DHEA – Hormon, Wirkung und Anwendung
DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein natürliches Hormon der Nebennierenrinde. Es gilt als Vorläuferhormon für Östrogen und Testosteron und wird auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
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DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein natürliches Hormon der Nebennierenrinde. Es gilt als Vorläuferhormon für Östrogen und Testosteron und wird auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
Was ist DHEA?
DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich in der Nebennierenrinde produziert wird. Es handelt sich um eines der am häufigsten vorkommenden Hormone im menschlichen Körper. DHEA dient als Vorläuferhormon (Prohormon) für die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron und spielt daher eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt.
Der DHEA-Spiegel im Blut ist in jungen Jahren am höchsten – typischerweise im Alter von 20 bis 30 Jahren – und nimmt mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab. Im Alter von 70 bis 80 Jahren beträgt der DHEA-Spiegel häufig nur noch 10–20 % des jugendlichen Höchstwerts. Dieses altersbedingte Absinken wird mit verschiedenen Alterungsprozessen in Verbindung gebracht.
Biologische Funktionen
DHEA erfüllt im Körper mehrere wichtige Aufgaben:
- Vorstufe für die Synthese von Östrogen und Testosteron
- Beteiligung an der Regulierung des Immunsystems
- Einfluss auf Stimmung, kognitive Funktionen und das allgemeine Wohlbefinden
- Mögliche Rolle bei der Regulierung des Körperfettanteils und der Muskelmasse
- Beteiligung am Knochenstoffwechsel
Medizinische Anwendungsgebiete
DHEA wird in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Kontexten eingesetzt:
Nebenniereninsuffizienz
Bei Personen mit Nebenniereninsuffizienz (z. B. Morbus Addison) ist die körpereigene DHEA-Produktion stark reduziert. Eine DHEA-Substitutionstherapie kann in diesen Fällen ärztlich verordnet werden, um Lebensqualität, Stimmung und sexuelles Wohlbefinden zu verbessern.
Altersbedingte Hormonveränderungen
Da der DHEA-Spiegel mit dem Alter sinkt, wird DHEA häufig im Rahmen der Anti-Aging-Medizin diskutiert. Studien zeigen jedoch gemischte Ergebnisse hinsichtlich eines allgemeinen Anti-Aging-Effekts.
Vaginale Atrophie
Eine niedrig dosierte, intravaginal angewendete DHEA-Formulierung (Prasterone) ist in mehreren Ländern zur Behandlung der vulvovaginalen Atrophie bei postmenopausalen Frauen zugelassen.
Fertilität und Wechseljahre
In der Reproduktionsmedizin wird DHEA manchmal ergänzend eingesetzt, um die Eizellqualität bei Frauen mit verminderter Ovarialreserve zu unterstützen. Die Evidenzlage ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Wirkmechanismus
DHEA wirkt im Körper sowohl direkt über eigene Rezeptoren als auch indirekt, indem es in der Leber, dem Fettgewebe und anderen peripheren Geweben in Östrogene (z. B. Estradiol) und Androgene (z. B. Testosteron) umgewandelt wird. Dieser Prozess wird als intrakrinte Wirkung bezeichnet und ist gewebespezifisch.
Dosierung und Einnahme
DHEA ist in einigen Ländern (z. B. USA) als rezeptfreies Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, in anderen Ländern (z. B. Deutschland) hingegen verschreibungspflichtig oder nicht zugelassen. Übliche Supplementierungsdosen liegen zwischen 25 mg und 100 mg täglich, wobei die individuell optimale Dosis stark variiert und ärztlich bestimmt werden sollte.
Eine unkontrollierte Einnahme ohne ärztliche Begleitung ist nicht empfehlenswert, da DHEA in aktive Geschlechtshormone umgewandelt wird und entsprechende hormonelle Wirkungen entfalten kann.
Nebenwirkungen und Risiken
Mögliche Nebenwirkungen einer DHEA-Supplementierung umfassen:
- Akne und fettige Haut
- Haarausfall (androgenetisch bedingt)
- Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
- Erhöhte Aggressivität (bei hohen Dosen)
- Hormonell bedingte Wachstumsförderung bei bestehenden hormonabhängigen Tumoren (z. B. Brust- oder Prostatakrebs)
- Veränderungen des Blutfettspiegels
Personen mit hormonabhängigen Erkrankungen, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie schwangere oder stillende Frauen sollten DHEA nicht einnehmen.
Quellen
- Baulieu EE et al. - Dehydroepiandrosterone (DHEA), DHEA sulfate, and aging. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2000.
- Labrie F - DHEA, important source of sex steroids in men and even more in women. Progress in Brain Research, 2010.
- Arlt W - Dehydroepiandrosterone and ageing. Best Practice and Research Clinical Endocrinology and Metabolism, 2004.
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