Corona phlebectatica – Ursachen und Behandlung
Die Corona phlebectatica ist ein Zeichen einer fortgeschrittenen chronischen Veneninsuffizienz: sichtbare, fächerförmig erweiterte Venen am Innen- oder Außenknöchel.
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Die Corona phlebectatica ist ein Zeichen einer fortgeschrittenen chronischen Veneninsuffizienz: sichtbare, fächerförmig erweiterte Venen am Innen- oder Außenknöchel.
Was ist die Corona phlebectatica?
Die Corona phlebectatica (auch Corona phlebectatica paraplantaris genannt) bezeichnet ein charakteristisches Muster von fächerartig angeordneten, erweiterten kleinen Hautvenen, die vor allem im Bereich des Innen- und Außenknöchels sowie an der seitlichen Fußsohle sichtbar werden. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: corona bedeutet Krone und phlebectatica bezieht sich auf die Erweiterung von Venen. Das Bild erinnert an eine kronenförmige Anordnung feiner blauer oder rötlich-blauer Äderchen.
Die Corona phlebectatica gilt als klinisches Zeichen einer chronisch venösen Insuffizienz (CVI) und wird in der internationalen CEAP-Klassifikation (einer standardisierten Einteilung von Venenerkrankungen) dem Stadium C4a zugeordnet. Ihr Vorhandensein weist darauf hin, dass der venöse Rückstrom aus den Beinen dauerhaft gestört ist und der erhöhte Venendruck bereits feine Hautgefäße geschädigt hat.
Ursachen
Die Hauptursache der Corona phlebectatica ist ein anhaltend erhöhter Druck in den Venen des Unterschenkels und Fußes, wie er bei der chronischen Veneninsuffizienz entsteht. Dieser Druckanstieg führt zur Erweiterung der kleinsten Hautgefäße (Kapillaren und Venolen) und macht diese sichtbar.
- Chronische venöse Insuffizienz (CVI): häufigste Ursache, bedingt durch undichte Venenklappen oder Thrombosen
- Krampfadern (Varizen): erweiterte oberflächliche Venen erhöhen den Druck im gesamten venösen System
- Postthrombotisches Syndrom: Folgeerscheinung nach einer tiefen Venenthrombose
- Genetische Veranlagung: familiäre Häufung von Venenerkrankungen begünstigt die Entstehung
- Langes Stehen oder Sitzen: fördert den venösen Rückstau
- Übergewicht: erhöht den intravenösen Druck
Symptome und klinisches Bild
Die Corona phlebectatica selbst verursacht in der Regel keine direkten Beschwerden. Sie ist primär ein visueller Befund, der auf eine zugrundeliegende Venenerkrankung hinweist. Begleitend können jedoch typische Symptome der chronischen Veneninsuffizienz auftreten:
- Schweregefühl und Müdigkeit in den Beinen, besonders abends
- Knöchelschwellungen (Ödeme), die sich im Tagesverlauf verschlechtern
- Kribbeln, Juckreiz oder Spannungsgefühl im Unterschenkelbereich
- Verfärbungen der Haut (Hyperpigmentierung, Purpura)
- Im fortgeschrittenen Stadium: Hauttrockenheit, Ekzeme oder Ulcus cruris (offenes Bein)
Diagnose
Die Diagnose der Corona phlebectatica erfolgt in erster Linie durch die klinische Inspektion: Der Arzt oder die Ärztin erkennt das typische fächerförmige Muster erweiterter Venen an Knöchel und Fuß. Zur weiteren Abklärung der zugrundeliegenden Venenerkrankung kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
- Duplex-Sonografie: Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung des Blutflusses und der Venenklappen
- Phlebografie: Röntgenuntersuchung der Venen mit Kontrastmittel (bei speziellen Fragestellungen)
- Lichtreflexionsrheografie (LRR): Messung der venösen Pumpfunktion
- CEAP-Klassifikation: standardisierte Einordnung des Schweregrades der Venenerkrankung
Das Vorhandensein einer Corona phlebectatica ist ein wichtiger Hinweis, der eine vollständige phlebologische Untersuchung notwendig macht, da es sich um ein Zeichen einer fortgeschrittenen CVI handelt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich in erster Linie gegen die zugrundeliegende chronische Veneninsuffizienz. Das Ziel ist es, den venösen Rückstau zu reduzieren, den Venendruck zu senken und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Konservative Maßnahmen
- Kompressionstherapie: medizinische Kompressionsstrümpfe oder -verbände sind die wichtigste Basistherapie
- Bewegung: regelmäßige Aktivierung der Wadenmuskelpumpe durch Gehen, Radfahren oder Schwimmen
- Hochlagern der Beine: zur Reduktion von Ödemen und venösem Druck
- Gewichtsreduktion: bei Übergewicht zur Entlastung des Venensystems
- Venentonisierende Medikamente: z. B. Rosskastanienextrakt (Aescin) zur Unterstützung der Venenwandfestigkeit
Interventionelle und operative Maßnahmen
- Sklerotherapie: Verödung von Krampfadern und erweiterten Hautgefäßen durch Injektion eines Verödungsmittels
- Endovenöse thermische Verfahren: Laserbehandlung oder Radiofrequenzablation zur Ausschaltung insuffizienter Venen
- Operative Varizenentfernung (Phlebektomie): chirurgische Entfernung von Krampfadern
Quellen
- Eklöf B et al. - Revision of the CEAP classification for chronic venous disorders: Consensus statement. Journal of Vascular Surgery, 2004;40(6):1248-1252.
- Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP) - Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der chronischen venösen Insuffizienz. AWMF-Leitlinienregister, 2019.
- Partsch H, Flour M, Smith PC - Indications for compression therapy in venous and lymphatic disease. International Angiology, 2008;27(3):193-219.
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