Dimethylaminoethanol (DMAE) – Wirkung und Anwendung
Dimethylaminoethanol (DMAE) ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die im Gehirn und in bestimmten Lebensmitteln vorkommt und als Vorläufer von Acetylcholin gilt.
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Dimethylaminoethanol (DMAE) ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die im Gehirn und in bestimmten Lebensmitteln vorkommt und als Vorläufer von Acetylcholin gilt.
Was ist Dimethylaminoethanol?
Dimethylaminoethanol (DMAE), auch bekannt als Deanol oder unter dem Kürzel DMAE, ist eine organische Verbindung, die natürlicherweise in geringen Mengen im menschlichen Gehirn produziert wird. Zudem kommt sie in bestimmten Lebensmitteln vor, insbesondere in fettem Meeresfisch wie Lachs, Sardinen und Sardellen. DMAE wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt und findet außerdem Anwendung in der Kosmetikindustrie.
Wirkmechanismus
DMAE gilt als Vorläufermolekül (Precursor) von Cholin und in der Folge von Acetylcholin, einem wichtigen Neurotransmitter im zentralen und peripheren Nervensystem. Acetylcholin ist entscheidend für Gedächtnis, Lernprozesse und neuromuskuläre Funktionen. Es wird angenommen, dass DMAE die Produktion von Acetylcholin im Gehirn steigert, indem es die Blut-Hirn-Schranke überquert und dort zu Cholin umgewandelt wird.
Zusätzlich werden DMAE antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Es soll die Anhäufung von Lipofuszin – einem Abbauprodukt, das sich mit dem Alter in Zellen ansammelt – reduzieren und so zellschützend wirken.
Medizinische und therapeutische Anwendung
Kognitive Funktion und Stimmung
DMAE wurde in der Vergangenheit unter dem Namen Deanol als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Verhaltensstörungen bei Kindern, insbesondere der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), eingesetzt. In einigen klinischen Studien zeigte sich ein positiver Effekt auf Stimmung, Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit. Die wissenschaftliche Datenlage ist jedoch insgesamt begrenzt und nicht eindeutig.
Sport und Nootropika
In der Sporternährung und im Bereich der Nootropika (leistungssteigernde Substanzen für das Gehirn) wird DMAE als Mittel zur Verbesserung der mentalen Klarheit, Fokussierung und körperlichen Ausdauer beworben. Belastbare klinische Belege für diese Anwendungen fehlen jedoch weitgehend.
Kosmetische Anwendung
In der Kosmetik wird DMAE als Inhaltsstoff in Anti-Aging-Produkten verwendet. Es soll die Hautspannung erhöhen, feine Linien reduzieren und die Hauttextur verbessern. Einige Studien deuten auf einen kurzfristigen hautstraffenden Effekt hin, der möglicherweise auf eine vorübergehende Anschwellung der Hautzellen zurückzuführen ist.
Nahrungsquellen
DMAE kommt in nennenswerten Mengen in folgenden Lebensmitteln vor:
- Lachs
- Sardinen
- Sardellen (Anchovis)
- Hering
- weiteren fettreichen Meeresfischen
Dosierung als Nahrungsergänzungsmittel
Als Nahrungsergänzungsmittel wird DMAE üblicherweise in Dosierungen von 100 bis 300 mg pro Tag eingesetzt. Es ist in Form von Kapseln, Tabletten und Pulver erhältlich. Eine offizielle Empfehlung durch Gesundheitsbehörden wie die WHO oder die EFSA besteht nicht. Die Einnahme sollte daher in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.
Nebenwirkungen und Sicherheit
DMAE gilt bei bestimmungsgemäßer Anwendung im Allgemeinen als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Kopfschmerzen
- Schlaflosigkeit oder lebhafte Träume
- Muskelspannungen oder Muskelzuckungen
- Reizbarkeit oder innere Unruhe
- Erhöhter Blutdruck bei höheren Dosen
Wichtiger Hinweis: DMAE ist nicht geeignet für Schwangere, da Tierstudien auf mögliche embryotoxische Wirkungen hinweisen. Auch Personen mit Epilepsie oder bipolarer Störung sollten DMAE nicht ohne ärztliche Rücksprache verwenden, da es die neuronale Erregbarkeit beeinflussen kann.
Wechselwirkungen
DMAE kann Wechselwirkungen mit folgenden Substanzen eingehen:
- Anticholinerge Medikamente: Da DMAE die Acetylcholinproduktion erhöht, kann es die Wirkung von Medikamenten, die Acetylcholin hemmen (z. B. bestimmte Antihistaminika, Blasenmedikamente), abschwächen.
- Cholinesterase-Hemmer: Kombinationen können zu einer übermäßigen Acetylcholin-Aktivität führen.
- Blutdruckmittel: Mögliche additive Effekte auf den Blutdruck.
Quellen
- Dimpfel W. et al. - Source and bioavailability of phosphatidylserine and DMAE as precursors for brain phospholipids - Nutritional Neuroscience, 2003.
- Grossman R. - The role of dimethylaminoethanol in cosmetic dermatology - American Journal of Clinical Dermatology, 2005;6(1):39-47.
- Haubrich DR, Gerber NH - Choline availability and the synthesis of acetylcholine - Journal of Neurochemistry, 1981;37(2):476-482.
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