Kernspintomographie (MRT) – Definition & Ablauf
Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Aufnahmen des Körperinneren erstellt – ohne Röntgenstrahlung.
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Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Aufnahmen des Körperinneren erstellt – ohne Röntgenstrahlung.
Was ist die Kernspintomographie?
Die Kernspintomographie – auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bekannt – ist ein modernes, bildgebendes Untersuchungsverfahren in der Medizin. Es ermöglicht detaillierte Schnittbilder des menschlichen Körpers, ohne dabei ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlen zu verwenden. Stattdessen arbeitet das Verfahren mit starken Magnetfeldern und Hochfrequenz-Radiowellen. Die erzeugten Bilder liefern hochauflösende Darstellungen von Organen, Weichteilen, Muskeln, Gelenken, Gefäßen und dem Nervensystem.
Wie funktioniert die Kernspintomographie?
Das physikalische Prinzip der Kernspintomographie basiert auf der Kernspinresonanz (NMR – Nuclear Magnetic Resonance). Im menschlichen Körper befinden sich zahlreiche Wasserstoffatome, die in einem starken Magnetfeld ausgerichtet werden können. Durch kurze Radiofrequenzimpulse werden diese Atome aus ihrer Ausrichtung gebracht. Wenn sie in ihre ursprüngliche Position zurückkehren, senden sie schwache Signale aus, die vom Gerät erfasst und mithilfe komplexer Algorithmen in präzise Schnittbilder umgerechnet werden.
Der Patient liegt dabei auf einer beweglichen Liege, die in die röhrenförmige Öffnung des MRT-Gerätes geschoben wird. Die Untersuchung ist schmerzlos, dauert je nach Fragestellung zwischen 15 und 60 Minuten und erfordert, dass der Patient möglichst still liegt.
Wann wird die Kernspintomographie eingesetzt?
Die Kernspintomographie wird in nahezu allen medizinischen Fachbereichen eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
- Neurologie: Diagnose von Schlaganfall, Hirntumoren, Multipler Sklerose und Demenzerkrankungen
- Orthopädie und Unfallchirurgie: Beurteilung von Bandscheibenvorfällen, Knorpelschäden, Meniskusrissen und Frakturen
- Onkologie: Erkennung und Staging von Tumoren in verschiedenen Organen
- Kardiologie: Beurteilung der Herzstruktur und -funktion (Kardio-MRT)
- Gastroenterologie: Untersuchung von Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm
- Gynäkologie: Darstellung von Gebärmutter und Eierstöcken
- Gefäßmedizin: Magnetresonanzangiographie (MRA) zur Darstellung von Blutgefäßen
Vorbereitung und Ablauf
Vor einer Kernspintomographie sollten metallische Gegenstände wie Schmuck, Uhren und Hörgeräte abgelegt werden, da das starke Magnetfeld diese anziehen oder beschädigen kann. Patienten mit bestimmten Metallimplantaten, Herzschrittmachern oder Cochlea-Implantaten müssen dies vor der Untersuchung unbedingt angeben, da diese eine Kontraindikation darstellen können.
In manchen Fällen wird ein Kontrastmittel (meist auf Gadolinium-Basis) intravenös verabreicht, um bestimmte Strukturen oder pathologische Veränderungen besser sichtbar zu machen. Dieses Kontrastmittel ist in der Regel gut verträglich, kann jedoch bei Nierenschwäche Risiken mit sich bringen.
Während der Untersuchung entstehen laute Klopf- und Klingelgeräusche, die durch die wechselnden Magnetfelder verursacht werden. Patienten erhalten daher in der Regel Ohrstöpsel oder Kopfhörer. Personen mit Klaustrophobie (Platzangst) können auf offene MRT-Geräte ausweichen oder eine leichte Sedierung erhalten.
Vorteile und Einschränkungen
Zu den wichtigsten Vorteilen der Kernspintomographie zählen:
- Keine Strahlenbelastung durch ionisierende Strahlung
- Hervorragende Weichteildarstellung, besonders im Vergleich zur Computertomographie (CT)
- Vielseitige Einsetzbarkeit in nahezu allen Körperregionen
- Möglichkeit funktioneller Bildgebung (z. B. funktionelle MRT des Gehirns)
Zu den Einschränkungen gehören:
- Längere Untersuchungsdauer im Vergleich zur CT
- Höhere Kosten und begrenzte Verfügbarkeit
- Einschränkungen bei Patienten mit bestimmten Metallimplantaten
- Geräuschbelastung und enge Röhre können belastend sein
- Bewegungsartefakte bei unruhigen Patienten
Quellen
- Reimer, P. et al. (Hrsg.) – Klinische MR-Bildgebung. Springer Medizin Verlag, 3. Auflage, 2010.
- World Health Organization (WHO) – Diagnostic Imaging. Verfügbar unter: https://www.who.int/health-topics/diagnostic-imaging
- Lüdeke, K. M., Röschmann, P., Tischler, R. – Susceptibility artefacts in NMR imaging. Magnetic Resonance Imaging, 1985; 3(4):329–343. PubMed PMID: 4094551.
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