Leukorrhoe: Ursachen, Symptome und Behandlung
Leukorrhoe bezeichnet einen weißlichen oder gelblichen Ausfluss aus der Scheide. Er kann physiologisch oder durch Infektionen bedingt sein.
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Leukorrhoe bezeichnet einen weißlichen oder gelblichen Ausfluss aus der Scheide. Er kann physiologisch oder durch Infektionen bedingt sein.
Was ist Leukorrhoe?
Leukorrhoe (auch: Leukorrhö) bezeichnet einen vermehrten, meist weißlichen oder gelblichen Ausfluss aus der Scheide (Vagina). Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß weißer Fluss. In gewissem Maße ist vaginaler Ausfluss ein normales physiologisches Phänomen, das der Selbstreinigung der Scheide dient. Verändert sich jedoch Menge, Farbe, Konsistenz oder Geruch, kann dies auf eine Erkrankung hinweisen.
Ursachen
Die Ursachen der Leukorrhoe lassen sich in physiologische und pathologische Formen unterteilen:
Physiologische Leukorrhoe
- Hormonelle Schwankungen im Zyklus (z. B. rund um den Eisprung)
- Schwangerschaft (verstärkter Ausfluss durch erhöhte Durchblutung und Hormonspiegel)
- Sexuelle Erregung
- Pubertät und Wechseljahre (Hormonschwankungen)
Pathologische Leukorrhoe
- Bakterielle Vaginose: Dysbalance der vaginalen Bakterienflora, häufigste Ursache von verändertem Ausfluss
- Pilzinfektion (Vulvovaginale Kandidose): Infektion mit Hefepilzen, typischerweise Candida albicans, führt zu weißlichem, krümeligem Ausfluss
- Trichomoniasis: Sexuell übertragbare Infektion durch den Parasiten Trichomonas vaginalis, oft gelblich-grüner, schaumiger Ausfluss
- Chlamydien oder andere sexuell übertragbare Infektionen (STI)
- Zervizitis: Entzündung des Gebärmutterhalses
- Fremdkörper in der Scheide (z. B. vergessenes Tampon)
- Hormonelle Störungen oder Genitaltumoren (seltenere Ursachen)
Symptome
Die Symptome variieren je nach Ursache:
- Weißlicher, gelblicher, grünlicher oder grauer Ausfluss
- Veränderter Geruch (z. B. fischiger Geruch bei bakterieller Vaginose)
- Juckreiz oder Brennen im Scheidenbereich
- Rötung oder Schwellung der Vulva
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen
Physiologischer Ausfluss ist dagegen in der Regel klar bis weißlich, geruchsneutral und verursacht keine Beschwerden.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine gynäkologische Untersuchung. Dabei können folgende Maßnahmen eingesetzt werden:
- Anamnese: Befragung zu Beschwerden, Zyklus, Sexualverhalten und Vorerkrankungen
- Spekulumuntersuchung: Inspektion von Scheide und Gebärmutterhals
- pH-Messung des Vaginalsekrets: Hinweis auf bakterielle Vaginose oder Pilzinfektion
- Mikroskopie und Abstrich: Nachweis von Erregern (Bakterien, Pilze, Parasiten)
- PCR-Test: Zum Nachweis von STI wie Chlamydien oder Gonorrhoe
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache:
- Bakterielle Vaginose: Antibiotika, z. B. Metronidazol oder Clindamycin (lokal oder oral)
- Pilzinfektion: Antimykotika wie Clotrimazol (lokal als Creme oder Zäpfchen) oder Fluconazol (oral)
- Trichomoniasis: Metronidazol oral, Behandlung auch des Sexualpartners notwendig
- STI (z. B. Chlamydien): Antibiotische Therapie, z. B. Azithromycin oder Doxycyclin
- Physiologische Leukorrhoe: Keine medizinische Behandlung notwendig
Zur Vorbeugung empfehlen sich eine schonende Intimhygiene ohne aggressive Seifen sowie die Verwendung von Kondomen zum Schutz vor STI.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist empfehlenswert, wenn der Ausfluss ungewöhnlich riecht, sich verfärbt, von Juckreiz, Brennen oder Schmerzen begleitet wird oder neu und ungewohnt erscheint. Besonders in der Schwangerschaft sollte veränderter Ausfluss zeitnah abgeklärt werden.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI) - Ratgeber Sexuell ubertragbare Infektionen (STI), www.rki.de
- Deutsche Gesellschaft fur Gynakologie und Geburtshilfe (DGGG) - Leitlinie Vulvovaginale Kandidose und Bakterielle Vaginose, www.dggg.de
- Workowski KA et al. - Sexually Transmitted Infections Treatment Guidelines, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), MMWR Recomm Rep. 2021;70(4):1-187
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