Gingiva-Index – Bewertung der Zahnfleischgesundheit in der zahnärztlichen Diagnostik
Der Gingiva-Index misst den Entzündungsgrad des Zahnfleischs auf einer Skala von 0 bis 3. Er dient der Diagnose und Verlaufskontrolle von Gingivitis und ist in der Zahnmedizin weit verbreitet.
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Der Gingiva-Index (GI) ist ein etabliertes zahnmedizinisches Verfahren zur Beurteilung des Entzündungsgrades des Zahnfleischs (Gingiva).
Der Gingiva-Index wurde 1963 von Löe und Silness eingeführt und dient der objektiven Erfassung von Gingivitis, also Zahnfleischentzündungen, durch die Bewertung klinischer Merkmale wie Rötung, Schwellung, Blutung und Oberflächenstruktur. Der Gingiva-Index wird in der täglichen Praxis sowie in klinischen Studien verwendet, um den Gesundheitszustand des Zahnfleischs zu dokumentieren und Therapieerfolge messbar zu machen.
Die Bewertung erfolgt visuell und durch Sondierung an vier Flächen jedes Zahnes (mesial, distal, vestibulär, oral) und wird nach einem numerischen System von 0 bis 3 eingestuft:
- 0 = gesundes Zahnfleisch (blassrosa, fest, keine Blutung)
- 1 = leichte Entzündung (Rötung, leichter Ödem, keine Blutung bei Sondierung)
- 2 = mäßige Entzündung (Rötung, Schwellung, Blutung bei Sondierung)
- 3 = schwere Entzündung (deutliche Rötung, Ödem, Spontanblutung, evtl. Ulzerationen)
Der durchschnittliche Gingiva-Index eines Patienten ergibt sich aus der Summe aller Einzelwerte geteilt durch die Anzahl der bewerteten Flächen. Je höher der Wert, desto ausgeprägter die Entzündung. Der GI ist besonders hilfreich zur Verlaufskontrolle bei Gingivitis-Therapien, zur Beurteilung der Mundhygieneeffektivität oder zur Erkennung von Risikopatienten, etwa im Rahmen der Parodontitis-Prävention.
Wichtige Merkmale des Gingiva-Index:
- Beurteilung der Zahnfleischentzündung anhand sichtbarer Merkmale
- Skala von 0 (gesund) bis 3 (schwere Entzündung)
- Erfassung an vier Zahnflächen pro Zahn
- Anwendung in der klinischen Diagnostik und Studien
- Unterstützt die Verlaufsbeurteilung und Prävention parodontaler Erkrankungen
Literaturhinweise
- Löe, H., & Silness, J. (1963). "Periodontal disease in pregnancy. I. Prevalence and severity." Acta Odontologica Scandinavica.
- Armitage, G. C. (2004). "Development of a classification system for periodontal diseases and conditions." Annals of Periodontology.
- Hefti, A. F. (1997). "Periodontal probing depth, a misleading clinical parameter." Periodontology 2000.
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