Condylomata – Ursachen, Symptome und Behandlung
Condylomata sind gutartige Hautveränderungen im Genital- und Analbereich, die durch humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.
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Condylomata sind gutartige Hautveränderungen im Genital- und Analbereich, die durch humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Was sind Condylomata?
Condylomata (Einzahl: Condyloma), auch bekannt als Feigwarzen oder Genitalwarzen, sind gutartige Wucherungen der Haut und Schleimhaut im Genital- und Analbereich. Sie werden durch das Humane Papillomvirus (HPV) verursacht, insbesondere durch die Niedrigrisiko-Typen HPV 6 und HPV 11. Condylomata zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit.
Ursachen und Übertragung
Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten Haut- und Schleimhautkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr. Auch eine Übertragung beim Oralverkehr ist möglich. Seltener kann eine Infektion während der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene erfolgen (vertikale Transmission).
- Hauptursache: Infektion mit HPV-Typen 6 und 11 (Niedrigrisiko)
- Übertragungsweg: sexueller Kontakt (vaginal, anal, oral)
- Inkubationszeit: Wochen bis Monate nach der Infektion
- Risikofaktoren: häufig wechselnde Sexualpartner, geschwächtes Immunsystem, Rauchen
Symptome
Condylomata können einzeln oder in Gruppen auftreten und unterschiedliche Erscheinungsformen haben. Viele Betroffene bemerken zunächst keine Beschwerden.
- Weiche, hautfarbene bis rötliche Wucherungen im Genital- oder Analbereich
- Blumenkohlartiges oder warziges Aussehen
- Juckreiz, Brennen oder leichte Blutungen möglich
- Gelegentlich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Stuhlgang
- Beim Mann: Vorhaut, Eichel, Hodensack, Penisschaft
- Bei der Frau: Schamlippen, Vaginaleingang, Zervix (Gebärmutterhals), Damm
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung gestellt. Bei Bedarf können ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden.
- Inspektion: Sichtbare Warzen werden durch Inaugenscheinnahme diagnostiziert
- Essigsäuretest: Auftragen von 3–5 %iger Essigsäure lässt HPV-infizierte Areale weißlich erscheinen (Acetowhitening)
- Kolposkopie: Vergrößerte Betrachtung der Zervix und Vagina bei Frauen
- Biopsie: Gewebeentnahme bei unklaren Befunden zum Ausschluss von Malignität
- HPV-Typisierung: Molekularbiologische Tests zur Bestimmung des HPV-Typs
Behandlung
Eine vollständige Heilung ist möglich, jedoch kann das Virus im Körper verbleiben und zu Rückfällen führen. Die Behandlung richtet sich nach Größe, Anzahl und Lokalisation der Warzen.
Medikamentöse Therapie
- Podophyllotoxin (Condyline): Lokal anzuwendende Lösung oder Creme, hemmt die Zellteilung der Warzen
- Imiquimod: Immunmodulator zur Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen HPV
- Trichloressigsäure (TCA): Ätzmittel zur Verödung kleiner Warzen
- Sinecatechine (Polyphenon E): Pflanzlicher Wirkstoff aus grünem Tee mit antiviraler Wirkung
Chirurgische und physikalische Therapieverfahren
- Kryotherapie: Vereisung der Warzen mit flüssigem Stickstoff
- Laserablation: Abtragen der Warzen mit einem Laserstrahl
- Elektrochirurgie (Elektrokauter): Veröden der Warzen mittels elektrischem Strom
- Chirurgische Exzision: Operative Entfernung bei großen oder therapieresistenten Warzen
Prävention und Impfung
Die wirksamste Prävention ist die HPV-Schutzimpfung. In Deutschland empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, möglichst vor dem ersten Sexualkontakt. Die Impfung schützt unter anderem vor den HPV-Typen 6 und 11, die für Condylomata verantwortlich sind. Zusätzlich reduziert die konsequente Verwendung von Kondomen das Übertragungsrisiko, schließt es jedoch nicht vollständig aus.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Humane Papillomviren (HPV) – Ratgeber für Ärzte. Stand 2023. Verfügbar unter: https://www.rki.de
- Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Condylomata acuminata. AWMF-Registernummer 059-001. Stand 2021.
- Workowski KA et al.: Sexually Transmitted Infections Treatment Guidelines, 2021. MMWR Recomm Rep. 2021;70(4):1-187.
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