Meningeom – Ursachen, Symptome & Behandlung
Ein Meningeom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnhäute. Er wächst langsam und wird häufig zufällig entdeckt. Behandlung richtet sich nach Größe und Symptomen.
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Ein Meningeom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnhäute. Er wächst langsam und wird häufig zufällig entdeckt. Behandlung richtet sich nach Größe und Symptomen.
Was ist ein Meningeom?
Ein Meningeom ist ein Tumor, der von den Meningen – den Hirnhäuten – ausgeht. Diese Häute umhüllen das Gehirn und das Rückenmark. Meningeome gehören zu den häufigsten primären Hirntumoren und sind in etwa 80–90 % der Fälle gutartig (benigne). Sie wachsen in der Regel langsam und verdrängen umliegendes Gewebe, anstatt es zu zerstören. Seltener kommen atypische oder bösartige (maligne) Formen vor.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache eines Meningeoms ist nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko:
- Strahlenexposition: Eine frühere Bestrahlung des Kopfes gilt als gesicherter Risikofaktor.
- Genetische Veranlagung: Beim seltenen Neurofibromatose-Typ-2-Syndrom treten Meningeome gehäuft auf.
- Hormonelle Einflüsse: Meningeome kommen bei Frauen häufiger vor, was auf einen Zusammenhang mit weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogen, Progesteron) hindeutet.
- Alter: Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter, besonders ab dem 60. Lebensjahr.
Symptome
Viele Meningeome verursachen zunächst keine Beschwerden und werden zufällig bei bildgebenden Untersuchungen entdeckt. Wenn Symptome auftreten, hängen diese stark vom Ort des Tumors ab:
- Kopfschmerzen (häufig, besonders morgens)
- Epileptische Anfälle
- Sehstörungen oder Hörverlust bei Tumoren in der Nähe entsprechender Nerven
- Persönlichkeitsveränderungen oder kognitive Beeinträchtigungen
- Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen
- Gleichgewichtsstörungen
Diagnose
Die Diagnose eines Meningeoms erfolgt in erster Linie durch bildgebende Verfahren:
- Magnetresonanztomographie (MRT): Methode der Wahl – liefert detaillierte Bilder des Tumors und seiner Lage im Gehirn.
- Computertomographie (CT): Ergänzende Untersuchung, besonders zur Beurteilung von Knochenveränderungen.
- Biopsie: In manchen Fällen wird eine Gewebeprobe entnommen, um die Tumorart histologisch zu sichern.
Die WHO-Klassifikation unterscheidet drei Grade (Grad I – gutartig, Grad II – atypisch, Grad III – bösartig), die für die Therapieplanung entscheidend sind.
Behandlung
Beobachtendes Abwarten
Bei kleinen, symptomfreien Meningeomen kann zunächst eine regelmäßige Beobachtung mittels MRT-Kontrollen erfolgen (englisch: Watch and Wait). Viele dieser Tumoren wachsen über Jahre kaum.
Operative Entfernung
Die neurochirurgische Resektion ist die häufigste Behandlungsmethode bei symptomatischen oder wachsenden Meningeomen. Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumors. Je nach Lage kann dies jedoch schwierig oder risikoreich sein.
Strahlentherapie
Bei nicht vollständig entfernbaren oder erneut wachsenden Tumoren kommt die Strahlentherapie zum Einsatz – entweder als konventionelle fraktionierte Bestrahlung oder als Radiochirurgie (z. B. Gamma Knife). Diese Methode ist besonders bei kleineren, schwer zugänglichen Tumoren geeignet.
Medikamentöse Therapie
Eine medikamentöse Standardtherapie für Meningeome existiert derzeit nicht. Bei bestimmten Hochrisikofällen werden jedoch im Rahmen klinischer Studien Chemotherapeutika oder zielgerichtete Wirkstoffe erprobt.
Prognose
Die Prognose bei gutartigen Meningeomen (WHO-Grad I) ist nach vollständiger Entfernung in der Regel sehr gut. Die Rezidivrate – also das Risiko, dass der Tumor erneut wächst – hängt vom Resektionsausmaß und dem WHO-Grad ab. Atypische und maligne Meningeome haben eine schlechtere Prognose und erfordern intensivere Nachsorge.
Quellen
- Louis DN et al. – The 2021 WHO Classification of Tumors of the Central Nervous System. Acta Neuropathologica, 2021.
- Goldbrunner R et al. – EANO guidelines on the diagnosis and treatment of meningiomas. Neuro-Oncology, 2021.
- Deutsche Krebsgesellschaft – Leitlinie Meningeom. www.leitlinienprogramm-onkologie.de, 2023.
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