Folgemilch – Bedeutung, Inhalt und Anwendung
Folgemilch ist eine speziell entwickelte Säuglingsnahrung für Babys ab dem 6. Lebensmonat als Ergänzung zur Beikost. Sie basiert auf Kuhmilch und ist auf den Nährstoffbedarf älterer Säuglinge abgestimmt.
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Folgemilch ist eine speziell entwickelte Säuglingsnahrung für Babys ab dem 6. Lebensmonat als Ergänzung zur Beikost. Sie basiert auf Kuhmilch und ist auf den Nährstoffbedarf älterer Säuglinge abgestimmt.
Was ist Folgemilch?
Folgemilch (auch Folgenahrung genannt) ist eine industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung, die speziell für Babys ab dem 6. Lebensmonat konzipiert wurde. Sie wird als Ergänzung zur Beikost eingesetzt und folgt auf die Anfangsmilch (Stufe 1-Nahrung). Folgemilch ist in verschiedenen Stufen erhältlich, häufig als Folgemilch 2 (ab dem 6. Monat) und Folgemilch 3 (ab dem 10. oder 12. Monat).
Zusammensetzung und Nährstoffe
Folgemilch basiert in der Regel auf Kuhmilchprotein und ist so angepasst, dass sie den veränderten Nährstoffbedarf älterer Säuglinge deckt. Typische Inhaltsstoffe sind:
- Eiweiß: Leicht höherer Proteingehalt als in Anfangsmilch, angepasst an die reifende Verdauung des Babys
- Eisen: Höherer Eisengehalt, da die körpereigenen Eisenspeicher des Babys ab dem 6. Monat abnehmen
- Langkettige Fettsäuren (LCP): z. B. DHA (Docosahexaensäure) zur Unterstützung der Gehirnentwicklung
- Vitamine und Mineralstoffe: Insbesondere Vitamin D, Calcium und Jod in angepassten Mengen
- Präbiotika und Probiotika: Manche Produkte enthalten diese zur Unterstützung der Darmflora
Unterschied zur Anfangsmilch
Im Gegensatz zur Anfangsmilch (Stufe 1), die als alleinige Nahrung für Neugeborene und junge Säuglinge geeignet ist, darf Folgemilch nicht als einzige Nahrungsquelle verwendet werden. Sie ist ausdrücklich als Ergänzung zur Beikost gedacht. Der Proteingehalt ist in der Folgemilch höher, was für jüngere Säuglinge noch nicht geeignet wäre.
Wann wird Folgemilch verwendet?
Folgemilch wird eingesetzt, wenn:
- das Baby das 6. Lebensmonat erreicht hat und mit Beikost beginnt
- das Stillen eingeschränkt oder beendet wurde
- eine ergänzende Milchnahrung neben Beikost gewünscht wird
Wichtig: Muttermilch bleibt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die beste Ernährung für Säuglinge und sollte, wenn möglich, bis zum Ende des ersten Lebensjahres und darüber hinaus fortgeführt werden.
Ist Folgemilch notwendig?
Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist Folgemilch nicht zwingend erforderlich. Gestillte Babys oder Kinder, die Anfangsmilch erhalten, können diese auch nach dem 6. Monat weiter bekommen. Folgemilch bietet keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteil gegenüber der weitergeführten Anfangsmilch oder dem Stillen. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik sowie die Nationale Stillkommission weisen darauf hin, dass Folgemilch vor allem ein Marketingprodukt darstellt.
Sicherheit und Regulierung
In Deutschland und der Europäischen Union unterliegt Folgemilch strengen gesetzlichen Vorgaben. Die Delegierte Verordnung (EU) 2016/127 regelt die Zusammensetzung, Kennzeichnung und Vermarktung von Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung. Hersteller müssen nachweisen, dass ihre Produkte sicher und für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sind.
Zubereitung und Anwendung
Bei der Zubereitung von Folgemilch sind folgende Punkte zu beachten:
- Hände gründlich waschen vor der Zubereitung
- Abgekochtes und auf etwa 40 °C abgekühltes Wasser verwenden
- Exakt die auf der Packung angegebene Menge Pulver abmessen
- Zubereitete Nahrung nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahren
- Reste stets verwerfen und keine angebrochene Flasche erneut erwärmen
Quellen
- World Health Organization (WHO): Infant and young child feeding. Fact sheet. Genf, 2021. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding
- Europäische Kommission: Delegierte Verordnung (EU) 2016/127 der Kommission vom 25. September 2015 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 609/2013. Amtsblatt der Europäischen Union, 2016.
- Koletzko B. et al.: Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter. Monatsschrift Kinderheilkunde, Springer Medizin, 2016.
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