Masernimpfung: Schutz, Empfehlungen und Nebenwirkungen
Die Masernimpfung schützt zuverlässig vor der hochansteckenden Viruserkrankung Masern. Sie wird in Deutschland als Zweifachimpfung im Kindesalter empfohlen.
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Die Masernimpfung schützt zuverlässig vor der hochansteckenden Viruserkrankung Masern. Sie wird in Deutschland als Zweifachimpfung im Kindesalter empfohlen.
Was ist die Masernimpfung?
Die Masernimpfung ist eine Schutzimpfung gegen Masern, eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus (ein RNA-Virus der Gattung Morbillivirus) verursacht wird. Die Impfung gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen der modernen Medizin und hat weltweit Millionen von Menschenleben gerettet. In Deutschland ist die Masernimpfung seit dem Jahr 2020 für bestimmte Personengruppen gesetzlich vorgeschrieben.
Wirkmechanismus
Bei der Masernimpfung handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, der abgeschwächte (attenuierte), aber lebende Masernviren enthält. Diese lösen im Körper eine Immunantwort aus, ohne eine echte Erkrankung zu verursachen. Das Immunsystem bildet spezifische Antikörper sowie ein immunologisches Gedächtnis, das den Körper bei einem späteren Kontakt mit dem echten Virus effektiv schützt.
Die Masernimpfung wird häufig als Kombinationsimpfstoff verabreicht, der gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) schützt. Es ist auch eine vierfache Kombination mit Varizellen (MMRV) erhältlich.
Impfempfehlungen und Zeitplan
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt folgendes Impfschema:
- Erste Impfung: Im Alter von 11 bis 14 Monaten
- Zweite Impfung: Im Alter von 15 bis 23 Monaten (Mindestabstand zur ersten Impfung: 4 Wochen)
Beide Impfungen sind notwendig, um einen vollständigen und langanhaltenden Schutz zu erzielen. Nach zwei Impfungen liegt die Schutzrate bei über 97 %.
Nachholimpfung für Erwachsene
Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden und entweder keine Impfung oder nur eine Impfung erhalten haben, sollten eine Impfung nachholen. Personen, die in bestimmten Einrichtungen (z. B. Gemeinschaftseinrichtungen, medizinische Einrichtungen) tätig sind, unterliegen seit 2020 einer gesetzlichen Impfpflicht gemäß dem Masernschutzgesetz.
Nebenwirkungen
Die Masernimpfung wird generell gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind in der Regel mild und vorübergehend:
- Lokalreaktionen: Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle
- Allgemeinreaktionen: Leichtes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen
- Impfmasern: Bei etwa 5 % der Geimpften können 7 bis 14 Tage nach der Impfung ein leichter masernähnlicher Ausschlag und leichtes Fieber auftreten (sogenannte Impfmasern). Diese sind nicht ansteckend.
- Seltene Nebenwirkungen: In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Fieberkrampf-Reaktion kommen.
Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind äußerst selten. Das Risiko, durch die Impfung ernsthaft geschädigt zu werden, ist verschwindend gering im Vergleich zu den Risiken einer tatsächlichen Masernerkrankung.
Gegenanzeigen
Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, darf die Masernimpfung nicht bei folgenden Personen angewendet werden:
- Personen mit einem schweren angeborenen oder erworbenen Immundefekt
- Schwangere Frauen (eine Schwangerschaft sollte nach der Impfung für mindestens 4 Wochen vermieden werden)
- Personen mit bekannter schwerer Überempfindlichkeit gegen Impfstoffbestandteile
Bedeutung für die öffentliche Gesundheit
Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder die seltene, aber tödliche subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) können auftreten. Um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen und Masern vollständig auszurotten, ist eine Impfquote von mindestens 95 % in der Bevölkerung notwendig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Elimination der Masern als globales Ziel ausgegeben.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Masernimpfung. www.rki.de (Stand: 2024)
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Measles vaccines - WHO position paper. Weekly Epidemiological Record, 2017; 92(17):205-227.
- Paul-Ehrlich-Institut (PEI): Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffe. Informationen zu zugelassenen Impfstoffen in Deutschland. www.pei.de (Stand: 2024)
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