Diphtherie: Symptome, Ursachen und Behandlung
Diphtherie ist eine gefährliche bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem die Atemwege befällt und durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae verursacht wird.
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Diphtherie ist eine gefährliche bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem die Atemwege befällt und durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae verursacht wird.
Was ist Diphtherie?
Diphtherie ist eine schwere, durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, die hauptsächlich die oberen Atemwege (Rachen, Kehlkopf, Nase) befällt. Der Erreger, Corynebacterium diphtheriae, produziert ein starkes Gift (Toxin), das Gewebe zerstören und lebenswichtige Organe wie Herz und Nervensystem schädigen kann. Dank flächendeckender Impfprogramme ist die Erkrankung in vielen Ländern heute selten, gilt aber weltweit noch als ernstzunehmende Bedrohung.
Ursachen und Übertragung
Diphtherie wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über:
- Tröpfcheninfektion: Husten, Niesen oder enges Sprechen mit einer infizierten Person.
- Direktkontakt: Berühren von infizierten Wunden oder kontaminierten Gegenständen (Schmierinfektion).
- Asymptomatische Träger: Personen ohne Krankheitssymptome können das Bakterium weitergeben.
Das von den Bakterien gebildete Diphtherietoxin ist für die schweren Krankheitsverläufe verantwortlich. Es hemmt die Proteinsynthese in Körperzellen und führt so zu Gewebeschäden.
Symptome
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 5 Tage. Typische Symptome sind:
- Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
- Heiserkeit und bellender Husten
- Bildung einer grau-weißen, fest haftenden Pseudomembran im Rachen oder auf den Mandeln
- Schwellung des Halses (sogenannter Crouphusten oder Stierhalspräsentation)
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Atemot bis hin zu lebensbedrohlicher Verlegung der Atemwege
In schweren Fällen kann das Toxin das Herz (Myokarditis), die Nerven (Polyneuropathie) sowie die Nieren schädigen.
Diagnose
Die Diagnose der Diphtherie erfolgt durch:
- Klinische Untersuchung: Beurteilung der typischen Pseudomembran und der Halsschwellung.
- Abstrich und Kultur: Entnahme eines Rachenabstrichs und mikrobiologische Anzucht des Erregers im Labor.
- Toxinnachweis: Nachweis des Diphtherietoxins mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) oder Elek-Test.
- Blutuntersuchungen: Zur Beurteilung von Entzündungszeichen und Organfunktionen.
Bei Verdacht auf Diphtherie ist eine sofortige Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt vorgeschrieben.
Behandlung
Die Behandlung der Diphtherie muss unverzüglich in einem Krankenhaus erfolgen:
- Diphtherie-Antitoxin: Ein spezifisches Gegengift (Antitoxin), das das noch im Umlauf befindliche Toxin neutralisiert. Die Gabe sollte so früh wie möglich erfolgen.
- Antibiotika: Penicillin oder Erythromycin werden eingesetzt, um die Bakterien abzutöten und die Übertragung zu verhindern.
- Intensivmedizinische Überwachung: Bei Atemwegsobstruktion kann eine Beatmung oder ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) erforderlich sein.
- Isolierung: Erkrankte Personen werden isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Vorbeugung und Impfung
Die wirksamste Maßnahme gegen Diphtherie ist die Schutzimpfung. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Diphtherie-Impfung als Kombinationsimpfstoff (z. B. zusammen mit Tetanus und Keuchhusten) für:
- Säuglinge ab dem 2. Lebensmonat (Grundimmunisierung)
- Auffrischungsimpfungen im Kindes- und Jugendalter
- Erwachsene alle 10 Jahre als Auffrischung
Der Impfschutz ist hochwirksam und verhindert schwere Krankheitsverläufe zuverlässig.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Diphtherie -- Ratgeber für Ärzte. Stand 2023. Verfügbar unter: https://www.rki.de
- World Health Organization (WHO): Diphtheria. Immunization, Vaccines and Biologicals. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Loscalzo J, Fauci A, Kasper D et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine. 21. Auflage. McGraw Hill, 2022.
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