Dehiszenz – Ursachen, Symptome und Behandlung
Dehiszenz bezeichnet das Auseinanderweichen oder Aufreißen einer Wunde bzw. Operationsnaht. Sie ist eine mögliche Komplikation nach chirurgischen Eingriffen.
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Dehiszenz bezeichnet das Auseinanderweichen oder Aufreißen einer Wunde bzw. Operationsnaht. Sie ist eine mögliche Komplikation nach chirurgischen Eingriffen.
Was ist eine Dehiszenz?
Der Begriff Dehiszenz (von lateinisch dehiscere = sich öffnen, klaffen) bezeichnet in der Medizin das Auseinanderweichen oder Aufreißen einer chirurgischen Wunde oder Operationsnaht. Dabei können die Wundränder teilweise oder vollständig auseinanderklaffen, bevor die Wundheilung abgeschlossen ist. Eine Dehiszenz kann sowohl oberflächliche Hautschichten als auch tiefere Gewebeschichten oder innere Organe betreffen.
Ursachen
Eine Dehiszenz entsteht häufig durch ein Zusammenspiel mehrerer begünstigender Faktoren:
- Infektionen: Wundinfektionen sind eine der häufigsten Ursachen, da sie die Gewebeheilung hemmen und das Nahtmaterial schwächen können.
- Mechanische Belastung: Starker Zug auf die Naht, z. B. durch Husten, Niesen oder körperliche Anstrengung, kann zum Aufreißen führen.
- Gestörte Wundheilung: Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas oder eine schlechte Durchblutung beeinträchtigen die Geweberegeneration.
- Mangelernährung: Ein Mangel an Proteinen, Vitamin C oder Zink verzögert den Heilungsprozess.
- Immunsuppression: Medikamente wie Kortikosteroide oder Chemotherapeutika können die Heilung verlangsamen.
- Technische Faktoren: Fehler bei der Nahttechnik oder ungeeignetes Nahtmaterial können ebenfalls eine Dehiszenz begünstigen.
Symptome
Je nach Ausmaß und Lokalisation der Dehiszenz können folgende Zeichen auftreten:
- Sichtbares Auseinanderklaffen der Wundränder
- Schmerzen oder Druckgefühl im Wundbereich
- Rötung, Schwellung oder Wärme als Hinweise auf eine Infektion
- Austreten von Wundflüssigkeit, Blut oder Eiter
- Bei tiefer Dehiszenz: Austreten von Darmschlingen oder anderen inneren Organen (Eviszeration), was einen medizinischen Notfall darstellt
Diagnose
Die Diagnose einer Dehiszenz erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung der Wunde. Der Arzt oder die Ärztin beurteilt das Ausmaß des Klaffens, sucht nach Infektionszeichen und prüft, ob tiefere Gewebeschichten betroffen sind. Bei Verdacht auf eine tiefe oder innere Dehiszenz können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomografie (CT) eingesetzt werden.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad und der Ursache der Dehiszenz:
- Konservative Behandlung: Kleine, oberflächliche Dehiszenzen können durch regelmäßige Wundversorgung, feuchte Wundauflagen und Druckverbände behandelt werden, bis die Wunde von innen nach außen heilt (Sekundärheilung).
- Chirurgische Revision: Bei größeren oder tiefen Dehiszenzen ist häufig ein erneuter operativer Eingriff notwendig, bei dem die Wunde gesäubert, Infektionen behandelt und die Naht erneuert wird (Tertiärverschluss).
- Vakuumtherapie (VAC-Therapie): Ein Unterdruckverband kann eingesetzt werden, um die Wundheilung zu fördern und Infektionen zu reduzieren.
- Behandlung der Grunderkrankung: Ursachen wie eine schlecht eingestellte Diabeteserkrankung oder ein Nährstoffmangel müssen gleichzeitig therapiert werden.
Prävention
Das Risiko einer Dehiszenz kann durch verschiedene Maßnahmen reduziert werden: optimale Wundversorgung, konsequente Infektionsprophylaxe, Behandlung von Grunderkrankungen vor einem Eingriff, ausreichende Ernährung sowie die Verwendung geeigneter Nahttechniken und -materialien.
Quellen
- Bruns N., Bohnen J.M.A. (2021): Surgical site infections and wound dehiscence. In: Surgical Infections, 22(5), S. 480-487.
- Leaper D.J., Edmiston C.E. (2016): World Health Organization: global guidelines for the prevention of surgical site infection. Journal of Hospital Infection, 95(2), S. 135-136.
- Wundzentrum Hamburg e.V. / Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (2022): Leitlinie Lokaltherapie chronischer Wunden. AWMF-Registernummer 091-001.
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