Karotisendarterektomie – Eingriff & Schlaganfallprävention
Die Karotisendarterektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von Ablagerungen in der Halsschlagader, um Schlaganfälle zu verhindern.
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Die Karotisendarterektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von Ablagerungen in der Halsschlagader, um Schlaganfälle zu verhindern.
Was ist die Karotisendarterektomie?
Die Karotisendarterektomie (kurz: CEA) ist ein gefäßchirurgischer Eingriff, bei dem Ablagerungen (sogenannte Plaques) aus der Halsschlagader (Arteria carotis) entfernt werden. Ziel des Eingriffs ist es, eine gefährliche Verengung (Stenose) der Halsschlagader zu beseitigen und dadurch das Risiko eines Schlaganfalls deutlich zu senken. Die Halsschlagader ist eine der wichtigsten Blutgefäße, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgt.
Wann wird die Karotisendarterektomie durchgeführt?
Der Eingriff wird empfohlen, wenn eine hochgradige Verengung der Halsschlagader vorliegt, die durch Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) entstanden ist. Typische Indikationen sind:
- Symptomatische Karotisstenose von 50 % oder mehr (z. B. nach einem TIA – transitorische ischämische Attacke – oder Schlaganfall)
- Asymptomatische Karotisstenose von 60–70 % oder mehr bei erhöhtem Schlaganfallrisiko
- Rezidivierende Durchblutungsstörungen im Bereich des Gehirns
Die Entscheidung zur Operation wird stets individuell getroffen und berücksichtigt Alter, Begleiterkrankungen und das operative Risiko des Patienten.
Wie läuft die Operation ab?
Die Karotisendarterektomie wird in der Regel in Allgemein- oder Regionalanästhesie durchgeführt. Der Chirurg macht einen Schnitt am Hals, legt die Halsschlagader frei und klemmt das Gefäß vorübergehend ab. Anschließend wird die Innenwand des Gefäßes von den Ablagerungen befreit. Das Vorgehen kann auf zwei Arten erfolgen:
- Konventionelle (offene) Endarterektomie: Das Gefäß wird aufgeschnitten, die Plaques werden entfernt und das Gefäß anschließend wieder vernäht oder mit einem Patch erweitert.
- Eversionsendarterektomie: Die Halsschlagader wird an ihrer Einmündungsstelle abgetrennt, umgestülpt, gereinigt und dann wieder eingenäht.
Während der Operation wird häufig ein Shunt (Umgehungsleitung) eingesetzt, um die Blutversorgung des Gehirns während des Gefäßverschlusses aufrechtzuerhalten.
Vorbereitung und Diagnostik
Vor dem Eingriff werden verschiedene diagnostische Untersuchungen durchgeführt, um das Ausmaß der Stenose zu bestimmen und das operative Risiko einzuschätzen:
- Doppler- und Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung des Blutflusses und der Gefäßwand
- CT-Angiographie oder MRT-Angiographie: Bildgebende Darstellung der Gefäße
- Neurologische Untersuchung: Beurteilung des aktuellen neurologischen Status
- Herzuntersuchungen: EKG und ggf. Echokardiographie zur Einschätzung des Herzrisikos
Risiken und mögliche Komplikationen
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Karotisendarterektomie gewisse Risiken. Mögliche Komplikationen sind:
- Schlaganfall während oder nach der Operation (selten, ca. 1–3 %)
- Herzinfarkt (perioperativ)
- Wundinfektionen oder Nachblutungen
- Vorübergehende oder bleibende Nervenschäden (z. B. Heiserkeit, Schluckbeschwerden)
- Nachblutung oder Hämatom am Operationsgebiet
- Erneute Verengung (Restenose)
Die Risiken müssen stets gegen den Nutzen – also die deutliche Reduktion des Schlaganfallrisikos – abgewogen werden.
Nachsorge und Rehabilitation
Nach der Operation verbleiben Patienten in der Regel ein bis drei Tage im Krankenhaus zur Überwachung. Im Anschluss sind folgende Maßnahmen wichtig:
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen mittels Ultraschall
- Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern (z. B. Aspirin) zur Vorbeugung erneuter Gerinnselbildung
- Kontrolle von Bluthochdruck, Blutzucker und Blutfetten
- Lebensstilanpassungen: Rauchstopp, gesunde Ernährung, körperliche Aktivität
Ergebnisse und Prognose
Die Karotisendarterektomie gilt als eine der am besten untersuchten gefäßchirurgischen Eingriffe. Große klinische Studien (z. B. NASCET, ECST) haben gezeigt, dass sie das Schlaganfallrisiko bei geeigneten Patienten signifikant senkt. Bei symptomatischen Patienten mit hochgradiger Stenose kann das Risiko eines erneuten Schlaganfalls um bis zu 50 % reduziert werden. Bei frühzeitiger Behandlung, optimaler Nachsorge und konsequenter Risikofaktorenkontrolle ist die Langzeitprognose in der Regel gut.
Quellen
- European Stroke Organisation (ESO) - Guidelines on Carotid Artery Stenosis (2021). Verfügbar unter: https://eso-stroke.org
- North American Symptomatic Carotid Endarterectomy Trial Collaborators (NASCET) - Beneficial effect of carotid endarterectomy in symptomatic patients with high-grade carotid stenosis. New England Journal of Medicine, 325(7), 445-453 (1991).
- Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) - Leitlinien zur Karotisstenose. Verfügbar unter: https://www.gefaesschirurgie.de
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