Densitometrie – Knochendichtemessung einfach erklärt
Die Densitometrie ist ein bildgebendes Messverfahren zur Bestimmung der Knochendichte. Sie wird eingesetzt, um Osteoporose frühzeitig zu erkennen und das Knochenbruchrisiko einzuschätzen.
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Die Densitometrie ist ein bildgebendes Messverfahren zur Bestimmung der Knochendichte. Sie wird eingesetzt, um Osteoporose frühzeitig zu erkennen und das Knochenbruchrisiko einzuschätzen.
Was ist die Densitometrie?
Die Densitometrie (auch Knochendichtemessung genannt) ist ein medizinisches Diagnoseverfahren, mit dem die Dichte und Festigkeit des Knochengewebes gemessen wird. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort densitas (Dichte) ab. Das Verfahren liefert wichtige Hinweise darauf, ob die Knochen gesund, geschwächt oder von Osteoporose betroffen sind – einer Erkrankung, bei der die Knochen an Substanz verlieren und brüchig werden.
Wie funktioniert die Densitometrie?
Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist die sogenannte DXA-Messung (Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie, englisch: Dual-Energy X-ray Absorptiometry). Dabei werden zwei Röntgenstrahlen unterschiedlicher Energiestufen durch den Körper geschickt. Anhand der Absorption dieser Strahlen im Gewebe kann der Mineralgehalt des Knochens (Kalzium und Phosphor) präzise berechnet werden.
Typische Messstellen
- Lendenwirbelsäule (LWS)
- Oberschenkelhals (proximaler Femur)
- Handgelenk (bei speziellen Fragestellungen)
Die Messung dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist schmerzlos. Die Strahlenbelastung ist sehr gering – deutlich niedriger als bei einer normalen Röntgenaufnahme.
Messergebnis: Der T-Score
Das Ergebnis der Densitometrie wird als T-Score angegeben. Dieser Wert vergleicht die gemessene Knochendichte mit dem Durchschnittswert eines gesunden jungen Erwachsenen im Alter von etwa 30 Jahren.
- T-Score über -1,0: Normalbefund – die Knochendichte ist im Normalbereich.
- T-Score zwischen -1,0 und -2,5: Osteopenie – eine verminderte Knochendichte, die noch keine Osteoporose darstellt, aber ein erhöhtes Risiko anzeigt.
- T-Score unter -2,5: Osteoporose – die Knochendichte ist deutlich verringert.
Zusätzlich wird häufig der Z-Score angegeben, der den Vergleich mit Personen gleichen Alters und Geschlechts ermöglicht. Dieser Wert ist besonders bei jüngeren Patientinnen und Patienten relevant.
Wann wird die Densitometrie eingesetzt?
Eine Knochendichtemessung wird empfohlen bei:
- Frauen ab dem 70. Lebensjahr und Männern ab dem 80. Lebensjahr (Routinescreening)
- Frauen nach den Wechseljahren mit bekannten Risikofaktoren
- Langzeitanwendung von Kortikosteroiden (Kortison)
- Vorliegen von Wirbelkörperbrüchen ohne erkennbares Trauma
- Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen (z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn)
- Kontrolle einer laufenden Osteoporose-Therapie
Welche anderen Methoden gibt es?
Neben der DXA-Methode gibt es weitere Verfahren zur Knochendichtemessung:
- Quantitative Computertomographie (QCT): Sehr präzise, aber mit höherer Strahlenbelastung verbunden.
- Quantitativer Ultraschall (QUS): Strahlenfreie Methode, häufig am Fersenbein gemessen – weniger genau, aber als Vorscreening geeignet.
- Periphere DXA (pDXA): Messung an Handgelenk oder Finger; praktisch, aber weniger aussagekräftig als die zentrale DXA.
Quellen
- Dachverband Osteologie (DVO): S3-Leitlinie Osteoporose, 2023. Verfügbar unter: https://www.dv-osteologie.org
- World Health Organization (WHO): Assessment of fracture risk and its application to screening for postmenopausal osteoporosis. WHO Technical Report Series 843, Geneva, 1994.
- Kanis JA et al. – European guidance for the diagnosis and management of osteoporosis in postmenopausal women. Osteoporosis International, 2019;30(1):3–44.
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