Magnesiumresorptionsrate – Definition und Einflussfaktoren
Die Magnesiumresorptionsrate beschreibt, wie viel Prozent des aufgenommenen Magnesiums der Darm tatsaechlich ins Blut aufnimmt. Sie ist entscheidend fuer die Versorgung des Koerpers mit diesem lebenswichtigen Mineralstoff.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Magnesiumresorptionsrate"
Die Magnesiumresorptionsrate beschreibt, wie viel Prozent des aufgenommenen Magnesiums der Darm tatsaechlich ins Blut aufnimmt. Sie ist entscheidend fuer die Versorgung des Koerpers mit diesem lebenswichtigen Mineralstoff.
Was ist die Magnesiumresorptionsrate?
Die Magnesiumresorptionsrate (auch Magnesiumabsorptionsrate genannt) gibt an, welcher Anteil des mit der Nahrung oder einem Praeparat aufgenommenen Magnesiums tatsaechlich aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangt und dem Koerper zur Verfuegung steht. Sie wird meist in Prozent angegeben und ist ein wichtiger Massstab fuer die Bioverfuegbarkeit von Magnesium.
Im Durchschnitt werden beim gesunden Erwachsenen etwa 30 bis 50 Prozent des mit der Nahrung aufgenommenen Magnesiums resorbiert. Dieser Wert kann jedoch stark schwanken und haengt von zahlreichen Faktoren ab.
Wie funktioniert die Magnesiumresorption?
Magnesium wird hauptsaechlich im Duenndarm (insbesondere im Jejunum und Ileum) sowie zu einem kleineren Teil im Dickdarm aufgenommen. Dabei gibt es zwei Transportwege:
- Transzellularer Transport: Magnesium wird aktiv durch spezielle Kanalproteine (TRPM6 und TRPM7) durch die Darmzellen transportiert. Dieser Weg ist saettigbar und wird bei niedrigem Magnesiumstatus bevorzugt genutzt.
- Parazellularer Transport: Magnesium gelangt passiv zwischen den Darmzellen hindurch in den Blutkreislauf. Dieser Weg haengt vor allem von der Konzentration im Darmlumen ab und ist bei hoher Magnesiumzufuhr bedeutsamer.
Einflussfaktoren auf die Resorptionsrate
Die Magnesiumresorptionsrate ist nicht konstant, sondern wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
Faktoren, die die Resorption erhoehen
- Niedriger Magnesiumstatus: Bei einem Magnesiummangel erhoehen sich die Transportproteine im Darm, sodass mehr Magnesium aufgenommen wird.
- Bestimmte Magnesiumverbindungen: Organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat, Magnesiumglycinat oder Magnesiummalat weisen eine hoehere Resorptionsrate auf als anorganische Verbindungen wie Magnesiumoxid.
- Gleichzeitige Aufnahme von Vitamin D: Vitamin D unterstuetzt aktive Transportmechanismen und kann die Magnesiumaufnahme verbessern.
- Saeurereiches Milieu im Magen: Eine ausreichende Magensaeure foerdert die Loeslichkeit von Magnesiumverbindungen und erleichtert so die Resorption.
Faktoren, die die Resorption verringern
- Hohe Zufuhrmengen: Bei sehr hoher Magnesiumaufnahme sinkt die prozentuale Resorptionsrate, da die aktiven Transporter gesaettigt sind.
- Phytate und Oxalate: Diese in pflanzlichen Lebensmitteln enthaltenen Verbindungen koennen Magnesium binden und dadurch seine Aufnahme hemmen.
- Ueberschuessiges Calcium oder Zink: Ein hohes Angebot an Calcium oder Zink kann mit Magnesium um dieselben Transportwege konkurrieren.
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Erkrankungen wie Morbus Crohn, Zoeliakie oder chronischer Durchfall koennen die Resorption erheblich einschraenken.
- Bestimmte Medikamente: Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) reduzieren die Magensaeure und koennen dadurch die Magnesiumresorption langfristig vermindern.
Klinische Bedeutung
Die Kenntnis der Magnesiumresorptionsrate ist klinisch relevant, da ein Magnesiummangel (Hypomagnesiamie) vielfaeltige Beschwerden verursachen kann, darunter Muskelkraempfe, Herzrhythmusstoerrungen, Ermuedung und Nervositaet. Durch die Wahl einer gut resorbierbaren Magnesiumverbindung und die Beruecksichtigung hemmender Faktoren laesst sich die Versorgung des Koerpers optimieren.
Bei bestimmten Risikogruppen wie aelteren Menschen, Diabetikern, Sportlern oder Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen ist auf eine ausreichende Magnesiumversorgung und gegebenenfalls eine gezielte Supplementierung zu achten.
Empfohlene Tageszufuhr
Die Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung (DGE) empfiehlt fuer Erwachsene eine taegliche Magnesiumzufuhr von 300 bis 350 mg fuer Frauen und 350 bis 400 mg fuer Maenner. Da nicht die gesamte aufgenommene Menge resorbiert wird, sollte die Nahrungszufuhr diese Referenzwerte abdecken.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung (DGE): Referenzwerte fuer die Naehrstoffzufuhr - Magnesium. www.dge.de (2024).
- Gröber U., Schmidt J., Kisters K.: Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015;7(9):8199-8226. doi:10.3390/nu7095388.
- Schuchardt J.P., Hahn A.: Intestinal Absorption and Factors Influencing Bioavailability of Magnesium. Current Nutrition and Food Science. 2017;13(4):260-278.
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