Laparoskopie – Bauchspiegelung einfach erklärt
Die Laparoskopie ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Untersuchung und Behandlung der Bauchhöhle. Dabei werden kleine Schnitte gesetzt und eine Kamera eingeführt.
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Die Laparoskopie ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren zur Untersuchung und Behandlung der Bauchhöhle. Dabei werden kleine Schnitte gesetzt und eine Kamera eingeführt.
Was ist eine Laparoskopie?
Die Laparoskopie (auch Bauchspiegelung genannt) ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren, bei dem Chirurginnen und Chirurgen das Innere der Bauchhöhle mithilfe einer kleinen Kamera – dem sogenannten Laparoskop – untersuchen oder behandeln. Im Gegensatz zu offenen Bauchoperationen werden bei der Laparoskopie nur wenige kleine Schnitte (sogenannte Inzisionen) von meist 0,5 bis 1,5 Zentimetern Länge benötigt. Dieses Verfahren wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt.
Wie funktioniert die Laparoskopie?
Zu Beginn des Eingriffs wird die Bauchhöhle mit Kohlendioxidgas (CO₂) aufgefüllt, um den Bauchraum zu erweitern und die Sicht zu verbessern. Durch einen kleinen Schnitt wird dann das Laparoskop eingeführt, das mit einer winzigen Kamera und einer Lichtquelle ausgestattet ist. Das Bild wird auf einen Monitor übertragen, sodass das Operationsteam die inneren Organe in Echtzeit beobachten kann. Für operative Eingriffe werden zusätzliche kleine Schnitte gesetzt, durch die chirurgische Instrumente eingeführt werden.
Wann wird eine Laparoskopie durchgeführt?
Die Laparoskopie wird bei einer Vielzahl von medizinischen Indikationen eingesetzt:
- Diagnostik: Abklärung von unklaren Bauchschmerzen, Verdacht auf Endometriose, Tumore oder Verwachsungen
- Gynäkologie: Entfernung von Myomen, Behandlung von Endometriose, Eileiterschwangerschaft
- Allgemeinchirurgie: Entfernung des Blinddarms (Appendektomie), der Gallenblase (Cholezystektomie) oder von Darmabschnitten
- Urologie: Nierenoperationen, Behandlung von Harnleitererkrankungen
- Bariatrische Chirurgie: Magenbypass oder Magenverkleinerung bei Adipositas
Vorbereitung und Durchführung
Eine Laparoskopie wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Vor dem Eingriff sind häufig eine Blutuntersuchung, ein EKG sowie eine Nüchternheit von mindestens sechs Stunden erforderlich. Die Dauer des Eingriffs variiert je nach Art der Maßnahme zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden.
Vorteile gegenüber offener Chirurgie
Die Laparoskopie bietet im Vergleich zur offenen Bauchoperation zahlreiche Vorteile:
- Kleinere Narben und besseres kosmetisches Ergebnis
- Geringerer Blutverlust während des Eingriffs
- Kürzere Krankenhausaufenthaltsdauer
- Schnellere Erholung und Rückkehr in den Alltag
- Geringeres Risiko für Wundinfektionen und Verwachsungen
Risiken und Komplikationen
Wie jede Operation birgt auch die Laparoskopie gewisse Risiken, die jedoch insgesamt gering sind:
- Verletzung von Blutgefäßen, Nerven oder Organen
- Infektionen an den Einstichstellen
- Thrombosen oder Embolien (seltener)
- Reaktionen auf das Narkosemittel
- In seltenen Fällen: Notwendigkeit einer Umstellung auf eine offene Operation (Konversion)
Nachsorge und Erholung
Nach einer Laparoskopie verbleiben Patientinnen und Patienten je nach Eingriff für einige Stunden bis wenige Tage im Krankenhaus. Leichte Schmerzen, Blähungen durch das eingebrachte CO₂-Gas sowie ein Völlegefühl sind in den ersten Tagen normal. Körperliche Schonung und das Vermeiden schwerer körperlicher Arbeit werden für 1 bis 2 Wochen empfohlen. Kontrolluntersuchungen beim behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin sind ein wichtiger Teil der Nachsorge.
Quellen
- Weiser TG et al. - Estimates of worldwide volume of 313 million surgical procedures. Lancet, 2015.
- Cuschieri A. - Laparoscopic surgery: current status, issues and future developments. Surgeon, 2005.
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) - OPS Klassifikation chirurgischer Eingriffe, 2023.
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