Divertikulose: Ursachen, Symptome und Behandlung
Divertikulose bezeichnet das Vorhandensein kleiner Ausstülpungen (Divertikel) in der Darmwand, meist im Dickdarm. Sie ist weit verbreitet und verläuft oft ohne Beschwerden.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Divertikulose"
Divertikulose bezeichnet das Vorhandensein kleiner Ausstülpungen (Divertikel) in der Darmwand, meist im Dickdarm. Sie ist weit verbreitet und verläuft oft ohne Beschwerden.
Was ist Divertikulose?
Die Divertikulose ist eine Erkrankung, bei der sich kleine, sackförmige Ausstülpungen der Darmwand, sogenannte Divertikel, bilden. Diese entstehen bevorzugt im Dickdarm (Kolon), insbesondere im Bereich des Sigmas (Sigma-Kolon), dem letzten Abschnitt des Dickdarms vor dem Enddarm. Die Erkrankung ist in westlichen Industrieländern sehr häufig und betrifft vor allem Menschen im mittleren und höheren Lebensalter.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Entstehung der Divertikulose ist nicht vollständig geklärt, jedoch spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Ballaststoffarme Ernährung: Eine Ernährung mit wenig Ballaststoffen führt zu hartem Stuhl und erhöhtem Druck im Dickdarm, was die Bildung von Divertikeln begünstigt.
- Alter: Mit zunehmendem Alter verliert die Darmwand an Elastizität und Festigkeit, was das Risiko erhöht.
- Bewegungsmangel: Zu wenig körperliche Aktivität kann die Darmtätigkeit verlangsamen und den Innendruck erhöhen.
- Übergewicht: Adipositas gilt als weiterer Risikofaktor.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung ist bekannt.
- Chronische Verstopfung (Obstipation): Häufiger erhöhter Druck beim Stuhlgang fördert die Entstehung von Ausstülpungen.
Symptome
In den meisten Fällen verursacht die Divertikulose keinerlei Beschwerden und wird oft zufällig bei einer Darmspiegelung oder bildgebenden Untersuchung entdeckt. Bei einem Teil der Betroffenen können jedoch folgende Beschwerden auftreten:
- Dumpfe Schmerzen oder Druckgefühl im linken Unterbauch
- Blähungen und Völlegefühl
- Unregelmäßiger Stuhlgang (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall)
Kommt es zu einer Entzündung der Divertikel, spricht man von einer Divertikulitis, die mit stärkeren Bauchschmerzen, Fieber und anderen Beschwerden einhergehen kann.
Diagnose
Die Divertikulose wird häufig als Zufallsbefund festgestellt. Folgende Untersuchungsmethoden werden eingesetzt:
- Koloskopie (Darmspiegelung): Die zuverlässigste Methode zur direkten Beurteilung der Divertikel und des Darminneren.
- Computertomographie (CT) des Abdomens: Besonders geeignet bei Verdacht auf Komplikationen wie Divertikulitis.
- Ultraschall (Sonographie): Kann erste Hinweise liefern, ist jedoch weniger präzise als CT oder Koloskopie.
Behandlung und Vorbeugung
Eine asymptomatische Divertikulose bedarf in der Regel keiner spezifischen medizinischen Behandlung. Im Vordergrund stehen präventive und symptomreduzierende Maßnahmen:
- Ballaststoffreiche Ernährung: Eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann den Darminhalt weicher machen und den Druck im Dickdarm senken.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich unterstützen die Darmfunktion.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität fördert die Darmmotorik.
- Vermeidung von Verstopfung: Ggf. können Quellstoffe wie Flohsamenschalen eingesetzt werden.
Bei Auftreten einer Divertikulitis oder anderer Komplikationen ist eine gezielte medizinische Behandlung, ggf. mit Antibiotika oder operativen Maßnahmen, erforderlich.
Komplikationen
Die Divertikulose selbst ist meist harmlos. Mögliche Komplikationen umfassen:
- Divertikulitis: Entzündung eines oder mehrerer Divertikel, die zu Abszessen, Perforationen oder Darmverschlüssen führen kann.
- Divertikelblutung: Blutungen aus einem Divertikel, die sich als Blut im Stuhl äußern können.
Quellen
- Leifeld L. et al. - S2k-Leitlinie Divertikelkrankheit/Divertikulitis, AWMF-Registernummer 021-020 (2022), Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).
- Strate LL, Morris AM. - Epidemiology, Pathophysiology, and Treatment of Diverticulitis. Gastroenterology. 2019;156(5):1282-1298. PubMed PMID: 30660732.
- World Gastroenterology Organisation (WGO) - WGO Practice Guideline: Diverticular Disease (2007, updated 2023). www.worldgastroenterology.org.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieRechtsschenkelblock
Spinozerebellär
Prophage
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Divertikulose + Divertikel + Kolondivertikulose + Darmdivertikulose