Klarzellakanthom – Ursachen, Symptome & Behandlung
Das Klarzellakanthom ist ein gutartiger, langsam wachsender Hauttumor, der meist als rötlicher Knoten an den Unterschenkeln auftritt. Es ist harmlos und wird in der Regel chirurgisch entfernt.
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Das Klarzellakanthom ist ein gutartiger, langsam wachsender Hauttumor, der meist als rötlicher Knoten an den Unterschenkeln auftritt. Es ist harmlos und wird in der Regel chirurgisch entfernt.
Was ist ein Klarzellakanthom?
Das Klarzellakanthom (auch Klarzell-Akanthom oder Klarzellenakanthom genannt) ist ein seltener, gutartiger Tumor der Oberhaut (Epidermis). Er wurde erstmals 1962 von Degos und Civatte beschrieben. Die Bezeichnung leitet sich von den charakteristischen hellen, glykogenreichen Zellen ab, die unter dem Mikroskop sichtbar sind. Das Klarzellakanthom gilt als harmlose Hautveraenderung und hat kein Potenzial zur boesartigen Umwandlung.
Ursachen und Entstehung
Die genaue Ursache des Klarzellakanthoms ist bislang nicht vollstaendig geklaert. Es wird diskutiert, ob es sich um eine reaktive Hautveraenderung oder eine echte Neoplasie (Neubildung) handelt. Folgende Faktoren werden in der Literatur erwaehnt:
- Moegliche reaktive Entzuendungsreaktion der Haut
- Stoerung der Keratinisierung (Verhornung) einzelner Hautzellen
- Assoziation mit chronischen Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Ekzemen wurde in Einzelfaellen beschrieben
- Kein gesicherter Zusammenhang mit UV-Strahlung oder genetischen Faktoren
Symptome und klinisches Bild
Das Klarzellakanthom zeigt ein typisches klinisches Erscheinungsbild, das die Diagnose erleichtern kann:
- Lokalisation: Fast ausschliesslich an den Unterschenkeln, seltener am Oberschenkel oder Fuss
- Aussehen: Runde bis ovale, scharf begrenzte, rosarot bis rote Papel oder Plaques
- Groesse: Meist zwischen 0,5 und 2 cm Durchmesser
- Oberflaeche: Oft feucht, glaenzend oder leicht schuppend mit einem charakteristischen feinen Schuppenrand
- Anzahl: In der Regel solitaer (einzeln), selten multiple Laesionen
- Beschwerden: Ueberwiegend symptomlos, gelegentlich leichter Juckreiz
Diagnose
Die Diagnose des Klarzellakanthoms erfolgt klinisch sowie durch histologische Untersuchung. Folgende Methoden kommen zum Einsatz:
Klinische Untersuchung
Der Dermatologe beurteilt die Hautveraenderung anhand ihrer typischen Merkmale wie Lokalisation, Farbe und Oberflaeche. Der charakteristische glaenzende, rote Knoten an der Unterschenkelstreckseite ist oft bereits wegweisend.
Dermatoskopie
Mit der Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie) laesst sich ein typisches Muster erkennen: ein regelmaessiges Punktmuster mit fein verteilten Gefaessstrukturen, das an ein Perlenmuster erinnert und charakteristisch fuer das Klarzellakanthom ist.
Histologie (Gewebeuntersuchung)
Die sichere Diagnosestellung erfolgt durch eine Biopsie mit anschliessender histologischer Untersuchung. Unter dem Mikroskop zeigen sich:
- Helle, glykogenreiche Keratinozyten (Hautzellen) mit optisch leerem Zytoplasma
- Regelmaessige Akanthose (Verdickung der Stachelzellschicht)
- Duenne suprapapillaere Epidermis
- Dilatierte Gefaesse in der Dermis mit entzuendlichem Infiltrat
- Abrupte Abgrenzung der hellen Zellen gegenueber der normalen Umgebungsepidermis
Differentialdiagnosen
Folgende Erkrankungen koennen dem Klarzellakanthom aehneln und muessen abgegrenzt werden:
- Dermatofibrom
- Amelanotisches Melanom
- Basalzellkarzinom
- Pyogenes Granulom
- Morbus Bowen
- Psoriasis-Plaque
Behandlung
Da das Klarzellakanthom gutartig ist und keine Tendenz zur boesartigen Entartung zeigt, ist eine Behandlung in erster Linie dann indiziert, wenn aesthetische Gruende vorliegen, Beschwerden auftreten oder die Diagnose unsicher ist.
Chirurgische Exzision
Die chirurgische Entfernung ist die haeufigste und sicherste Behandlungsmethode. Dabei wird der Tumor vollstaendig mit einem kleinen Sicherheitsabstand herausgeschnitten. Das entnommene Gewebe wird anschliessend histologisch untersucht, um die Diagnose zu bestaetigen.
Alternative Therapieverfahren
In bestimmten Faellen koennen auch folgende Methoden eingesetzt werden:
- Kryotherapie (Vereisung mit fluessigem Stickstoff)
- Laserbehandlung (z. B. CO2-Laser)
- Kurettage (Auskratzung des Gewebes)
Nach erfolgreicher Behandlung ist in der Regel keine weitere Nachsorge erforderlich. Rezidive (Rueckfaelle) sind selten.
Prognose
Die Prognose des Klarzellakanthoms ist ausgezeichnet. Es handelt sich um einen vollstaendig gutartigen Tumor ohne Metastasierungsrisiko. Nach vollstaendiger Entfernung ist die Erkrankung geheilt. Eine regelmaessige Selbstkontrolle der Haut und jaehrliche Hautarztbesuche werden allgemein zur Vorsorge empfohlen.
Quellen
- Degos R, Civatte J. - Clear-cell acanthoma: experience of 8 years. Br J Dermatol. 1970;83(2):248-254.
- Weedon D. - Weedon's Skin Pathology. 3. Auflage. Churchill Livingstone Elsevier, 2010.
- Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH et al. - Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag, 6. Auflage, 2012.
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