Myom – Ursachen, Symptome und Behandlung
Ein Myom ist ein gutartiger Tumor der Gebärmuttermuskulatur. Myome sind häufig und können Beschwerden wie starke Regelblutungen oder Unterleibsschmerzen verursachen.
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Ein Myom ist ein gutartiger Tumor der Gebärmuttermuskulatur. Myome sind häufig und können Beschwerden wie starke Regelblutungen oder Unterleibsschmerzen verursachen.
Was ist ein Myom?
Ein Myom (auch Uterusmyom genannt) ist eine gutartige Geschwulst, die aus der glatten Muskulatur der Gebärmutter (Uterus) entsteht. Medizinisch wird es auch als Leiomyom oder Fibromyom bezeichnet. Myome sind die häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen im gebärfähigen Alter. Sie können einzeln oder in mehreren auftreten und variieren stark in ihrer Größe – von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern.
Ursachen
Die genaue Ursache für die Entstehung von Myomen ist noch nicht vollständig geklärt. Als wichtigste Einflussfaktoren gelten:
- Hormone: Östrogen und Progesteron fördern das Wachstum von Myomen. Deshalb treten sie vorwiegend im gebärfähigen Alter auf und bilden sich nach den Wechseljahren häufig zurück.
- Genetische Veranlagung: Frauen, deren Mütter oder Schwestern Myome hatten, haben ein erhöhtes Risiko.
- Ethnische Zugehörigkeit: Frauen mit afrikanischer Herkunft sind häufiger und stärker betroffen.
- Übergewicht: Erhöhtes Körpergewicht kann das Myomrisiko steigern.
Arten von Myomen
Je nach ihrer Lage in der Gebärmutter unterscheidet man verschiedene Typen:
- Intramural: Das Myom wächst innerhalb der Gebärmuttermuskulatur – der häufigste Typ.
- Subserös: Das Myom wächst nach außen, in Richtung Bauchhöhle.
- Submukös: Das Myom wächst in Richtung Gebärmutterhöhle und kann besonders starke Blutungen verursachen.
- Gestielt: Das Myom hängt über einen Stiel an der Gebärmutter.
Symptome
Viele Myome verursachen keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Wenn Symptome auftreten, können diese umfassen:
- Starke oder verlängerte Menstruationsblutungen (Menorrhagie)
- Unterleibsschmerzen oder Druckgefühl im Becken
- Häufiger Harndrang oder Probleme beim Wasserlassen
- Rücken- oder Beinschmerzen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Blähungen oder Verstopfung durch Druck auf den Darm
- Unerfüllter Kinderwunsch (in manchen Fällen)
Diagnose
Die Diagnose eines Myoms erfolgt meist durch:
- Gynäkologische Untersuchung: Bei der Tastuntersuchung kann eine vergrößerte oder unregelmäßige Gebärmutter auffallen.
- Ultraschall (Sonografie): Der vaginale oder abdominale Ultraschall ist die Standardmethode zur Darstellung von Myomen.
- MRT (Magnetresonanztomografie): Liefert detaillierte Bilder und wird vor geplanten Eingriffen eingesetzt.
- Hysteroskopie: Direkte Betrachtung der Gebärmutterhöhle von innen, besonders bei submukösem Myomverdacht.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Beschwerden, Größe und Lage des Myoms sowie dem Kinderwunsch der Patientin:
Abwartende Strategie
Bei kleinen, beschwerdefreien Myomen wird oft zunächst ein beobachtendes Vorgehen gewählt und das Myom regelmäßig kontrolliert.
Medikamentöse Therapie
- GnRH-Analoga: Hemmen die Östrogenprodukion und können Myome vorübergehend verkleinern.
- Ulipristalacetat: Ein selektiver Progesteronrezeptormodulator zur Behandlung von Myombeschwerden.
- Hormonelle Verhütungsmittel: Können Blutungsbeschwerden lindern.
- Schmerzmittel: Zur Linderung von Unterleibsschmerzen.
Minimal-invasive Verfahren
- Uterusarterienembolisation (UAE): Die Blutgefäße des Myoms werden gezielt verschlossen, sodass es schrumpft.
- Fokussierter Ultraschall (MRgFUS): Das Myomgewebe wird durch hochenergetische Ultraschallwellen zerstört.
Operative Behandlung
- Myomektomie: Operative Entfernung des Myoms unter Erhalt der Gebärmutter – geeignet bei Kinderwunsch.
- Hysterektomie: Entfernung der gesamten Gebärmutter – endgültige Lösung bei abgeschlossener Familienplanung.
Myome und Kinderwunsch
Die meisten Frauen mit Myomen können problemlos schwanger werden. In einigen Fällen können Myome – insbesondere submuköse – die Einnistung der befruchteten Eizelle erschweren oder das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Eine individuelle ärztliche Beratung ist hier wichtig.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinie Uterusmyom, 2020.
- Stewart EA. Uterine fibroids. N Engl J Med. 2015;372(17):1646-1655.
- World Health Organization (WHO): Reproductive Health – Uterine Fibroids, 2023.
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