Klimakterium – Wechseljahre verständlich erklärt
Das Klimakterium bezeichnet die Übergangsphase im Leben der Frau rund um die letzte Regelblutung. Es umfasst hormonelle Veränderungen, die typische Beschwerden wie Hitzewallungen auslösen können.
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Das Klimakterium bezeichnet die Übergangsphase im Leben der Frau rund um die letzte Regelblutung. Es umfasst hormonelle Veränderungen, die typische Beschwerden wie Hitzewallungen auslösen können.
Was ist das Klimakterium?
Das Klimakterium (auch Klimakterium femininum oder Wechseljahre genannt) ist eine natürliche Lebensphase der Frau, in der die Eierstöcke ihre hormonelle Aktivität schrittweise einstellen. Im Mittelpunkt steht der sinkende Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken und geht mit einer Vielzahl körperlicher sowie psychischer Veränderungen einher.
Phasen des Klimakteriums
Das Klimakterium wird in drei aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilt:
- Prämenopause: Die Phase vor der letzten Regelblutung, in der der Zyklus unregelmäßiger wird und der Hormonspiegel zu schwanken beginnt. Diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
- Menopause: Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung, der erst rückwirkend nach zwölf Monaten ohne Blutung festgestellt wird. Das durchschnittliche Alter liegt bei etwa 51 Jahren.
- Postmenopause: Die Jahre nach der Menopause, in denen der Körper sich an den dauerhaft niedrigen Östrogenspiegel angepasst hat.
Ursachen und hormonelle Grundlage
Mit zunehmendem Alter erschöpft sich der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken. Dadurch produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen und Progesteron. Als Reaktion darauf schüttet die Hirnanhangsdrüse vermehrt die Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) aus, um die Eierstöcke zu stimulieren – allerdings ohne den gewünschten Effekt. Der Anstieg von FSH im Blut gilt als wichtiger diagnostischer Marker für das Klimakterium.
Symptome
Die Beschwerden im Klimakterium sind sehr individuell und reichen von kaum wahrnehmbar bis stark beeinträchtigend. Typische Symptome sind:
- Hitzewallungen und Nachtschweiß (vasomotorische Beschwerden)
- Schlafstörungen und Erschöpfung
- Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen
- Trockenheit der Schleimhäute (vaginal und oral)
- Nachlassende Libido
- Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
- Gelenkschmerzen und Muskelabbau
- Veränderungen der Haut und Haare (Haarverlust, trockene Haut)
Langfristig erhöht der Östrogenmangel das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund) und kardiovaskuläre Erkrankungen.
Diagnose
Die Diagnose des Klimakteriums wird in der Regel klinisch gestellt, das heißt auf Basis der geschilderten Symptome und des Alters der Patientin. Zur Bestätigung können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Blutuntersuchung: Messung von FSH, LH, Östradiol und TSH (zum Ausschluss von Schilddrüsenerkrankungen)
- Gynäkologische Untersuchung einschließlich Ultraschall
- Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) zur Osteoporosevorsorge
Behandlung und Therapieoptionen
Nicht jede Frau benötigt eine Behandlung. Bei starken Beschwerden stehen jedoch verschiedene Optionen zur Verfügung:
Hormontherapie (HRT)
Die Hormonersatztherapie (HRT, engl. Hormone Replacement Therapy) ist die wirksamste Methode zur Linderung klimakterischer Beschwerden, insbesondere Hitzewallungen. Sie wird als Tablette, Pflaster, Gel oder Vaginalcreme verabreicht. Nutzen und Risiken (z. B. erhöhtes Thrombose- oder Brustkrebsrisiko bei bestimmten Formen) müssen individuell mit dem Arzt oder der Ärztin abgewogen werden.
Nicht-hormonelle Therapien
- Phytoöstrogene: Pflanzliche Östrogen-ähnliche Stoffe (z. B. aus Soja oder Rotklee) können bei leichten Beschwerden helfen.
- Antidepressiva (SSRIs/SNRIs): Bei Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, wenn eine Hormontherapie nicht geeignet ist.
- Verhaltenstherapeutische Maßnahmen: Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressreduktion verbessern das allgemeine Wohlbefinden.
Lokale Behandlung
Vaginale Trockenheit kann effektiv mit lokalen Östrogencremes oder befeuchtenden Gelen behandelt werden, ohne dass systemische Hormone aufgenommen werden.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen (2020). Verfügbar unter: www.awmf.org
- Stute P. et al. – Menopause und Klimakterium: Grundlagen und Therapie. In: Gynäkologie und Geburtshilfe, Springer Verlag (2021).
- World Health Organization (WHO): Research on the Menopause in the 1990s. WHO Technical Report Series No. 866, Genf.
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