Dennie-Morgan-Falten – Ursachen und Bedeutung
Dennie-Morgan-Falten sind charakteristische Hautfalten unterhalb der Augen, die häufig bei Neurodermitis auftreten und als klinisches Zeichen allergischer Erkrankungen gelten.
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Dennie-Morgan-Falten sind charakteristische Hautfalten unterhalb der Augen, die häufig bei Neurodermitis auftreten und als klinisches Zeichen allergischer Erkrankungen gelten.
Was sind Dennie-Morgan-Falten?
Dennie-Morgan-Falten (auch Dennie-Morgan-Linien genannt) sind doppelte oder einfache Faltenlinien, die sich im Bereich des Unterlids direkt unterhalb der Augen bilden. Sie gelten als ein klassisches klinisches Zeichen bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis) und sind nach den Ärzten Charles Clayton Dennie und William Perry Morgan benannt, die dieses Zeichen beschrieben haben.
Diese Falten entstehen typischerweise in der Kindheit und können ein Leben lang bestehen bleiben. Sie sind zwar nicht schmerzhaft oder medizinisch gefährlich, dienen jedoch als wichtiger Hinweis auf eine atopische Veranlagung.
Ursachen und Entstehung
Die genaue Ursache der Dennie-Morgan-Falten ist noch nicht vollständig geklärt, jedoch werden mehrere Faktoren diskutiert:
- Chronische Entzündung: Bei atopischer Dermatitis kommt es zu wiederkehrenden Entzündungsreaktionen der Haut, die das Bindegewebe im Bereich des Unterlids verändern können.
- Allergische Reaktionen: Häufiges Reiben der Augen infolge von Juckreiz oder allergischer Rhinitis kann zur Faltenbildung beitragen.
- Genetische Veranlagung: Dennie-Morgan-Falten treten familiär gehäuft auf und sind mit einer atopischen Disposition assoziiert.
- Ödem: Leichte Schwellungen im Unterlidbereich durch allergische Reaktionen können die Faltenbildung begünstigen.
Klinische Bedeutung und Zusammenhang mit atopischen Erkrankungen
Dennie-Morgan-Falten sind eines von mehreren Minor-Kriterien in den diagnostischen Kriterien der atopischen Dermatitis nach Hanifin und Rajka. Sie treten häufig gemeinsam mit anderen atopischen Erkrankungen auf:
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis)
- Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)
- Allergisches Asthma
- Allergische Konjunktivitis
Das gleichzeitige Auftreten dieser Erkrankungen wird als atopische Trias oder atopischer Formenkreis bezeichnet. Dennie-Morgan-Falten sind besonders bei Kindern mit atopischer Dermatitis zu beobachten, können jedoch auch bei Erwachsenen vorkommen.
Diagnose
Die Diagnose der Dennie-Morgan-Falten erfolgt rein klinisch, also durch Sichtbefund. Ein Arzt oder eine Ärztin erkennt die charakteristischen Faltenlinien unterhalb der Augen bei der körperlichen Untersuchung. Es sind keine speziellen Tests oder Laboruntersuchungen erforderlich, um dieses Zeichen festzustellen.
Im Rahmen der Abklärung einer atopischen Erkrankung können jedoch ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein:
- Allergietests (Prick-Test, spezifisches IgE im Blut)
- Blutbild mit Eosinophilenzählung
- Gesamt-IgE-Bestimmung
Behandlung
Dennie-Morgan-Falten selbst erfordern keine spezifische Behandlung, da sie keine medizinische Gefahr darstellen. Im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden atopischen Erkrankung:
- Basistherapie der Haut: Regelmäßige Anwendung rückfettender und feuchtigkeitsspendender Pflegeprodukte zur Stabilisierung der Hautbarriere.
- Kortikosteroide: Kurzfristige Anwendung topischer Kortikosteroide bei akuten Schüben der Neurodermitis.
- Calcineurin-Inhibitoren: Topische Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Pimecrolimus als steroidfreie Alternative.
- Antihistaminika: Zur Linderung von Juckreiz und allergischen Reaktionen.
- Allergenimmuntherapie: Bei nachgewiesenen Allergien kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) helfen, den Schweregrad atopischer Reaktionen zu reduzieren.
Aus ästhetischen Gründen können die Falten in seltenen Fällen mit dermatologischen oder kosmetischen Maßnahmen behandelt werden, dies ist jedoch medizinisch nicht notwendig.
Quellen
- Hanifin JM, Rajka G. Diagnostic features of atopic dermatitis. Acta Derm Venereol Suppl (Stockh). 1980;92:44-47.
- Wollenberg A et al. European guideline (EuroGuiDerm) on atopic eczema. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2022;36(9):1409-1431.
- Leung DYM, Guttman-Yassky E. Deciphering the complexities of atopic dermatitis: shifting paradigms in treatment approaches. J Allergy Clin Immunol. 2014;134(4):769-779.
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