Claudicatio – Ursachen, Symptome & Behandlung
Claudicatio bezeichnet belastungsabhängige Schmerzen in den Beinen, meist durch verengte Arterien. Sie ist ein typisches Zeichen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK).
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Claudicatio"
Claudicatio bezeichnet belastungsabhängige Schmerzen in den Beinen, meist durch verengte Arterien. Sie ist ein typisches Zeichen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK).
Was ist Claudicatio?
Claudicatio (lateinisch für "Hinken") ist ein medizinischer Begriff, der belastungsabhängige Schmerzen, Krämpfe oder ein Schweregefühl in den Beinen beschreibt. Ausgelöst werden diese Beschwerden durch eine unzureichende Durchblutung der Muskulatur während körperlicher Aktivität. Die häufigste Form ist die Claudicatio intermittens, die im Volksmund auch als "Schaufensterkrankheit" bekannt ist, weil Betroffene regelmäßig stehen bleiben müssen und dabei scheinbar Schaufenster betrachten.
Ursachen
Die Hauptursache der Claudicatio ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), bei der Arterien durch Ablagerungen (Arteriosklerose) verengt oder verschlossen werden. Risikofaktoren sind:
- Rauchen (größter Einzelrisikofaktor)
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie)
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Höheres Lebensalter und männliches Geschlecht
Seltenere Ursachen sind entzündliche Gefäßerkrankungen, Thrombosen oder neurologische Störungen (neurogene Claudicatio), die z. B. bei einer Spinalkanalstenose auftreten können.
Symptome
Das Leitsymptom der Claudicatio intermittens ist der wiederkehrende Schmerz in der Wadenmuskulatur, dem Oberschenkel oder der Gesäßregion, der bei Belastung auftritt und in Ruhe nachlässt. Typische Merkmale:
- Schmerzen treten nach einer bestimmten Gehstrecke auf (sogenannte "schmerzfreie Gehstrecke")
- Beschwerden verschwinden nach kurzer Ruhepause
- Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kältegefühl in den Beinen
- Blasse oder bläuliche Verfärbung der Haut
- Im fortgeschrittenen Stadium: Ruheschmerzen und schlecht heilende Wunden
Diagnose
Die Diagnose wird klinisch und mit apparativen Untersuchungen gestellt:
- Knöchel-Arm-Index (ABI): Verhältnis des Blutdrucks am Knöchel zum Blutdruck am Arm; ein Wert unter 0,9 gilt als pathologisch.
- Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung zur Darstellung von Blutfluss und Gefäßverengungen.
- Angiographie (MRT oder CT): Bildgebende Darstellung der Gefäße zur genauen Lokalisierung von Verengungen.
- Gehtest zur Bestimmung der schmerzfreien und maximalen Gehstrecke.
Behandlung
Konservative Therapie
Gehtraining ist die wichtigste konservative Maßnahme und kann die schmerzfreie Gehstrecke deutlich verlängern. Ergänzend werden Risikofaktoren behandelt:
- Rauchstopp (unbedingt erforderlich)
- Einstellung von Diabetes und Blutdruck
- Lipidsenkende Medikamente (z. B. Statine)
- Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel)
Interventionelle und operative Therapie
Bei ausgeprägten Beschwerden oder kritischer Extremitätenischämie kommen interventionelle oder chirurgische Verfahren zum Einsatz:
- Perkutane transluminale Angioplastie (PTA): Aufweitung der verengten Arterie mit einem Ballonkatheter, oft mit Stent.
- Bypass-Operation: Umgehung der verschlossenen Gefäßabschnitte durch ein körpereigenes oder künstliches Gefäß.
- Thrombendarteriektomie: Chirurgische Entfernung von Ablagerungen aus der Arterie.
Quellen
- Lawall H. et al. - S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. AWMF-Registernummer 065-003, 2015/2016.
- Norgren L. et al. - Inter-Society Consensus for the Management of Peripheral Arterial Disease (TASC II). Journal of Vascular Surgery, 2007.
- World Health Organization (WHO) - Cardiovascular diseases: Peripheral arterial disease. WHO Fact Sheets, 2023.
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