Durchfall: Ursachen, Symptome & Behandlung
Durchfall (Diarrhoe) bezeichnet häufige, flüssige oder breiige Stuhlgänge. Er kann akut oder chronisch auftreten und hat viele Ursachen – von Infektionen bis hin zu Erkrankungen des Darms.
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Durchfall (Diarrhoe) bezeichnet häufige, flüssige oder breiige Stuhlgänge. Er kann akut oder chronisch auftreten und hat viele Ursachen – von Infektionen bis hin zu Erkrankungen des Darms.
Was ist Durchfall?
Durchfall (medizinisch: Diarrhoe oder Diarrhö) liegt vor, wenn Stuhl dreimal oder häufiger pro Tag in flüssiger oder breiiger Konsistenz abgesetzt wird. Begleitend können Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und ein dringender Stuhldrang auftreten. Durchfall ist eines der häufigsten Symptome weltweit und betrifft Menschen jeden Alters.
Ursachen
Die Ursachen von Durchfall sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall (kürzer als 4 Wochen) und chronischem Durchfall (länger als 4 Wochen).
Häufige Ursachen von akutem Durchfall
- Infektionen: Bakterien (z. B. Salmonellen, Campylobacter), Viren (z. B. Noroviren, Rotaviren) oder Parasiten (z. B. Giardia lamblia)
- Lebensmittelvergiftung: durch kontaminierte Speisen oder Getränke
- Medikamente: insbesondere Antibiotika oder Abführmittel
- Reisediarrhoe: häufig bei Reisen in Länder mit niedrigem Hygienestandard
- Stress und psychische Belastungen
Häufige Ursachen von chronischem Durchfall
- Reizdarmsyndrom (RDS)
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Mikroskopische Kolitis oder Darmtumoren
Symptome
Neben dem charakteristischen flüssigen oder breiigen Stuhl können folgende Begleitsymptome auftreten:
- Bauchschmerzen und -krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Übelkeit und Erbrechen
- Fieber (bei infektiösen Ursachen)
- Blut oder Schleim im Stuhl (bei schwerwiegenden Erkrankungen)
- Zeichen der Dehydration: Mundtrockenheit, Schwindel, verminderte Urinausscheidung
Diagnose
Die Diagnose richtet sich nach der Dauer und den Begleitsymptomen. Folgende Untersuchungen können durchgeführt werden:
- Stuhluntersuchung: zum Nachweis von Erregern, Blut oder Entzündungsmarkern
- Blutuntersuchung: Entzündungswerte, Elektrolyte, Schilddrüsenhormone
- Koloskopie (Darmspiegelung): bei chronischem oder blutigem Durchfall
- Ultraschall des Bauchs
- Atemtests: bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Behandlung
Allgemeine Maßnahmen
Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Elektrolyten, um einer Dehydration vorzubeugen. Geeignet sind Wasser, Brühe oder spezielle orale Rehydrationslösungen (ORS). Bei leichtem Durchfall empfiehlt sich eine schonende Ernährung mit leicht verdaulichen Speisen wie Zwieback, Banane oder gekochtem Reis.
Medikamentöse Behandlung
- Loperamid: hemmt die Darmbewegung und reduziert den Stuhldrang – nur bei nicht-infektiösem Durchfall geeignet
- Probiotika: können die Darmflora unterstützen und die Durchfalldauer verkürzen
- Antibiotika: nur bei nachgewiesener bakterieller Infektion und nach ärztlicher Verordnung
- Racecadotril: hemmt die übermäßige Flüssigkeitsabgabe in den Darm
Behandlung der Grunderkrankung
Bei chronischem Durchfall steht die Behandlung der auslösenden Erkrankung im Vordergrund – etwa eine glutenfreie Ernährung bei Zöliakie, eine spezifische medikamentöse Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder eine Diät bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Wann zum Arzt?
In folgenden Situationen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden:
- Durchfall länger als 2–3 Tage ohne Besserung
- Blut oder Schleim im Stuhl
- Hohes Fieber (über 38,5 °C)
- Zeichen einer Dehydration (starker Durst, kaum Urin, Schwindel)
- Durchfall bei Säuglingen, Kleinkindern oder älteren Menschen
- Starke Bauchschmerzen
Vorbeugung
Durch einfache Hygienemaßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko deutlich senken:
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
- Sorgfältige Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln
- Trinken von sauberem Wasser, besonders auf Reisen
- Impfungen (z. B. Rotavirus-Impfung für Säuglinge)
Quellen
- World Health Organization (WHO): Diarrhoeal disease – Fact Sheet. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diarrhoeal-disease (Stand: 2023)
- Robert Koch-Institut (RKI): Infektiöse Gastroenteritis – Ratgeber für Ärzte. Berlin, 2022.
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Chronische Diarrhoe, AWMF-Registernummer 021-024, 2022.
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