Menachinon – Vitamin K2: Funktion, Quellen & Bedarf
Menachinon ist die natürliche Form von Vitamin K2 und spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung sowie der Knochengesundheit.
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Menachinon ist die natürliche Form von Vitamin K2 und spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung sowie der Knochengesundheit.
Was ist Menachinon?
Menachinon (auch Menaquinon genannt) bezeichnet eine Gruppe fettlöslicher Verbindungen, die zur Familie des Vitamins K2 gehören. Die verschiedenen Formen werden nach der Länge ihrer Seitenkette benannt, beispielsweise MK-4, MK-7 oder MK-9. Menachinon kommt vor allem in fermentierten Lebensmitteln sowie in tierischen Produkten vor und wird zusätzlich von Darmbakterien produziert. Es unterscheidet sich vom ebenfalls zur Vitamin-K-Familie gehörenden Phylloquinon (Vitamin K1), das hauptsächlich in grünem Blattgemüse vorkommt.
Biologische Funktionen
Menachinon erfüllt im menschlichen Körper mehrere lebenswichtige Aufgaben:
- Blutgerinnung: Menachinon ist als Cofaktor für die Carboxylierung bestimmter Gerinnungsproteine (z. B. Faktor II, VII, IX, X) essenziell. Ohne ausreichend Vitamin K2 können diese Proteine nicht vollständig aktiviert werden.
- Knochengesundheit: Menachinon aktiviert Osteocalcin, ein Protein, das für den Einbau von Kalzium in die Knochenmatrix verantwortlich ist. Eine ausreichende Versorgung kann dem Knochenschwund (Osteoporose) entgegenwirken.
- Gefäßschutz: Menachinon aktiviert Matrix-Gla-Protein (MGP), das Kalziumablagerungen in den Gefäßwänden hemmt und so zur Elastizität der Blutgefäße beiträgt.
- Zellstoffwechsel: Es gibt Hinweise darauf, dass Menachinon auch im Energiestoffwechsel der Mitochondrien eine Rolle spielt.
Nahrungsquellen
Besonders reich an Menachinon sind fermentierte Lebensmittel wie Natto (japanische fermentierte Sojabohnen, besonders reich an MK-7), Käse, Quark sowie Fleisch- und Innereienprodukte. Die Form MK-7 gilt als besonders bioverfügbar und hat eine längere Halbwertszeit im Blut als MK-4.
Empfohlene Zufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine Gesamtzufuhr von Vitamin K (K1 + K2) von etwa 60–70 µg pro Tag für Frauen und 70–80 µg pro Tag für Männer. Spezifische Referenzwerte ausschließlich für Menachinon sind in offiziellen Empfehlungen noch nicht vollständig etabliert, da die Forschungslage sich weiterentwickelt.
Mangelerscheinungen
Ein Mangel an Menachinon kann folgende Beschwerden verursachen:
- Erhöhte Blutungsneigung und verlängerte Blutungszeit
- Erhöhtes Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche
- Mögliche Förderung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
Risikogruppen für einen Mangel sind Personen mit Malabsorptionsstörungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie), Neugeborene, Menschen unter Langzeit-Antibiotikatherapie sowie Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
Toxizität und Sicherheit
Menachinon gilt in den bisher untersuchten Mengen als gut verträglich und zeigt keine bekannte Toxizität, selbst bei höherer Supplementierung. Im Gegensatz zu Vitamin K1 ist keine Obergrenze (Tolerable Upper Intake Level) für Menachinon offiziell festgelegt. Dennoch sollten Personen, die Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar/Phenprocoumon) einnehmen, vor einer Supplementierung unbedingt ärztlichen Rat einholen, da Menachinon die Wirksamkeit dieser Gerinnungshemmer beeinflussen kann.
Wechselwirkungen
- Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Warfarin, Phenprocoumon): Menachinon kann deren gerinnungshemmende Wirkung abschwächen.
- Vitamin D: Wirkt synergistisch mit Menachinon bei der Kalziumverwertung und Knochengesundheit.
- Kalzium: Für eine optimale Knochenbildung sollte die Zufuhr von Kalzium, Vitamin D und Menachinon aufeinander abgestimmt sein.
- Antibiotika: Langzeitanwendung kann die Darmflora schädigen und damit die körpereigene Menachinon-Produktion verringern.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin K. DGE, Bonn (aktuelle Auflage).
- Schurgers LJ, Vermeer C: Determination of phylloquinone and menaquinones in food. Haemostasis 2000; 30(6): 298–307.
- World Health Organization (WHO) / Food and Agriculture Organization (FAO): Vitamin and Mineral Requirements in Human Nutrition, 2nd edition. WHO Press, Geneva, 2004.
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