzyste wird die Fraktur zunächst versorgt. Häufig heilt die Zyste nach einer Fraktur spontan aus, da der Heilungsprozess die Zyste stimuliert.
Prognose
Die Prognose bei Knochenzysten ist in der Regel gut. Viele Zysten – insbesondere solitäre Knochenzysten bei Kindern – bilden sich mit zunehmendem Alter spontan zurück. Bei aneurysmatischen Knochenzysten ist das Rückfallrisiko nach einer Operation höher, weshalb regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen werden.
Quellen
- Stanton RP, Abdel-Mota'al MM. Growth arrest resulting from unicameral bone cyst. Journal of Pediatric Orthopaedics, 1998.
- Campanacci M. Bone and Soft Tissue Tumors. Springer, 2nd Edition, 1999.
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). ICD-10-GM: M85.4 – Solitäre Knochenzyste. Online verfügbar unter: www.dimdi.de
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieLigatur
Malassimilation
Morbus Gilbert-Meulengracht
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Knochenzyste + Knochenzysten + Knochen-Zyste