Calciumphosphat – Wirkung, Mangel & Anwendung
Calciumphosphat ist eine Verbindung aus Calcium und Phosphat, die essenziell für den Aufbau von Knochen und Zähnen ist und als Nahrungsergänzungsmittel sowie Lebensmittelzusatz eingesetzt wird.
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Calciumphosphat ist eine Verbindung aus Calcium und Phosphat, die essenziell für den Aufbau von Knochen und Zähnen ist und als Nahrungsergänzungsmittel sowie Lebensmittelzusatz eingesetzt wird.
Was ist Calciumphosphat?
Calciumphosphat ist eine Gruppe anorganischer Verbindungen, die aus den Mineralstoffen Calcium und Phosphat bestehen. Es ist die wichtigste Mineralverbindung im menschlichen Körper und macht den Großteil der anorganischen Substanz in Knochen und Zähnen aus. In der Natur kommt Calciumphosphat in verschiedenen Formen vor, darunter Monocalciumphosphat, Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat. Im Körper liegt es hauptsächlich als Hydroxylapatit vor, einer kristallinen Form, die dem Skelett seine Festigkeit verleiht.
Biologische Funktionen
Calciumphosphat erfüllt im menschlichen Organismus zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:
- Knochen- und Zahnaufbau: Etwa 99 % des Körpercalciums und rund 85 % des Körperphosphats sind in Form von Calciumphosphat in Knochen und Zähnen gespeichert. Es gibt dem Skelett strukturelle Festigkeit und Stabilität.
- Mineralstoffhaushalt: Calciumphosphat dient als Reservoir für Calcium und Phosphat, die bei Bedarf in den Blutkreislauf abgegeben werden können.
- Zelluläre Funktionen: Phosphat als Bestandteil des Calciumphosphats ist wichtig für die Energiegewinnung (ATP), die DNA-Synthese und zahlreiche Stoffwechselprozesse.
- Signalübertragung: Calcium spielt eine zentrale Rolle bei der Muskelkontraktion, der Nervenweiterleitung und der Blutgerinnung.
Vorkommen in Lebensmitteln
Calciumphosphat ist natürlicherweise in vielen Lebensmitteln enthalten. Besonders reich daran sind:
- Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt)
- Fisch mit essbaren Knochen (z. B. Sardinen)
- Hülsenfrüchte und Nüsse
- Vollkornprodukte
- Grünes Blattgemüse (z. B. Brokkoli, Grünkohl)
Als Lebensmittelzusatzstoff wird Calciumphosphat unter den E-Nummern E341a (Monocalciumphosphat), E341b (Dicalciumphosphat) und E341c (Tricalciumphosphat) verwendet. Es dient als Backtriebmittel, Festigungsmittel, Trennmittel und Säureregulator in verarbeiteten Lebensmitteln.
Empfohlene Zufuhr
Die empfohlene tägliche Calciumzufuhr variiert je nach Alter und Lebensphase. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der WHO gelten folgende Richtwerte:
- Erwachsene (19–50 Jahre): 1.000 mg Calcium pro Tag
- Jugendliche (13–18 Jahre): 1.200 mg Calcium pro Tag
- Ältere Erwachsene (ab 51 Jahre): 1.000–1.200 mg Calcium pro Tag
- Schwangere und Stillende: 1.000 mg Calcium pro Tag
Für Phosphat empfiehlt die DGE Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von etwa 700 mg.
Mangelerscheinungen
Ein Mangel an Calcium oder Phosphat kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen:
- Calciummangel (Hypokalzämie): Muskelkrämpfe, Taubheitsgefühl, Kribbeln, in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle.
- Rachitis: Bei Kindern kann ein schwerer Calcium- und Vitamin-D-Mangel zu Rachitis führen, einer Erkrankung, bei der die Knochen weich und verformt werden.
- Osteoporose: Langfristiger Calciummangel erhöht das Risiko für Osteoporose, bei der die Knochendichte abnimmt und die Bruchgefahr steigt.
- Phosphatmangel (Hypophosphatämie): Muskelschwäche, Knochenschmerzen und in schweren Fällen Atemprobleme.
Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel
Calciumphosphat-Präparate werden medizinisch eingesetzt zur:
- Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose
- Unterstützung bei erhöhtem Calciumbedarf (z. B. in der Schwangerschaft, Stillzeit, im Wachstum)
- Behandlung von Hypokalzämie (Calciummangel im Blut)
- Unterstützung der Zahngesundheit
Die Bioverfügbarkeit von Calciumphosphat ist im Allgemeinen gut, kann jedoch durch Vitamin D, Magnesium und den allgemeinen Ernährungszustand beeinflusst werden. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm erheblich.
Überdosierung und Risiken
Eine übermäßige Zufuhr von Calciumphosphat, insbesondere durch Nahrungsergänzungsmittel, kann unerwünschte Wirkungen haben:
- Verstopfung und Magen-Darm-Beschwerden
- Nierensteine (bei sehr hoher Calciumzufuhr)
- Hyperkalzämie (erhöhter Calciumspiegel im Blut): Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, in schweren Fällen Herzprobleme
- Bei dauerhaft hoher Phosphatzufuhr: mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion und des Calcium-Phosphat-Gleichgewichts
Die tolerierbare Gesamtaufnahmemenge (UL) für Calcium liegt laut EFSA bei 2.500 mg pro Tag für Erwachsene.
Wechselwirkungen
Calciumphosphat kann Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten und Nährstoffen eingehen:
- Vitamin D: Fördert die Calciumabsorption im Darm und ist essenziell für den Calciumstoffwechsel.
- Eisen und Zink: Hohe Calciummengen können die Aufnahme dieser Mineralstoffe hemmen.
- Bisphosphonate und Tetracyclin-Antibiotika: Calcium kann die Absorption dieser Medikamente verringern; ein zeitlicher Abstand von mindestens 2 Stunden wird empfohlen.
- Magnesium: Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium zu Magnesium ist wichtig für die Knochengesundheit und Muskelfunktion.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr -- Calcium und Phosphor. www.dge.de
- World Health Organization (WHO): Calcium and magnesium in drinking water. WHO Press, Genf, 2009.
- Weaver CM, Peacock M: Calcium. Advances in Nutrition, 2011; 2(3): 290-292. doi:10.3945/an.111.000463
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