Mandelentzündung was tun – Tipps & Behandlung
Bei einer Mandelentzündung helfen Ruhe, viel Trinken und schmerzlindernde Mittel. Wann Antibiotika nötig sind und welche Hausmittel wirklich helfen, erfahren Sie hier.
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Bei einer Mandelentzündung helfen Ruhe, viel Trinken und schmerzlindernde Mittel. Wann Antibiotika nötig sind und welche Hausmittel wirklich helfen, erfahren Sie hier.
Mandelentzündung – Was tun?
Eine Mandelentzündung (medizinisch: Tonsillitis) ist eine Entzündung der Gaumenmandeln und zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Hals-Nasen-Ohren-Region. Sie tritt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf und kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die richtige Reaktion hängt davon ab, ob die Ursache viral oder bakteriell ist.
Ursachen der Mandelentzündung
Die häufigsten Auslöser einer Mandelentzündung sind:
- Viren (z. B. Adenoviren, Influenzaviren, Epstein-Barr-Virus bei Pfeifferschem Drüsenfieber) – verantwortlich für den Großteil der Fälle
- Bakterien, insbesondere Streptococcus pyogenes (Gruppe-A-Streptokokken) – erfordert häufig eine Antibiotikabehandlung
- Seltenere Erreger wie Staphylokokken oder Pneumokokken
Symptome erkennen
Typische Symptome einer Mandelentzündung umfassen:
- Starke Halsschmerzen, besonders beim Schlucken
- Fieber (oft über 38,5 °C)
- Gerötete, geschwollene Mandeln, teils mit weißlichen Belägen oder Eiterpunkten
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
- Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Mundgeruch
- Allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen
Was tun bei Mandelentzündung – Sofortmaßnahmen
Allgemeine Maßnahmen
- Körperliche Schonung: Bettruhe hilft dem Immunsystem bei der Genesung.
- Viel trinken: Lauwarme Tees (z. B. Salbei-, Kamillentee), stilles Wasser oder Brühe halten die Schleimhäute feucht und lindern den Schmerz.
- Weiche Kost: Joghurt, Suppen oder Eis können das Schlucken erleichtern und Entzündungen kühlen.
- Nicht rauchen: Rauch reizt die entzündeten Schleimhäute zusätzlich.
Bewährte Hausmittel
- Halswickel: Feuchte, warme oder kühle Tücher um den Hals können schmerzlindernd wirken.
- Gurgeln: Mit lauwarmem Salzwasser, Salbeitee oder verdünnter Propolis-Lösung gurgeln reduziert Entzündungen und Bakterien lokal.
- Honig: Hat antibakterielle Eigenschaften und kann bei leichten Beschwerden helfen – jedoch nicht für Kinder unter 1 Jahr geeignet.
- Kühlung: Eis oder kalte Getränke können vorübergehend schmerzlindernd wirken.
Medikamentöse Behandlung
Schmerzmittel und Fiebermittel
Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können Schmerzen und Fieber effektiv lindern. Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Aspirin sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht eingesetzt werden.
Antibiotika – wann sind sie nötig?
Antibiotika sind nur bei einer bakteriellen Mandelentzündung sinnvoll. Da die meisten Mandelentzündungen viral bedingt sind, werden Antibiotika nicht automatisch verschrieben. Ein Arzt kann mithilfe eines Abstrichs (Rachenabstrich) oder des Centor-Score abschätzen, ob eine bakterielle Infektion vorliegt. Bei nachgewiesener Streptokokken-Infektion wird in der Regel Penicillin oder Amoxicillin für 7–10 Tage verordnet. Die vollständige Einnahme des Antibiotikums ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Lokale Präparate
Lutschtabletten, Sprays oder Gurgellösungen mit desinfizierenden oder betäubenden Wirkstoffen (z. B. Benzocain, Chlorhexidin) können die Beschwerden örtlich lindern, ersetzen jedoch keine systemische Therapie bei bakterieller Infektion.
Wann zum Arzt?
Folgende Zeichen erfordern eine ärztliche Untersuchung:
- Fieber über 39 °C oder Fieber, das länger als 3 Tage anhält
- Starke Schluckbeschwerden oder Atemnot
- Deutliche Schwellung einer Seite des Rachens (Hinweis auf Peritonsillarabszess)
- Keine Besserung nach 3–5 Tagen
- Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
- Säuglinge und Kleinkinder mit hohem Fieber und Schluckbeschwerden
Chronische Mandelentzündung und Operation
Treten Mandelentzündungen mehr als 5–7 Mal pro Jahr auf oder beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich, kann eine Tonsillektomie (operative Entfernung der Mandeln) in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung wird individuell vom HNO-Arzt getroffen.
Vorbeugung
- Regelmäßiges Händewaschen
- Engen Kontakt mit erkrankten Personen meiden
- Eigene Trinkgläser und Besteck nicht mit anderen teilen
- Stärkung des Immunsystems durch ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Staphylokokken- und Streptokokken-Erkrankungen. www.rki.de
- Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde: Leitlinie Tonsillitis und Tonsillektomie (AWMF-Leitlinie Nr. 017-024). www.awmf.org
- Windfuhr JP et al.: Tonsillitis – Diagnostik und Therapie. Deutsches Ärzteblatt, 2016. doi:10.3238/arztebl.2016.0261
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