Meningitis-Impfung: Schutz vor Hirnhautentzündung
Die Meningitis-Impfung schützt vor lebensbedrohlicher Hirnhautentzündung. Erfahren Sie, wer sich impfen lassen sollte und welche Impfstoffe verfügbar sind.
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Die Meningitis-Impfung schützt vor lebensbedrohlicher Hirnhautentzündung. Erfahren Sie, wer sich impfen lassen sollte und welche Impfstoffe verfügbar sind.
Was ist die Meningitis-Impfung?
Die Meningitis-Impfung ist eine vorbeugende Schutzmaßnahme gegen die Hirnhautentzündung (Meningitis), eine potenziell lebensbedrohliche Entzündung der Hirnhäute. Verschiedene Erreger können eine Meningitis auslösen, darunter Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) sowie bestimmte Viren. Die Impfung zielt darauf ab, das Immunsystem auf diese Erreger vorzubereiten, sodass der Körper im Ernstfall schnell und wirksam reagieren kann.
Verfügbare Impfstoffe
Je nach Erreger stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung:
- Meningokokken-Impfstoffe: Schützen gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W und Y (tetravalente Impfstoffe) sowie gegen den besonders gefährlichen Typ B (MenB-Impfstoff). In Deutschland empfiehlt die STIKO die Meningokokken-C-Impfung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr.
- Pneumokokken-Impfstoffe: Schützen vor Infektionen durch Pneumokokken, die neben Meningitis auch Lungenentzündung und Mittelohrentzündung verursachen können. Empfohlen für Säuglinge, ältere Menschen und Risikopatienten.
- Hib-Impfstoff: Teil der Sechsfach-Impfung im Säuglingsalter, schützt vor Haemophilus influenzae Typ b.
- Masern-Mumps-Röteln (MMR)-Impfung: Schützt indirekt vor virusbedingter Meningitis, da Masern- und Mumpsviren Hirnhautentzündungen auslösen können.
Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt folgende Impfungen:
- Säuglinge und Kleinkinder: Standardimpfungen gegen Hib, Pneumokokken und Meningokokken C im Rahmen des Impfkalenders.
- Jugendliche und junge Erwachsene: Insbesondere beim Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Schule, Universität, Kaserne) wird eine Auffrischung oder erstmalige Impfung gegen Meningokokken empfohlen.
- Reisende: Bei Reisen in Risikogebiete (z. B. Subsahara-Afrika, sogenannter Meningitisgürtel) ist eine Impfung gegen Meningokokken A, C, W und Y empfohlen.
- Risikopatienten: Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Milzlosigkeit oder bestimmten chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko und sollten besonders konsequent geimpft werden.
Wie wirkt die Impfung?
Die Meningitis-Impfstoffe sind sogenannte Totimpfstoffe oder konjugierte Polysaccharid-Impfstoffe. Sie enthalten abgetötete Erreger, Erregerbestandteile oder an Trägerproteine gekoppelte Zuckermoleküle (Polysaccharide) der Bakterienoberfläche. Das Immunsystem erkennt diese Bestandteile als fremd, bildet spezifische Antikörper und entwickelt ein immunologisches Gedächtnis. Bei erneutem Kontakt mit dem echten Erreger kann der Körper schnell und effektiv reagieren und die Erkrankung verhindern oder deutlich abschwächen.
Nebenwirkungen und Verträglichkeit
Die Meningitis-Impfungen gelten als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind:
- Lokale Reaktionen an der Einstichstelle: Rötung, Schwellung, Schmerzen
- Allgemeine Reaktionen: leichtes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen
- Selten: allergische Reaktionen
Schwere unerwünschte Wirkungen sind sehr selten. Das Risiko einer Meningitis-Erkrankung überwiegt bei Weitem das Risiko möglicher Impfnebenwirkungen.
Bedeutung der Impfung
Meningitis kann sich innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich entwickeln. Selbst bei erfolgreicher Behandlung können schwere Folgeschäden wie Hörverlust, Hirnschäden oder Gliedmaßenverluste auftreten. Die Impfung ist daher eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung dieser schwerwiegenden Erkrankung. Durch hohe Impfquoten in der Bevölkerung kann zudem ein Herdenschutz entstehen, der auch ungeimpfte vulnerable Personen schützt.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI) / Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der STIKO zur Meningokokken-Impfung. epidemiologisches Bulletin, 2023. Verfügbar unter: www.rki.de
- World Health Organization (WHO): Meningococcal meningitis. Fact Sheet, 2023. Verfügbar unter: www.who.int
- Lemon SM, Mack A (Hrsg.): Microbial Threats to Health: Emergence, Detection, and Response. National Academies Press, Washington D.C., 2003.
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