Metamizol – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Metamizol ist ein starkes Schmerz- und Fiebermittel aus der Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika. Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und krampflösend.
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Metamizol ist ein starkes Schmerz- und Fiebermittel aus der Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika. Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und krampflösend.
Was ist Metamizol?
Metamizol (auch bekannt unter dem Handelsnamen Novalgin) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Pyrazolone und gehört zu den Nicht-Opioid-Analgetika. Es besitzt starke schmerzlösende, fiebersenkende (antipyretische) und krampflösende (spasmolytische) Eigenschaften. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Metamizol verschreibungspflichtig und wird vor allem bei starken Schmerzen eingesetzt, die auf andere Schmerzmittel nicht ausreichend ansprechen.
Wirkmechanismus
Metamizol hemmt die Synthese von Prostaglandinen – körpereigenen Botenstoffen, die Schmerz, Entzündung und Fieber vermitteln – sowohl im zentralen Nervensystem als auch im peripheren Gewebe. Zusätzlich wirkt es direkt entspannend auf die glatte Muskulatur, was seinen spasmolytischen Effekt erklärt. Im Gegensatz zu klassischen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen ist die entzündungshemmende Wirkung von Metamizol schwächer ausgeprägt.
Anwendungsgebiete
- Starke akute und chronische Schmerzen, z. B. nach Operationen oder bei Tumorerkrankungen
- Kolikschmerzen im Bereich des Magen-Darm-Trakts, der Gallenblase oder der Harnwege
- Hohes Fieber, das auf andere fiebersenkende Maßnahmen nicht anspricht
- Schmerzen bei Nierenkoliken
Dosierung und Anwendung
Metamizol ist in Form von Tabletten, Tropfen, Zäpfchen und Injektionslösungen erhältlich. Die übliche Erwachsenendosis beträgt 500 mg bis 1.000 mg pro Einzeldosis, maximal 4-mal täglich (Tageshöchstdosis 4.000 mg). Die genaue Dosierung sollte stets vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin festgelegt werden. Bei Kindern, älteren Patienten sowie bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung erforderlich.
Nebenwirkungen
Metamizol wird von den meisten Patientinnen und Patienten gut vertragen, kann jedoch folgende Nebenwirkungen verursachen:
- Agranulozytose: Eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Granulozyten). Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost und Halsschmerzen – bei diesen Zeichen muss sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
- Blutdruckabfall (Hypotonie), vor allem bei intravenöser Gabe
- Allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock (sehr selten)
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchschmerzen
- Hautreaktionen wie Rötung oder Juckreiz
Gegenanzeigen (Kontraindikationen)
Metamizol darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen Metamizol oder andere Pyrazolone
- Störungen der Blutbildung (z. B. bestehende Agranulozytose)
- Schwangerschaft (insbesondere im ersten und letzten Trimester) sowie Stillzeit
- Säuglingen unter 3 Monaten oder einem Körpergewicht unter 5 kg
- Patienten mit Analgetika-Asthma oder Analgetika-Unverträglichkeit
Wichtige Hinweise
Aufgrund des Risikos einer Agranulozytose sollte Metamizol nur auf ärztliche Anordnung und unter regelmäßiger Überwachung des Blutbildes eingesetzt werden. In einigen Ländern (z. B. USA, Großbritannien) ist Metamizol vom Markt genommen worden. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist es weiterhin verfügbar, da der Nutzen bei bestimmten Indikationen das Risiko überwiegt.
Quellen
- Fachinformation Novalgin (Metamizol) – Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, aktuelle Fassung.
- Kötter T. et al. – Metamizole-associated risks of agranulocytosis: a systematic review and meta-analysis. PLOS ONE, 2015.
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) – Assessment report on metamizole-containing medicinal products, 2019.
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