Löfgren-Syndrom – Symptome, Diagnose und Behandlung
Das Löfgren-Syndrom ist eine akute Verlaufsform der Sarkoidose mit Fieber, Gelenkschwellungen, Erythema nodosum und vergrößerten Lymphknoten im Brustkorb.
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Das Löfgren-Syndrom ist eine akute Verlaufsform der Sarkoidose mit Fieber, Gelenkschwellungen, Erythema nodosum und vergrößerten Lymphknoten im Brustkorb.
Was ist das Löfgren-Syndrom?
Das Löfgren-Syndrom ist eine akute und meist selbstlimitierende Verlaufsform der Sarkoidose, einer entzündlichen Erkrankung, bei der sich kleine Zellknötchen – sogenannte Granulome – im Gewebe bilden. Es wurde erstmals 1953 vom schwedischen Arzt Sven Löfgren beschrieben. Das Syndrom tritt häufiger bei jüngeren Erwachsenen auf und zeigt eine charakteristische Kombination aus mehreren Symptomen, die gemeinsam auftreten.
Ursachen
Die genaue Ursache des Löfgren-Syndroms ist noch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine immunvermittelte Erkrankung, bei der das Immunsystem überreagiert und Granulome bildet. Folgende Faktoren werden diskutiert:
- Genetische Veranlagung (bestimmte HLA-Genotypen, insbesondere HLA-DRB1*03)
- Infektiöse Auslöser, z. B. Bakterien wie Mycobacterium tuberculosis oder Propionibacterium acnes
- Umweltfaktoren und berufliche Exposition gegenüber bestimmten Stäuben oder Chemikalien
Symptome
Das Löfgren-Syndrom ist durch eine typische Trias aus drei Leitsymptomen gekennzeichnet:
- Erythema nodosum: Schmerzhafte, rötliche Knoten unter der Haut, meist an den Unterschenkeln
- Bihiläre Lymphadenopathie: Vergrößerung der Lymphknoten beidseitig im Bereich der Lungenwurzeln, sichtbar im Röntgenbild
- Akute Arthritis: Gelenkschmerzen und -schwellungen, häufig an den Sprunggelenken, Knien und Handgelenken
Weitere häufige Begleitsymptome sind:
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit
- Nachtschweiß
- Husten oder leichte Atembeschwerden
Diagnose
Die Diagnose des Löfgren-Syndroms erfolgt in erster Linie klinisch, also anhand des typischen Beschwerdebildes. Es sind keine invasiven Untersuchungen wie eine Gewebebiopsie erforderlich, wenn die klassische Symptomkombination vorliegt. Folgende diagnostische Maßnahmen werden eingesetzt:
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs: Nachweis der bihilären Lymphadenopathie
- Blutuntersuchungen: Erhöhte Entzündungsmarker (CRP, BSG), erhöhtes Angiotensin-Converting-Enzym (ACE), Hyperkalzämie möglich
- CT des Thorax: Bei unklaren Befunden zur genaueren Beurteilung der Lymphknoten und Lunge
- Hautbiopsie: Bei Erythema nodosum zur histologischen Bestätigung
- Ausschluss anderer Erkrankungen: z. B. Tuberkulose, Lymphom oder andere Ursachen der Lymphknotenvergrößerung
Behandlung
Bei den meisten Patienten verläuft das Löfgren-Syndrom selbstlimitierend, d. h. es heilt innerhalb von 6 bis 24 Monaten ohne spezifische Therapie aus. Die Prognose ist insgesamt sehr gut. Die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome ab:
Symptomatische Therapie
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Naproxen: Zur Schmerzlinderung bei Gelenkentzündungen und Fieber
- Bettruhe und Hochlagern der Beine: Bei ausgeprägtem Erythema nodosum
- Kompressionsstrümpfe: Zur Unterstützung bei Beinschwellungen
Kortikosteroide
Bei schwerem Verlauf oder unzureichendem Ansprechen auf NSAR können Kortikosteroide wie Prednisolon eingesetzt werden. Diese wirken entzündungshemmend und beschleunigen die Rückbildung der Symptome.
Verlaufskontrolle
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um sicherzustellen, dass die Erkrankung vollständig ausheilt und keine chronische Sarkoidose entsteht. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen kann die Erkrankung in eine chronische Form übergehen.
Prognose
Das Löfgren-Syndrom hat im Vergleich zu anderen Formen der Sarkoidose eine sehr gute Prognose. Die Spontanheilungsrate liegt bei über 80 %. Patienten mit dem HLA-DRB1*03-Genotyp haben besonders häufig einen günstigen Verlauf.
Quellen
- Iannuzzi MC, Rybicki BA, Teirstein AS. Sarcoidosis. New England Journal of Medicine. 2007;357(21):2153-2165.
- Mana J, Gomez-Vaquero C, Montero A, et al. Löfgren's syndrome revisited: a study of 186 patients. American Journal of Medicine. 1999;107(3):240-245.
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Sarkoidose. AWMF-Register Nr. 020-011, 2022.
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