Cholezystektomie – Gallenblasenentfernung
Die Cholezystektomie ist die operative Entfernung der Gallenblase. Sie wird häufig bei Gallensteinen oder Gallenblasenentzündung durchgeführt und gilt als sicherer Eingriff.
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Die Cholezystektomie ist die operative Entfernung der Gallenblase. Sie wird häufig bei Gallensteinen oder Gallenblasenentzündung durchgeführt und gilt als sicherer Eingriff.
Was ist eine Cholezystektomie?
Die Cholezystektomie bezeichnet die chirurgische Entfernung der Gallenblase. Die Gallenblase ist ein kleines, birnenförmiges Organ unterhalb der Leber, das die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit speichert und bei Bedarf in den Dünndarm abgibt. Wenn die Gallenblase durch Gallensteine, Entzündungen oder andere Erkrankungen dauerhaft beeinträchtigt ist, kann ihre Entfernung notwendig werden. Die Cholezystektomie ist einer der häufigsten bauchchirurgischen Eingriffe weltweit.
Indikationen
Eine Cholezystektomie wird in folgenden Situationen empfohlen:
- Gallensteine (Cholelithiasis): Steinbildungen in der Gallenblase, die Schmerzen oder Komplikationen verursachen.
- Gallenblasenentzündung (Cholezystitis): Akute oder chronische Entzündung der Gallenblase, oft infolge von Gallensteinen.
- Gallensteine im Gallengang (Choledocholithiasis): Steine, die den Gallengang blockieren und zu Gelbsucht oder Pankreatitis führen können.
- Gallenblasenpoly pen: Polypen, die ein Risiko für eine bösartige Entartung darstellen.
- Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom): In frühen Stadien kann die Entfernung der Gallenblase heilend wirken.
Durchführung
Laparoskopische Cholezystektomie
Die bevorzugte Methode ist die laparoskopische Cholezystektomie (Schlüssellochchirurgie). Dabei werden mehrere kleine Schnitte im Bauch gesetzt, durch die eine Kamera (Laparoskop) und chirurgische Instrumente eingeführt werden. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert in der Regel 45 bis 90 Minuten. Vorteile dieser Methode sind kürzere Krankenhausaufenthalte, weniger Schmerzen nach der Operation und eine schnellere Erholung.
Offene Cholezystektomie
Bei der offenen Cholezystektomie wird ein größerer Schnitt im Oberbauch vorgenommen. Diese Methode wird eingesetzt, wenn die laparoskopische Vorgehensweise nicht möglich ist, zum Beispiel bei schweren Entzündungen, Verwachsungen oder Komplikationen während der Operation. Der Krankenhausaufenthalt und die Erholungszeit sind bei dieser Methode länger.
Vorbereitung und Nachsorge
Vor der Operation werden Blutuntersuchungen, eine Ultraschalluntersuchung der Gallenblase und gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren durchgeführt. Der Patient muss in der Regel ab dem Vorabend nüchtern bleiben. Nach dem Eingriff wird eine leichte, fettarme Ernährung empfohlen, bis sich der Verdauungstrakt an das Fehlen der Gallenblase angepasst hat. Die meisten Patienten können nach einer laparoskopischen Operation innerhalb weniger Tage ihren Alltag wieder aufnehmen.
Risiken und Komplikationen
Die Cholezystektomie ist ein sicherer Eingriff, dennoch können folgende Komplikationen auftreten:
- Verletzung des Gallengangs
- Blutungen
- Infektionen der Wunde oder der Bauchhöhle
- Galleleck nach der Operation
- Verletzung benachbarter Organe (Darm, Leber)
- Anästhesiekomplikationen
Langfristig kann ein sogenanntes Post-Cholezystektomie-Syndrom auftreten, das sich durch anhaltende Oberbauchbeschwerden, Blähungen oder Durchfall äußert. Dieses tritt jedoch nur bei einem kleinen Teil der operierten Patienten auf.
Leben ohne Gallenblase
Nach der Entfernung der Gallenblase wird die Gallenflüssigkeit kontinuierlich direkt von der Leber in den Dünndarm abgegeben, anstatt zwischengespeichert zu werden. Die meisten Menschen gewöhnen sich gut daran und führen ein beschwerdefreies Leben. Anfangs kann eine fettarme Ernährung helfen, Verdauungsbeschwerden zu vermeiden.
Quellen
- Lammert F. et al. - S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Gallensteinen. AWMF-Leitlinie (2018).
- Strasberg S.M. - Acute Calculous Cholecystitis. New England Journal of Medicine, 2008; 358(26): 2804-2811.
- World Health Organization (WHO) - Essential Surgery: Disease Control Priorities (3rd edition), Volume 1, 2015.
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