Calciferol D3 (Vitamin D3) - Wirkung und Mangel
Calciferol D3 (Cholecalciferol) ist die natuerliche Form von Vitamin D, die in der Haut durch Sonnenlicht gebildet wird und den Calcium- und Knochenstoffwechsel reguliert.
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Calciferol D3 (Cholecalciferol) ist die natuerliche Form von Vitamin D, die in der Haut durch Sonnenlicht gebildet wird und den Calcium- und Knochenstoffwechsel reguliert.
Was ist Calciferol D3?
Calciferol D3, auch bekannt als Cholecalciferol oder Vitamin D3, ist eine fettloesliche Verbindung aus der Gruppe der Secosteroide. Es handelt sich um die biologisch aktivierbare Vorstufe (Prohormon) des aktiven Vitamin D. Im Koerper wird Calciferol D3 in der Leber zu 25-Hydroxyvitamin D (Calcidiol) und anschliessend in der Niere zur biologisch aktiven Form Calcitriol umgewandelt. Calciferol D3 ist die Form, die der menschliche Koerper selbst produziert und die auch in zahlreichen Nahrungsergaenzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln eingesetzt wird.
Biologische Funktionen
Calciferol D3 uebernimmt im menschlichen Koerper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
- Kalzium- und Phosphatstoffwechsel: Foerderung der Kalziumaufnahme im Darm und Regulierung des Kalziumspiegels im Blut.
- Knochenmineralisierung: Unverzichtbar fuer den Aufbau und den Erhalt stabiler Knochen und Zaehne.
- Muskelfunktion: Unterstuetzung der normalen Muskelkraft und -koordination.
- Immunsystem: Modulierung der angeborenen und adaptiven Immunantwort.
- Zellwachstum und Differenzierung: Beteiligung an der Regulation des Zellzyklus.
- Herzkreislaufsystem und Nervensystem: Moegliche schuetzende Funktionen, die noch erforscht werden.
Nahrungsquellen
Der Koerper kann Calciferol D3 bei ausreichender UV-B-Bestrahlung der Haut selbst synthetisieren. Darueber hinaus liefern folgende Lebensmittel relevante Mengen:
- Fetter Seefisch (Lachs, Hering, Makrele, Sardinen)
- Lebertran und Fischleberoele
- Eigelb
- Leber (Rind, Schwein, Gefluegel)
- Angereicherte Lebensmittel wie Margarine, Milch und Fruehstueckscerealien
Empfohlene Zufuhr
Die offiziellen Empfehlungen zur taeglich empfohlenen Zufuhr variieren je nach Altersgruppe und Institution:
- Saeuglinge (0-12 Monate): 10 mcg (400 IE) laut WHO und der Deutschen Gesellschaft fuer Ernaehrung (DGE)
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene (1-70 Jahre): 15-20 mcg (600-800 IE) laut DGE und Europaeischer Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA)
- Aeltere Erwachsene (ueber 70 Jahre): 20 mcg (800 IE) laut DGE
- Schwangere und Stillende: 15-20 mcg (600-800 IE) laut DGE
Viele Experten empfehlen bei nachgewiesenem Mangel oder Risikogruppen hoehere Dosierungen, die aerztlich abgeklaert werden sollten.
Mangelsymptome
Ein Vitamin-D3-Mangel kann sich auf verschiedene Weisen aeussern:
- Muskelschwaeche und -schmerzen
- Knochen- und Gelenkschmerzen
- Rachitis (Knochendeformierungen bei Kindern)
- Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen) und Osteoporose
- Erhoehte Anfaelligkeit fuer Infekte
- Depressive Stimmung und Erschoepfung
- Haarausfall
Risikogruppen fuer Mangel
- Aeltere Menschen mit eingeschraenkter Sonnenlichtexposition
- Menschen mit dunkler Hautfarbe (geringere Vitamin-D-Synthese)
- Personen, die sich aus kulturellen oder medizinischen Gruenden kaum im Freien aufhalten
- Saeuglinge, die gestillt werden (Muttermilch enthaelt wenig Vitamin D)
- Menschen mit Malabsorptionsstoerungen (z. B. Morbus Crohn, Zoeliakie)
- Personen mit Adipositas (Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert und steht weniger zur Verfuegung)
Toxizitaet und Ueberdosierung
Da Calciferol D3 fettloeslich ist, kann es sich im Koerper anreichern. Eine Hypervitaminose D entsteht fast ausschliesslich durch exzessive Supplementierung, nicht durch Sonnenlichtexposition oder Ernaehrung. Symptome einer Ueberdosierung umfassen:
- Uebelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit
- Uebererhoehter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzaemie)
- Nierenprobleme bis hin zu Nierensteinen
- Schwaeche, Verwirrtheit und Herzrhythmusstorungen
Der sichere Tolerierbare Obere Aufnahmewert (UL) liegt laut EFSA fuer Erwachsene bei 100 mcg (4.000 IE) pro Tag.
Wechselwirkungen
Calciferol D3 kann mit verschiedenen Substanzen und Medikamenten interagieren:
- Kalzium-Ergaenzungen: Gleichzeitige Einnahme kann das Hyperkalzaemie-Risiko erhoehen.
- Thiazid-Diuretika: Koennen den Kalziumspiegel weiter erhoehen.
- Kortikosteroide: Hemmen die Vitamin-D-Aktivierung und foerdern Mangel.
- Cholestyramin und Orlistat: Vermindern die Aufnahme von fettloeslichen Vitaminen einschliesslich Vitamin D3.
- Magnesium: Notwendig fuer die Aktivierung von Vitamin D; ein Magnesiummangel kann die Wirkung von Calciferol D3 einschraenken.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung (DGE): Referenzwerte fuer die Naehrstoffzufuhr - Vitamin D. www.dge.de (2024)
- European Food Safety Authority (EFSA): Dietary Reference Values for Vitamin D. EFSA Journal, 2016;14(10):4547.
- Holick MF et al. - Evaluation, Treatment, and Prevention of Vitamin D Deficiency: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 2011;96(7):1911-1930.
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