Druckdolenz – Ursachen, Diagnose und Behandlung
Druckdolenz bezeichnet den Schmerz, der beim Drücken oder Betasten einer Körperstelle entsteht. Sie ist ein häufiges klinisches Zeichen und kann auf Entzündungen, Verletzungen oder Erkrankungen hinweisen.
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Druckdolenz bezeichnet den Schmerz, der beim Drücken oder Betasten einer Körperstelle entsteht. Sie ist ein häufiges klinisches Zeichen und kann auf Entzündungen, Verletzungen oder Erkrankungen hinweisen.
Was ist Druckdolenz?
Druckdolenz (auch Druckschmerzhaftigkeit oder Druckempfindlichkeit genannt) bezeichnet einen Schmerz oder ein Schmerzempfinden, das durch gezielten Druck auf eine Körperstelle ausgelöst wird. Sie ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein klinisches Zeichen, das bei der körperlichen Untersuchung durch Arzt oder Ärztin festgestellt wird. Die betroffene Stelle reagiert empfindlich auf Berührung oder Druck, obwohl im Ruhezustand möglicherweise kein oder nur wenig Schmerz besteht.
Ursachen
Druckdolenz kann in nahezu jedem Körperbereich auftreten und hat vielfältige Ursachen. Häufige Auslöser sind:
- Entzündungen: z. B. Appendizitis (Blinddarmentzündung), Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung) oder Bursitis (Schleimbeutelentzündung)
- Verletzungen: Prellungen, Zerrungen, Muskelfaserrisse oder Knochenbrüche
- Infektionen: lokale Infektionen wie Abszesse oder Lymphknotenvergrößerungen
- Erkrankungen innerer Organe: z. B. Druckdolenz im Oberbauch bei Gallenblasenentzündung oder Magengeschwür
- Muskuloskelettale Erkrankungen: z. B. Fibromyalgie, Arthritis oder Sehnenansatzreizungen (Tendinopathien)
- Gefäßerkrankungen: z. B. Thrombophlebitis (Venenentzündung)
Häufige Lokalisationen und ihre Bedeutung
Bauch (Abdomen)
Druckdolenz im Bauchbereich ist ein wichtiges diagnostisches Zeichen. Ein druckschmerzhafter rechter Unterbauch kann auf eine Appendizitis hinweisen. Druckschmerz im rechten Oberbauch ist typisch für Erkrankungen der Gallenblase oder Leber, während Schmerzen im linken Unterbauch auf eine Divertikulitis (Entzündung von Darmausstülpungen) hindeuten können.
Gelenke und Muskeln
Druckdolenz an Gelenken findet sich häufig bei Arthritis, Gicht oder nach Verletzungen. Muskeln können bei Überlastung, Entzündung oder Verletzung druckschmerzhaft sein. Bei Fibromyalgie bestehen charakteristische druckschmerzhafte Punkte (sogenannte Tender Points) an verschiedenen Körperstellen.
Knochen
Druckdolenz am Knochen kann auf einen Knochenbruch, eine Knochenentzündung (Osteomyelitis) oder in seltenen Fällen auf einen Knochentumor hinweisen.
Lymphknoten
Druckschmerzhafte, geschwollene Lymphknoten sind häufig ein Zeichen für eine nahegelegene Infektion oder Entzündung.
Diagnose
Die Feststellung von Druckdolenz erfolgt im Rahmen der klinischen Untersuchung. Dabei wird die betroffene Körperregion systematisch abgetastet (Palpation). Der Arzt oder die Ärztin achtet dabei auf:
- die genaue Lokalisation des Druckschmerzes
- die Intensität des Schmerzes
- ob der Schmerz in andere Körperbereiche ausstrahlt
- begleitende Zeichen wie Schwellung, Rötung oder Erwärmung
Je nach Verdacht werden weitere diagnostische Maßnahmen eingeleitet, z. B. Blutuntersuchungen, Ultraschall, Röntgen oder eine MRT-Untersuchung.
Behandlung
Die Behandlung der Druckdolenz richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Ursache. Allgemeine Maßnahmen können sein:
- Schonung der betroffenen Region
- Kühlung bei akuten Verletzungen oder Entzündungen
- Schmerzstillende Medikamente (z. B. Ibuprofen, Paracetamol)
- Physiotherapie bei muskuloskelettalen Ursachen
- Antibiotika bei bakteriellen Infektionen
- Operative Eingriffe bei schwerwiegenden Erkrankungen (z. B. Appendizitis, Abszess)
Wann zum Arzt?
Druckdolenz sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn sie:
- plötzlich und stark auftritt
- mit Fieber, Schwellung oder Rötung verbunden ist
- über mehrere Tage anhält oder sich verschlimmert
- im Bauchbereich auftritt und von Übelkeit, Erbrechen oder Fieber begleitet wird
- nach einer Verletzung entsteht und eine Fraktur nicht ausgeschlossen werden kann
Quellen
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin 2020.
- Siegenthaler W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose. Innere Krankheiten - vom Symptom zur Diagnose. 19. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2005.
- Herold G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2023.
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